| Air Canada | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | AC | |
| ICAO-Code: | ACA | |
| Rufzeichen: | AIR CANADA | |
| Gründung: | 1964 | |
| Sitz: | Montréal, Kanada | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Flughafen Montréal | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Aeroplan | |
| Flottenstärke: | 340 (+37 Bestellungen) | |
| Ziele: | national und international | |
Air Canada ist eine kanadische Fluggesellschaft mit Sitz in Montréal. Sie ist ein Tochterunternehmen des Holdingunternehmens ACE Aviation Holdings. Die Fluglinie ist Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.
Inhaltsverzeichnis |
Am 10. April 1937 wurde die Trans-Canada Air Lines (kurz TCA) als eine Tochtergesellschaft der Canadian National Railway (kurz CNR) mit Sitz in Winnipeg gegründet. Erste Passagierflüge wurden ab dem 1. September desselben Jahres zwischen Vancouver und Seattle aufgenommen; als Flugzeugtyp verwendete man eine Lockheed 10A, mit der zwei Passagiere und Briefpost transportiert werden konnte, der Flug dauerte 50 Minuten.
1949 wurde der Firmensitz nach Montreal verlegt, später folgte auch die Wartungseinrichtungen dorthin. Dieser Umzug bedeutete für das westliche Kanada einen bedeutenden wirtschaftlichen Schicksalsschlag. 1953 führte Trans-Canada Airlines als erste Fluggesellschaft der Welt ein rechnergesteuertes Reservierungssystem ein[2]. 1964 wurde Trans-Canada Airlines auf Grund ihrer mittlerweile beachtlichen Größe die nationale Fluggesellschaft Kanadas und sollte auf ein Entwurf von Jean Chrétien hin in Air Canada umbenannt werden, was aber erst am 1. Januar 1965 umgesetzt werden konnte. Grund hierfür waren die zu dieser Zeit noch zu großen Widerstände gegen den neuen Namen. In den späten 70er Jahren wurde die Struktur der Canadian National Railway umgestaltet und als eine Konsequenz erlangte Air Canada ihre Unabhängigkeit.
1983 tätigte Air Canada ihre erste Großbestellung bei Airbus, als man 34 Airbus A320 bestellte; seitdem war Air Canada lange Zeit Stammkunde bei Airbus, mehrere Exemplare der Airbus-A320-Familie wurden nachbestellt und man führte eine Langstreckenflotte mit den Airbus-Typen Airbus A330/A340 ein. 1987 führte Air Canada als erste Fluggesellschaft überhaupt ein allgemeines Rauchverbot ein[2]. 1989 wurde Air Canada vollständig privatisiert. 1994 führte Air Canada eine radikal umgestaltete Bemalung der Flotte ein und schaffte das Drei-Klassen-System zugunsten eines Zwei-Klassen-Systems ab. Elektronische Tickets führte man 1995 ein.
1997 gründete Air Canada zusammen mit Lufthansa, Thai Airways, SAS Scandinavian Airlines und United Airlines mit der Star Alliance die erste und bis heute größte Luftfahrtallianz.
Im Januar 2001 übernahm Air Canada Kanadas zweitgrößte Fluggesellschaft Canadian Airlines. Dadurch stieg Air Canada zur weltweit zwölftgrößten kommerziellen Fluggesellschaft auf. Trotz dieser Erfolge litt man, wie fast alle Fluggesellschaften zu dieser Zeit, an den weltpolitischen Folgen des 11. Septembers und auch auf Grund anderer Schwierigkeiten drohte 2003 die Zahlungsunfähigkeit und man begab sich am 1. April 2003 unter einen Schutz gegen den Bankrott, den man 18 Monate später am 30. September 2004 wieder verlassen konnte. In dieser Zeit wurde die Gesellschaft radikal umstrukturiert und auch eine Neuausrichtung der Flottenbeschaffung beschlossen. Neuer Eigentümer der Fluglinie wurde die neu gegründete ACE Aviation Holdings.
Am 31. Oktober 2004 startete eine Boeing 747 der Air Canada zu ihrem letzten Flug; sie wurde durch kleinere Airbus A340 ersetzt.
2005 wandte man sich durch eine Großbestellung bei Boeing über 18 Boeing 777 und 14 Boeing 787 als Airbus-Stammkunde von letzterem Flugzeughersteller ab. Diese Bestellung wurde 2007 noch weiter erhöht. Im Juli 2008 wurden die letzten bestellten A340-600 gekündigt. [3]
Die Fluggesellschaften Air BC, Air Ontario, Air Nova und Canadian Regional Airlines fusionierten im Januar 2002 zu der Regionalgesellschaft und dem Tochterunternehmen der Air Canada: Air Canada Jazz (ICAO:ARN; IATA:QK; Callsign: Transcan).
Air Canada Jazz bedient mit einer Flotte von insgesamt 125 Flugzeugen, hauptsächlich bestehend aus Canadair und De Havilland Jets, ein großes Netz innerhalb Kanadas. Zu den über 85 Zielen der Gesellschaft zählen unter anderem: Toronto, Vancouver, Montréal, Calgary, Halifax, Yellowknife, Victoria, Prince Albert, Yarmouth, Regina, Kenora, Comox, Repulse Bay, Saskatoon, Timmins, Winnipeg und Whitehorse in Kanada sowie Seattle, Chicago und Fairbanks in den USA. Air Canada Jazz ist somit eine der größten Regionalfluggesellschaften der Welt und wie ihre Muttergesellschaft Air Canada auch Mitglied der Star Alliance.
Air Canada Jetz wurde am 31. Oktober 2001 als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Air Canada gegründet. Der ehemalige Präsident der der Air Alliance, Robert Perrault, war von Anfang an Leiter dieses Unternehmens. Zur Zeit wird die Airline von Alain Boudreau geleitet. Während der NHL-Saison 2006-2007 wurden die Mannschaften der Vancouver Canucks, der Calgary Flames, der Edmonton Oilers, der Ottawa Senators, der Canadiens de Montréal und der Toronto Maple Leafs mit Flugzeugen der Air Canada Jetz transportiert. Für die Saison 2008 wurde zusätzlich noch die Mannschaft der Boston Bruins befördert und für 2009-2010 will die Airline auch noch die Anaheim Ducks dazugewinnen. Weiters transportiert Jetz auch noch die NBA-Mannschaft Toronto Raptors. In den Jahren 2005 bis 2006 beförderte Jetz unter anderem auch die irische Rockband U2 während ihrer Vertigo-Tour, die Rolling Stones auf ihrer Nordamerika-Tour und viele weitere bekannte Gruppen und Geschäftsleute.
Air Canada bedient in ihrem Streckennetz fünf Kontinente und ist durch die Star Alliance in der gesamten Welt vertreten. In Asien werden Ziele in China, sowie Hongkong, Tokio, Seoul und Tel Aviv angeflogen, in Europa Frankreich, Deutschland, Irland, Großbritannien, Italien und die Schweiz. In Amerika ist Air Canada fast an jedem großen Flughafen vertreten.
Air Canada verbindet Frankfurt mit Calgary, Montréal, Ottawa und Toronto, sowie Zürich und München mit Toronto.
| Typ | aktiv | bestellt | Bemerkungen | Sitzplätze (Executive/Economy) |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 35 | 120 (14/106) | ||
| Airbus A320-200 | 41 | 146 (14/132) | ||
| Airbus A321-200 | 10 | 174 (20/154) | ||
| Airbus A330-300 | 8 | 265 (37/228) | ||
| Boeing 767-300 | 30 | 211 (24/187) | ||
| Boeing 777-200LR | 6 | 270 (42/228) | ||
| Boeing 777-300ER | 12 | 349 (42/307) | ||
| Boeing 787-8 | 37 | Auslieferung voraussichtlich ab 2012 | - offen - | |
| Embraer E-175 | 15 | 73 (9/64) | ||
| Embraer E-190 | 45 | 93 (9/84) | ||
| Gesamt | 202 | 37 |
| Typ | aktiv | bestellt | Bemerkungen | Sitzplätze |
|---|---|---|---|---|
| Bombardier CRJ100/CRJ200 | 57 | 50 | ||
| Bombardier CRJ705 | 16 | 75 | ||
| Bombardier Dash 8Q-100 | 34 | 37 | ||
| Bombardier Dash 8Q-300 | 26 | 50 | ||
| Gesamt | 133 |
| Typ | aktiv | bestellt | Bemerkungen | Sitzplätze |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A320-200 | 5 | ausschließlich mit Business-Klasse betrieben | 64 | |
| Gesamt | 5 |
Gründungsmitglieder: Air Canada | Lufthansa | SAS Scandinavian Airlines | Thai Airways International | United Airlines
Weitere Mitglieder: Air China | Air New Zealand | All Nippon Airways | Asiana Airlines | Austrian | British Midland Airways | Brussels Airlines | Continental Airlines | EgyptAir | LOT | Shanghai Airlines | Singapore Airlines | South African Airways | Spanair | Swiss International Air Lines | TAP Portugal | Turkish Airlines | US Airways
Regionale Mitglieder: Adria Airways | Blue1 | Croatia Airlines
Beschlossene Beitritte: Aegean Airlines | Air India | TAM Linhas Aéreas