| Brussels Airlines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | SN | |
| ICAO-Code: | BEL (bis Okt. 2008: DAT)[1] | |
| Rufzeichen: | BEE-LINE | |
| Gründung: | 2007 | |
| Sitz: | Brüssel, Belgien | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Brüssel-Zaventem | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Miles & More | |
| Flottenstärke: | 46[2] | |
| Ziele: | National und international | |
Brussels Airlines ist eine belgische Fluggesellschaft mit Sitz in Brüssel und Basis auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem. Sie ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.
Inhaltsverzeichnis |
Brussels Airlines wurde durch den Zusammenschluss der SN Brussels Airlines, die aus der traditionsreichen Sabena hervorging, und der Virgin Express gegründet. Am 25. März 2007 fand der erste Flug unter dem Namen Brussels Airlines und dem IATA-Code SN, der von der SN Brussels Airlines übernommen wurde, statt. Den Code trugen auch schon die Flüge der Sabena, dies soll die Herkunft der Fluggesellschaft zum Ausdruck bringen. Die Sabena war in Belgien sehr beliebt und ein Teil des Nationalstolzes. Ihr Bankrott entwickelte sich zu der größten Firmenpleite in der belgischen Geschichte. Da das Schicksal der Sabena damals durch ausländische Investoren wie die Swissair besiegelt wurde, wurde bei der Gründung der SN Brussels Airlines höchste Priorität auf die Beibehaltung der belgischen Identität und Eigenständigkeit gelegt. Eigentümer der neuen Gesellschaft Brussels Airlines waren aus diesen Gründen 40 belgische Investoren, die gemeinsam einen Anteil von knapp über 70 Prozent der Aktien verwalteten. Durch den Zusammenschluss mit der Virgin Express Ende 2004 wurde allerdings die Fluggesellschaft Virgin Atlantic des Unternehmers Richard Branson größter Anteilseigner.[3] 2007, im ersten Jahr der Firmengeschichte, beförderte Brussels Airlines 5,8 Millionen Passagiere und erreichte damit einen Netto-Gewinn von 23,1 Millionen Euro.
Ende 2007 gründete Brussels Airlines zusammen mit Hewa Bora Airways die mauretanische Fluggesellschaft Pan African Airlines unter dem Namen "airDC" neu.[4] Nach dem Flugzeugabsturz einer Hewa-Bora-Maschine am 15. April 2008 revidierte Brussels Airlines die Zusammenarbeit.[5] Ein erneuter Versuch der Einführung der "airDC" wurde unwahrscheinlich, nachdem die ehemaligen Partner Hewa Bora und Brussels Airlines wieder in einen Konkurrenzkampf auf der Strecke Brüssel-Kinshasa getreten sind.[6]
Aufgrund des steigenden Ölpreises hat sich Brussels Airlines 2008 das Ziel gesetzt, nach neuen Möglichkeiten der Spritersparnis zu suchen. So fliegen die Flugzeuge langsamer[7] und die ohnehin unnötigen Aschenbecher wurden aus den Sitzen entfernt. Des Weiteren streicht Brussels Airlines jedes Jahr Flüge am 1. Januar, bis auf die Flüge aus und nach Afrika. Der Neujahrstag sei mit zu hohen Kosten verbunden. Ebenfalls im Jahr 2008 hat Brussels die BAe 146-200 ausgeflottet. Der letzte Flug einer dieser Maschinen war gleichzeitig auch der letzte Flug zwischen dem nun stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof und Brüssel.[8]
Am 15. September 2008 kündigte die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa an, zunächst 45 Prozent der Anteile an Brussels Airlines zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich ab 2011, sollten dann die restlichen Anteile übernommen werden.[9] Die Europäische Kommission hat die Transaktion am 22. Juni 2009 genehmigt.[10] Am 19. September 2008 kündigte die Star Alliance an, Brussels Airlines voraussichtlich im Dezember 2009 in ihren Verbund aufzunehmen. Die Aufnahme wurde am 11. Dezember 2008 bestätigt.[11]
Am 24. März 2009 kündigten Brussels Airlines und die Deutsche Lufthansa die Erweiterung ihrer Kooperationen an. So sollen auf den Strecken zwischen Brüssel und Frankfurt, Berlin, Hamburg, Hannover, Nürnberg und Stuttgart Code-Share-Flüge durchgeführt werden. Die gegenseitige Benutzung von Flughafen-Lounges und das Sammeln von Bonusmeilen soll vereinfacht werden.[12] Mittlerweile wurden auch afrikanische Destinationen einbezogen. Seit dem 1. Juli 2009 gehört Brussels Airlines zum Lufthansa-Konzern.[13] Seit dem 9. Dezember 2009 ist Brussels Airlines zudem Mitglied der Star Alliance.[14] Brussels Airlines ist auch Mitglied der Association of European Airlines.
Seit dem 26. Oktober 2009 ist Brussels Airlines Miles & More dem Vielfliegerprogramm unter Führung der Lufthansa angeschlossen, welches das eigene Programm Privilege ersetzt hat.[15]
Im Sommer 2010 wurden Medienberichte veröffentlicht, nach denen die Gründung einer neuen kongolesischen Fluglinie durch Brussels Airlines mit Hilfe der Muttergesellschaft Lufthansa und lokalen Investoren unter dem Projektnamen Korongo Airlines in Planung sei.[16]
Der obere Teil des Flugzeugrumpfs ist weiß, der untere Teil pastellgrau lackiert, Heck und Seitenleitwerk sind dunkelblau. Auf den Seitenleitwerken ist ein aus 14 roten Punkten bestehendes b auf dunkelblauem Grund zu sehen. Eigentlich waren 13 Kugeln geplant, doch wurde eine 14. Kugel hinzugefügt, um abergläubische Fluggäste nicht zu verschrecken.[17] Im Inneren erwarten den Passagier dunkelblaue Ledersitze. Die vorher fast komplett roten Flugzeuge der Virgin Express wurden direkt umlackiert und an das neue Corporate Design angepasst. Anders hingegen die Flugzeuge der SN Brussels Airlines:
Erste Variante: Nur das b-Logo ist bereits am Rumpf - Sonst wie damals
Zweite Variante: Das Seitenleitwerk hat nun auch ein b-Logo
Richtiges Erscheinungsbild: Komplett im neuen Design.
Erste Variante: Das alte Sabena-S wurde auf manchen Maschinen noch weiter genutzt. Es flogen nicht sofort alle alten SN Brussels Airlines Flugzeuge in den neuen Farben. Hier wurde dann nur das SN am Flugzeugrumpf durch ein kleines b ersetzt (siehe Bilder-Kasten rechts).
Einige BAe-146-Maschinen flogen noch bis ins Jahr 2008 in alten Farben der ersten Variante. Mittlerweile ist keine Maschine mit dem geschichtsträchtigen S-Tail mehr für die Brussels Airlines im Einsatz.
Zweite Variante: Mittlerweile ist man dazu übergegangen, ein rotes b anstelle des Sabena-S auf die mittelblauen Seitenleitwerke mit der alten Lackierung zu platzieren (Stand: November 2007).[18]
Auch diese dem neuen Design auf den ersten Blick sehr ähnliche Übergangslackierung hat noch eine orangefarbige Seitenlinie der alten SN-Lackierung und einen nicht komplett grau ausgefüllten Rumpf.
Auf den meisten europäischen Flügen bietet Brussels Airlines ab dem 28. März 2009 drei verschiedene Ticketarten an:[19]
Die Fluggesellschaft fliegt vorwiegend europäische, aber auch afrikanische und asiatische Ziele vom Flughafen Brüssel-Zaventem aus an. Die afrikanischen Ziele waren bereits bei Sabena einige der wichtigsten Ziele und werden durch Brussels Airlines fortgeführt. In Deutschland landen und starten Flugzeuge der Brussels Airlines in Berlin-Tegel, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Brussels Airlines war eine der wenigen verbliebenen internationalen Fluggesellschaften, die den historischen Flughafen Berlin-Tempelhof noch bis fünf Tage vor seiner Schließung am 30. Oktober 2008 anflogen. In Österreich wird die Hauptstadt Wien mehrmals täglich bedient und in der Schweiz Basel, Genf und Zürich.
Über ein Codeshare-Abkommen mit American Airlines werden Ziele innerhalb Amerikas über New York-John F. Kennedy oder Chicago-OHare realisiert. Direktflüge nach Toronto werden mit Jet Airways angeboten. Nach Peking kommt man mit Hainan Airlines-Maschinen.[20] Weitere Vereinbarungen wurden mit Lufthansa, Austrian Airlines, bmi, El Al, Ethiopian Airlines, Flybe, LOT Polish Airlines, Hainan Airlines, Jet Airways, SWISS, Malmö Aviation, Cyprus Airways, Air Malta, Malev, Croatia Airlines, Ukraine International Airlines, TAP Portugal, Tarom, Lithuanian Airlines und Europe Airpost geschlossen.
Mit Stand Januar 2012 besteht die Flotte der Brussels Airlines aus 52 Flugzeugen[21] mit einem Durchschnittsalter von 13,5 Jahren[22]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt | Anmerkungen | Sitzplätze[23] |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 9 | 132 | ||
| Airbus A320-200 | 2 | 180 | ||
| Airbus A330-200 | 2 | werden derzeit von Swiss übernommen | ||
| Airbus A330-300 | 5 | 284 | ||
| Avro RJ85 | 10 | 82 | ||
| Avro RJ100 | 12 | 97 | ||
| Boeing 737-300 | 4 | 142 | ||
| Boeing 737-400 | 4 | 164 | ||
| Gesamt | 48 | - |
Zurzeit ist eine Dash 8 von Austrian Arrows geleast.
Gründungsmitglieder: Air Canada | Lufthansa | SAS Scandinavian Airlines | Thai Airways International | United Airlines
Weitere Mitglieder: Adria Airways | Aegean Airlines | Air China | Air New Zealand | All Nippon Airways | Asiana Airlines | Austrian | British Midland Airways | Brussels Airlines | Continental Airlines | EgyptAir | Ethiopian Airlines | LOT | Singapore Airlines | South African Airways | Swiss International Air Lines | TAM Linhas Aéreas | TAP Portugal | Turkish Airlines | US Airways
Regionale Mitglieder: Blue1 | Croatia Airlines
Beschlossene Beitritte: Avianca | TACA | Copa Airlines | Shenzhen Airlines
Ehemalige Mitglieder: Ansett Australia | Mexicana de Aviación | Shanghai Airlines | Spanair | VARIG
Tochtergesellschaften (100,0 %): Lufthansa Cargo | Germanwings | Swiss | Austrian Airlines | British Midland Airways
Lufthansa Regional: Air Dolomiti | Augsburg Airways | Contact Air | Eurowings | Lufthansa CityLine
Kapitalbeteiligungen: JetBlue Airways (19,0 %) | Luxair (13,0 %) | Brussels Airlines (45,0 %) | Jade Cargo International (25,0 %)
Technik: Lufthansa Technik | Lufthansa Technical Training | Lufthansa Flight Training | Lufthansa Systems
Catering: LSG Sky Chefs
Sonstige: AirPlus | Fraport | Terminal 2 am Flughafen München | Delvag | Miles & More
Allianzen: Star Alliance | Lufthansa Regional | WOW