| Delta Air Lines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | DL | |
| ICAO-Code: | DAL | |
| Rufzeichen: | DELTA | |
| Gründung: | 1928 | |
| Sitz: | Atlanta, Vereinigte Staaten | |
| Drehkreuz: |
Atlanta, Salt Lake City, Cincinnati, New York JFK, Detroit, Minneapolis,Memphis |
|
| Heimatflughafen: | Atlanta | |
| Leitung: | Richard Anderson (CEO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 51.300 | |
| Fluggastaufkommen: | 161,049 Millionen (2009) | |
| Allianz: | SkyTeam | |
| Vielfliegerprogramm: | SkyMiles | |
| Flottenstärke: | 1221 (+ 142 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
Delta Air Lines, kurz Delta, ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in Atlanta. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam und gegenwärtig gemessen an der Anzahl der Flugzeuge und dem Passagieraufkommen die größte Fluggesellschaft der Welt. Laut IATA-Statistik flogen im Jahre 2010 111,2 Mio. Fluggäste mit Delta Air Lines.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Die Ursprünge der heutigen Fluggesellschaft gehen auf das Jahr 1924 zurück, als in Macon (Georgia) eine landwirtschaftliche Fluggesellschaft unter dem Namen Huff Daland Dusters zur Kulturenbestäubung gegründet wurde. Sie wurde 1928 in Delta Air Service umbenannt. 1945 erhielt sie ihren heutigen Namen.[2]
1987 konnte Delta die Gesellschaft Western Airlines mit deren Luftfahrt-Drehkreuzen in Salt Lake City und Los Angeles übernehmen und so zur viertgrößten Fluggesellschaft der USA und zur fünftgrößten der Welt aufsteigen. 1991 wurde das transatlantische Streckennetz, sowie das Drehkreuz in New York JFK, der traditionsreichen und weltweit bekanntesten Fluggesellschaft Pan American World Airways gekauft.
Zusammen mit American Airlines, United Airlines, US Airways, Continental Airlines und Boeing reichte Delta Air Lines aufgrund der Anschläge vom 11. September 2001 eine Klageschrift gegen FBI und CIA ein. Ziel war die Klärung der Frage, ob die Luftfahrt-Branche eine Mitschuld an den Terroranschlägen trägt und/oder ob ihre Reaktionen richtig und angemessen waren.[3]
Das Unternehmen baute von 2001 bis 2004 mehr als 20.000 Stellen ab und im Frühjahr 2004 stellte das Management nochmals 7.000 Arbeitsplätze zur Disposition. Ab Herbst 2004 versuchte Delta eine drohende Insolvenz durch einen harten Sanierungsplan abwenden, der bis zum Jahr 2006 Einsparungen in Höhe von sechs Milliarden US-Dollar vorsah. Angesichts der hohen Treibstoffpreise und bezogen auf den jährlichen Umsatz von rund fünfzehn Milliarden US-Dollar[4] wurde der Plan in Presseberichten von Beginn an als reine Makulatur bezeichnet. Im Sommer 2005 musste Delta angesichts weiter steigender Treibstoffpreise und anderer Kosten die Tochtergesellschaft Atlantic Southeast Airlines für 425 Millionen US-Dollar an die regionale Fluggesellschaft SkyWest Airlines verkaufen, um mit den Einnahmen Schulden in Höhe von 100 Millionen US-Dollar abzuzahlen.
Im zweiten Quartal 2005 konnte Delta die Verluste auf 388 Millionen US-Dollar reduzieren - nach fast zwei Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Am 14. September 2005 beantragte Delta Insolvenz nach Chapter 11, was nach US-Recht bei laufendem Betrieb möglich ist. Insgesamt hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Schuldenberg von 20 Milliarden Dollar angehäuft.
Eine während des Jahreswechsels 2006/2007 angestrebte feindliche Übernahme durch das Konkurrenzunternehmen US Airways konnte die Gesellschaft abwehren. Am 27. April 2007 gab Delta Air Lines bekannt, den Gläubigerschutz zum 30. April zu verlassen. Ab 3. Mai 2007 wurden an der New Yorker Börse neue Aktien ausgegeben und zu einem Großteil an die Gläubiger verteilt. Die alten Aktien der Gesellschaft wurden zu diesem Zeitpunkt wertlos.[5][6][7]
Am 14. April 2008 gaben Delta Air Lines und Northwest Airlines bekannt, sich zur derzeit größten Fluggesellschaft der Welt zusammenschließen zu wollen. Die gemeinsame Gesellschaft wird unter dem Namen Delta vom bisherigen Delta-Chef Richard Anderson geleitet.[8] Die US-Kartellbehörde stimmte am 29. Oktober 2008 der Fusion zu, so dass mit Wirkung von diesem Tag die Fusion abgeschlossen wurde.[9]
Von ihrem Hauptdrehkreuz Atlanta, sowie von New York und Detroit aus bedient Delta Air Lines eine Vielzahl von europäischen Zielen. Durch Übernahme von Northwest Airlines besitzt Delta zudem einen Hub in Tokio-Narita und Amsterdam, die von mehreren US-amerikanischen und asiatischen Flughäfen aus angeflogen werden. Der von Pan Am übernommene Hub in Frankfurt wurde schrittweise aufgegeben. Seit 2009 fliegt Delta täglich auf der Strecke Los Angeles - Sydney.
Delta Air Lines fliegt täglich von Atlanta nach Frankfurt (eingesetztes Fluggerät Boeing 767-400ER, während des Sommerflugplans Boeing 777-200ER), München, Stuttgart und Düsseldorf (jeweils mit Boeing 767-300ER). Frankfurt wird außerdem ebenso wie Berlin-Tegel von New York-JFK aus angeflogen (eingesetztes Fluggerät Boeing 767-300ER). Ab dem 3.September 2011 wird die Strecke Berlin - New York-JFK aufgrund von hohen Treibstoffkosten und geringer Auslastung eingestellt.[10] Von Northwest Airlines übernahm Delta zudem die tägliche Route Detroit - Frankfurt. Die mehr als 20 Jahre bediente Strecke Cincinnati - Frankfurt (zuletzt mit Boeing 767-300ER) wurde 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise aufgegeben.
Die Marke Delta Air Lines umfasst die Hauptflotte des Konzerns sowie die der zum 1. Januar 2010 eingegliederten ehemaligen Tochtergesellschaft Northwest Airlines (NWA), die seither zusammen unter einem AOC operieren. Mit Stand August 2011 besteht diese Flotte aus 755 Maschinen[11]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[12][13] | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 57 | 5 | stammen von NWA |
| Airbus A320-200 | 69 | 2 | stammen von NWA |
| Airbus A330-200 | 11 | stammen von NWA; erste Auslieferung am 21. Juli 2004; Delta ist größter US-Betreiber des A330 | |
| Airbus A330-300 | 21 | stammen von NWA; erste Auslieferung am 8. Juli 2003 | |
| Boeing 737-700 | 10 | erste Auslieferung am 31. Juli 2008 | |
| Boeing 737-800 | 73 | erste Auslieferung am 22. Oktober 1998 | |
| Boeing 737-900ER | 100 | Auslieferung voraussichtlich ab 2013 bis 2018[14] | |
| Boeing 747-400 | 16 | stammen von NWA; erste Auslieferung am 26. Januar 1989 | |
| Boeing 757-200 | 175 | 47 stammen von NWA; erste Auslieferung am 5. November 1984; Delta ist weltgrößter Betreiber der 757 | |
| Boeing 757-300 | 16 | stammen von NWA; erste Auslieferung am 20. Juli 2002 | |
| Boeing 767-300 | 15 | erste Auslieferung am 29. Oktober 1982 | |
| Boeing 767-300ER | 61 | ||
| Boeing 767-400ER | 21 | erste Auslieferung am 11. August 2000; neben Continental ist Delta einziger Betreiber der "-400". | |
| Boeing 777-200ER | 8 | erste Auslieferung am 24. März 1999 | |
| Boeing 777-200LR | 10 | ||
| Boeing 787-8 | 18 | Auslieferung voraussichtlich ab 2020 | |
| Douglas DC-9-50 | 30 | stammen von NWA und werden sukzessive ersetzt; Delta ist der letzte größere Betreiber der DC-9 | |
| McDonnell Douglas MD-88 | 117 | ||
| McDonnell Douglas MD-90 | 45 | ||
| Summe Delta Air Lines | 755 | 125 |
Unter der Dachmarke Delta Connection betreiben mehrere unabhängige Regionalfluglinien und drei Tochtergesellschaften der Delta Air Lines ein umfangreiches Netzwerk an Regional- und Zubringerflügen.[15][16][17][18][19][20][21][22][23]
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Bombardier CRJ100 | 62 | betrieben von Comair im Namen von Delta Connection | |
| Bombardier CRJ200 | 196 | betrieben von Atlantic Southeast Airlines (109), Comair (36) und Skywest (51) im Namen von Delta Connection | |
| Bombardier CRJ700 | 66 | betrieben von 38 Atlantic Southeast Airlines (38), 15 Comair (15) und Skywest (13) im Namen von Delta Connection | |
| Bombardier CRJ900 | 44 | 17 | betrieben von Skywest (17), Comair (13), Pinnacle Airlines (7) und Freedom Airlines (7) im Namen von Delta Connection |
| Embraer EMB 120 | 12 | betrieben von Skywest Airlines im Namen von Delta Connection | |
| Embraer ERJ 145 | 46 | betrieben von Chautauqua Airlines (23) und Freedom Airlines (23) im Namen von Delta Connection | |
| Embraer 170 | 15 | betrieben von Shuttle America im Namen von Delta Connection | |
| Embraer 175 | 17 | betrieben von Shuttle America im Namen von Delta Connection | |
| Summe Delta Connection | 466 | 17 |
Delta Air Lines hat es sich zum Ziel gesetzt, die bevorzugte Fluggesellschaft für Menschen mit Behinderung zu werden und bei den angebotenen Leistungen eine generelle Zugänglichkeit (Stichwort Universelles Design) für jeden Passagier sicherzustellen.[24] An Bord sollen sein:
Organisationen für Menschen mit Behinderungen werfen Delta Air Lines dennoch vor, auf die Rechte von PRMs (Persons with Reduced Mobility) nicht genügend einzugehen. So können einige der barrierefrei ausgezeichneten Toiletten aufgrund der Enge der WC Kabine mit dem Bordrollstuhl nicht befahren werden.[25]
Aeroflot | Aeroméxico | Air Europa | Air France | Alitalia | China Southern Airlines | Czech Airlines |
Delta Air Lines | Kenya Airways | KLM | Korean Air | TAROM | Vietnam Airlines
Alexander & Baldwin | AMR Corporation | C. H. Robinson Worldwide | Con-way | CSX Transportation | Delta Air Lines | Expeditors International of Washington | FedEx | General American Transportation Corporation | J.B. Hunt | JetBlue Airways | Kansas City Southern | Landstar System | Norfolk Southern Railway | Overseas Shipholding Group | Ryder System | Southwest Airlines | Union Pacific Railroad | United Continental Holdings | United Parcel Service