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Amsterdam Airport Schiphol

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Luchthaven Schiphol
Kenndaten
ICAO-Code EHAM
IATA-Code AMS
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Straße  
Bahn NS Nederlandse Spoorwegen, Thalys
Nahverkehr Connexxion, Schiphol Sternet, Amsterdamer Verkehrsbetriebe (GVB)
Basisdaten
Eröffnung 1916
Betreiber Schiphol Group
Fläche 2787 ha
Terminals 1 mit 3 Hallen und 8 Piers
Passagiere 52.569.200 [1] (2013)
Luftfracht 1.565.961 t [2] (2013)
Flug-
bewegungen
440.057 [3] (2013)
Beschäftigte 57.600
Start- und Landebahnen
04/22 Oostbaan / Fokkerbaan 2014 m × 45 m Asphalt
06/24 Kaagbaan 3500 m × 45 m Asphalt
09/27 Buitenveldertbaan 3453 m × 45 m Asphalt
18C/36C Zwanenburgbaan 3300 m × 45 m Asphalt
18R/36L Polderbaan 3800 m × 60 m Asphalt
18L/36R Aalsmeerbaan 3400 m × 45 m Asphalt

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Der Luchthaven Schiphol (dt. Flughafen Schiphol) [sxpl] (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM) ist der internationale Verkehrsflughafen der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Mit ca. 55 Millionen Passagieren im Jahr 2014 ist er der viertgrößte Flughafen Europas (nach London Heathrow, Paris-Charles-de-Gaulle und Frankfurt am Main) und liegt im weltweiten Vergleich auf Rang 14.

Schiphol ist der Heimatflughafen der niederländischen Fluggesellschaften KLM, Corendon, Martinair, ArkeFly und Transavia. Darüber hinaus dient Schiphol als europäisches Drehkreuz für Delta Air Lines sowie als Basis für Vueling und ab 2014 auch für EasyJet [4] .

Geschichte[Bearbeiten]

Schiphol wurde am 16. September 1916 als Militärbasis in Betrieb genommen. Hierbei dienten kleinere Hangars als Flughafengebäude und eine Grasfläche als Start- und Landebahn. Seit der zivilen Luftfahrtnutzung, die am 17. Dezember 1920 begann, heißt der Flughafen Schiphol. Die Ortsbezeichnung Schiphol ist spätestens seit 1447 ("Sciphol") nachgewiesen. Über die Bedeutung des Namens Schiphol gibt es eine Vielzahl verschiedener Theorien, wobei der Ursprung nicht feststeht. Einer dieser Hypothesen nach bedeutet Schiphol so viel wie Schiffsloch und sei darauf zurückzuführen, dass in dem früher an der Stelle des heutigen Flughafens gelegenen Binnensee Haarlemmermeer regelmäßig Schiffe sanken. Bereits 1935 besaß der Flughafen vier asphaltierte Pisten. Im Jahr 2003 kamen als fünfte und sechste die Pisten 18L/36R (Aalsmeerbaan) und die bislang längste Piste 18R/36L (Polderbaan) hinzu. Zwischen der Zwanenburgbaan und der Polderbaan verlaufen die Verbindungsautobahn A5 und der Kanal Hoofdvaart, die von den Flugzeugen überflogen werden; des Weiteren befindet sich dort der Friedhof Gan Asjalom Hoofddorp der Liberalen Jüdischen Gemeinde von Amsterdam.

Architekten beziehungsweise Planer für den Flughafen Schiphol sind seit 1988 Benthem Crouwel Architects.

Basisdaten[Bearbeiten]

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2006 zählte Schiphol 440.200 Flugbewegungen, das Passagieraufkommen betrug 46,1 Millionen (44,2 Millionen im Vorjahr) und 1,56 Millionen Tonnen Fracht (1,45 Millionen) wurden umgeschlagen. Nach den Verkehrszahlen des Jahres 2009 (Passagieraufkommen 43,5 Millionen, 391.000 Flugbewegungen) war Amsterdam nach Madrid-Barajas, Frankfurt am Main, Paris-Charles-de-Gaulle und London Heathrow der fünftgrößte europäische Flughafen. Hinsichtlich der Luftfracht stand er 2008 mit 1,6 Millionen Tonnen hinter Paris und Frankfurt an dritter Stelle. London Heathrow, Barcelona-El Prat, Paris-CDG, Madrid und Antalya waren die am stärksten genutzten Verbindungen. Im Interkontinentalverkehr werden am häufigsten Detroit, Minneapolis-St. Paul, New York-JFK, Tokio-Narita und Bangkok angeflogen.

Benennung der Pisten[Bearbeiten]

Anders als auf vielen anderen Flughäfen haben alle 6 Pisten Namen erhalten. Vier der Pisten (06/24, 09/27, 18C/36C und 18L/36R) beziehen ihren Namen von Ortschaften, die bei Nutzung der Pisten überflogen werden. Piste 04/22 hat ihren aktuellen Namen Oostbaan von der geografischen Lage im Osten, der historische (und umgangssprachlich noch gebräuchliche) Name Fokkerbaan ist von den ehemaligen Fokker Flugzeugwerken abgeleitet. Der 2003 eröffneten Piste 18R/36L wurde von offizieller Seite der neutrale Name Polderbaan zugeteilt.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Schiphol liegt südwestlich von Amsterdam auf dem Gebiet der Gemeinde Haarlemmermeer. Mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa drei Metern unter dem Meeresspiegel ist er der am niedrigsten gelegene Flughafen Europas.

Der Flughafen ist mit dem Bahnhof Schiphol direkt an das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden. Es bestehen umsteigefreie Verbindungen mit den NS nach Amsterdam, Utrecht, Leiden, Rotterdam, Eindhoven und Den Haag. Mit dem Thalys besteht mehrmals täglich Anschluss nach Antwerpen, Brüssel und Paris.

ÖPNV: Durch die Busse der Amsterdamer Verkehrsbetriebe (GVB) ist Schiphol an das Straßenbahn- und Busnetz der niederländischen Hauptstadt angebunden.

Die Autobahn A4 (AmsterdamDen Haag) hat eine Ausfahrt zum Flughafen.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Schiphol ist von internationaler Bedeutung für den Luftverkehr und verfügt über zahlreiche europäische und interkontinentale Verbindungen im Passagier- und Frachtverkehr. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter die hier beheimatete KLM, verbinden Amsterdam mit Zielen weltweit, darunter Budapest, Helsinki und Lissabon in Europa, Houston, Philadelphia und Orlando in den USA oder Taipeh, Singapur und Tokio in Asien.

Aus dem deutschsprachigen Raum wird Amsterdam derzeit von Austrian Airlines aus Wien, Swiss aus Zürich, SkyWork aus Bern, Lufthansa aus Frankfurt am Main und München sowie easyJet aus Berlin und Basel angeflogen. KLM fliegt ihrerseits ebenfalls nach Berlin, Bremen, Köln/Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien und Zürich sowie die schweizerische Darwin Airline ab September 2013 nach Leipzig/Halle.

Abfertigungsgebäude[Bearbeiten]

Schiphol verfügt über ein Terminal mit den Hallen 1, 2 und 3, die über die zentrale Plaza, in der sich auch der Flughafenbahnhof befindet, miteinander verbunden sind. Jeder der Bereiche besitzt mehrere Piers (insgesamt 8), an denen insgesamt ca. 160 Flugsteige zur Verfügung stehen.

Halle 1 Pier B und C[Bearbeiten]

Beide Piers der Halle 1 dienen ausschließlich dem Verkehr innerhalb des Schengenraums. In diesen Bereichen werden beispielsweise europäische Flüge der Star Alliance, darunter die der Lufthansa, abgefertigt.

Halle 2 Pier D und E[Bearbeiten]

Pier D der Halle 2 dient auf zwei getrennten Ebenen der Abfertigung von Schengen- und Non-Schengen-Flügen, während Pier E ausschließlich für Non-Schengen-Flüge genutzt wird. Hauptnutzerin dieser Halle ist die hier beheimatete KLM.

Halle 3 Pier F, G, H und M[Bearbeiten]

Die Piers F und G dienen ebenfalls ausschließlich Non-Schengen-Flügen. Die Piers H und M sind hauptsächlich für Billigfluggesellschaften, darunter easyJet, und deren Non-Schengen- beziehungsweise Schengen-Verbindungen vorgesehen.

Schiphol Group[Bearbeiten]

Aktionäre der Flughafen-Betreiberin Schiphol Group sind der niederländische Staat mit 69,77 Prozent sowie die Städte Amsterdam und Rotterdam mit 20,03 respektive 2,2 Prozent, sowie Aéroports de Paris mit 8 Prozent.

Die Schiphol Group, die etwa 2200 Mitarbeiter beschäftigt, ist auch Betreiberin der Flughäfen Rotterdam und Lelystad und ist mit 51 Prozent am Flughafen Eindhoven beteiligt. Zudem ist die Tochtergesellschaft Schiphol USA Inc. an der JFK IAT beteiligt (Terminal 4, New York JFK) und die Schiphol Australia Gesellschaft ist an der Brisbane Airport Corporation beteiligt.

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft besteht seit Dezember 2008 eine Überkreuzbeteiligung mit dem Betreiber des Flughafens Paris-Charles de Gaulle, der neben Schiphol eines der Luftfahrt-Drehkreuze der Air France-KLM-Gruppe bildet.

Schiphol Telematics ist spezialisiert in Telekommunikationsdienstleistungen. Das Unternehmen selbst wurde 1991 als Joint Venture zwischen KLM, KPN und Schiphol Group gegründet und gehört seit 2006 zu 100 % der Schiphol Group. Angeboten werden Internet-, Voice-, LAN-, Wifi- und Carrier-Services.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Besonderes[Bearbeiten]

Der Flughafen beherbergt eine Außenstelle des Rijksmuseums Amsterdam, die bei freiem Eintritt wechselnde Ausstellungen präsentiert. Der Ausstellungsbereich liegt hinter der Passkontrolle und ist daher nur für Passagiere zugänglich.[8]

Seit Januar 2012 stehen den Reisenden aus China speziell gekennzeichnete chinesischsprachige Mitarbeiter zur Verfügung.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Schiphol  Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Passenger Traffic 2013 FINAL (Annual). ACI, 22. Dezember 2014, abgerufen am 19. März 2015 (englisch).
  2. Cargo Traffic 2013 FINAL (Annual). ACI, 22. Dezember 2014, abgerufen am 19. März 2015 (englisch).
  3. Aircraft Movements 2013 FINAL (Annual). ACI, 22. Dezember 2014, abgerufen am 19. März 2015 (englisch).
  4. EasyJet erhält Basis auf Schiphol (ndl.), NOS, 17. Juli 2014, abgerufen 20. August 2014.
  5. BBC: Dutch ministers quit over blaze
  6. http://www.onderzoeksraad.nl/nl/search?s=turkish+rapport
  7. Flugzeugabsturz Amsterdam: Black Box nach Bruchlandung ausgewertet, Focus Online, 26. Februar 2009
  8. Angaben zum Museum auf der Seite des Flughafens (englisch), abgerufen am 7. April 2013
  9. Meldung auf xinhuanet.com vom 24. Januar 2012, abgerufen am 24. Januar 2012

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