| Flughafen Basel-Mülhausen Markenname: EuroAirport |
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Terminal bei Nacht
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| Kenndaten | |||
| IATA-Code | BSL für Basel MLH für Mulhouse, EAP für EuroAirport |
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| ICAO-Code | LFSB für Mulhouse LSZM für Basel |
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| Koordinaten | |||
| Verkehrsanbindung | |||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 6 km nordwestlich von Basel 30 km südöstlich von Mulhouse 77 km von Freiburg im Breisgau |
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| Straße | Buslinie 50 <> Basel SBB; Zollfreistrasse; Autobahn A35 / A3 | ||
| Basisdaten | |||
| Eröffnung | 8. Mai 1946 | ||
| Terminals | 2 | ||
| Passagiere | 5'053'664 (2011)[1] | ||
| Luftfracht | ca. 104000 t (2011)[1] | ||
| Flug- bewegungen |
87568 (2011)[1] | ||
| Start- und Landebahnen | |||
| 08/26 | 1819 m × 60 m Beton | ||
| 15/33 | 3900 m × 60 m Beton | ||
Der internationale Flughafen Basel-Mülhausen (Markenname seit 1987: EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg) liegt 6 km nordwestlich von Basel (Schweiz) und 30 km südöstlich von Mulhouse (Frankreich) auf den Gemarkungen der französischen Gemeinden Hésingue (Häsingen) und Saint-Louis im Departement Haut-Rhin. Weltweit einmalig wird der Flughafen von zwei Staaten gemeinsam betrieben. Da er auch für den südwestdeutschen Raum große Bedeutung hat, bekam er den Zusatz Freiburg; südbadische Vertreter sind im Verwaltungsrat und im trinationalen Beirat, allerdings ohne Stimmrecht, vertreten. Vor Eröffnung des EuroAirports wurden die Schweizer Flüge vom Flugplatz Basel-Sternenfeld in Birsfelden abgewickelt, während Mülhausen durch den Flugplatz Mülhausen-Habsheim angeflogen wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Der erste Flughafen von Basel, Vorläufer des heutigen internationalen Airports, wurde 1920 auf dem "Sternenfeld" im Gemeindegebiet von Birsfelden eröffnet. Im Zuge der steigenden betrieblichen Anforderungen erwies sich dieser Standort bald als zukunftsuntauglich, weil nicht ausbaufähig, so dass bereits in den 1930er Jahren die Idee entstand, mit dem elsässischen Flughafen Habsheim zu einem binationalen Flughafen auf französischem Gebiet zu fusionieren.
Die entsprechenden Verhandlungen wurden durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zunächst unterbrochen, jedoch nach Kriegsende rasch wiederaufgenommen; bereits am 8. Mai 1946 wurde nach nur zweimonatiger Bauzeit auf dem Gebiet der elsässischen Gemeinde Blotzheim der neue Flughafen Basel-Mulhouse eingeweiht. Der entsprechende Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Frankreich wurde am 4. Juli 1949 unterschrieben[2]. Er legte fest, dass Frankreich das Gelände zur Verfügung stellte und die Schweiz die Pisten und Gebäude baute. Für die Kontrolle des Flugbetriebs sollte Frankreich nach französischem Recht zuständig sein.
In den folgenden Jahren kam es zu zahlreichen Erweiterungen der Infrastruktur. 1952 wurde die Ost-West-Piste, 1953 die Nord-Süd-Blindlandebahn fertiggestellt; die Hauptlandebahn verlängerte man 1978 auf 3.900 Meter. 1970 wurde ein neuer Passagierterminal mit einer Kapazität von einer Million Fluggästen eingeweiht, der 2002 um den Terminal Nord und 2005 um den Terminal Süd erweitert wurde. 1987 führte man das Markenzeichen "EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg" ein.
Seit der Abtretung des Blotzheimer Ortsteils Neuweg (La Chaussée) an die Stadt St. Louis im Jahr 1958 liegt der Flughafen nicht mehr auf Blotzheimer Gemeindegebiet, sondern auf den Gemarkungen von Hésingue und St. Louis.
Der Flughafen ist ein binationaler Flughafen mit trinationaler Verkehrsleistung im Dreiländereck, in dem er neben Frankreich und der Schweiz auch noch Deutschland abdeckt. Für die Schweiz ist der EuroAirport der drittgrößte Flughafen; größer sind die Flughäfen Zürich und Genf. In Frankreich gehört er zu den zehn wichtigsten Flughäfen und ist dort fünftgrößter Regionalflughafen.
2001 hatte der Flughafen mit rund 3,5 Millionen Passagieren ein gutes Ergebnis. Im Jahr 2002 gab es aufgrund des Konkurs der Swissair einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Passagiere und beim Frachtaufkommen. Der Rückgang setzte sich 2003 fort: Nur noch rund 2,5 Millionen Passagieren benutzten den Flughafen.
2004 begann die Wende mit einer leichten Steigerung um 2 %. Seit 2005 boomt der Flughafen dank der Fluggesellschaft EasyJet (Low-Cost-Carrier), die ab Basel-Mulhouse zahlreiche Destinationen anbietet. So verzeichnete der Flughafen eine Steigerung um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für 2008 rechnete Flughafendirektor Jürg Rämi mit einem Plus von 5 Prozent bei den Passagierzahlen. Durch die Fußball-Europameisterschaft erhoffte sich der Flughafen Basel-Mülhausen 50'000 zusätzliche Passagiere, tatsächlich waren es aber nur 25'000 (890 zusätzliche Flugbewegungen). Im Jahr 2011 gab der Flughafen das höchste Passagieraufkommen seit seiner Eröffnung bekannt: Mit 5,05 Millionen Passagieren wurde das bisher beste Ergebnis aus dem Jahr 2007 um 18,3 % übertroffen. Insgesamt wurden 87568 Starts und Landungen registriert.
Für 2012 rechnet der Flughafen mit einem Passagier Wachstum um 3 % auf etwa 5,2 Millionen Passagiere und einem Wachstum des Frachtaufkommens von etwa 8%.
| Jahr | Passagiere | +/¹ | Fracht in t | +/¹ | Flugbewegungen | +/¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001 | 3'550'696 | 114'269 | 120'865 | |||
| 2002 | 3'058'416 | 14 % | 80'151 | 29 % | 109'104 | 10 % |
| 2003 | 2'489'676 | 23 % | 81'277 | +1 % | 87'998 | 24 % |
| 2004 | 2'549'127 | +2 % | 88'311 | +9 % | 77'670 | 12 % |
| 2005 | 3'315'696 | +30 % | 83'580 | 5 % | 82'142 | +6 % |
| 2006 | 4'020'320 | +21 % | 95'770 | +16 % | 81'865 | 0,3 % |
| 2007 | 4'272'904 | +6 % | 107'309 | +12 % | 82'025 | +0,2 % |
| 2008 | 4'261'980 | -0 % | 101'111 | -6 % | 81'119 | -1 % |
| 2009 | 3'854'770 | -9,6 % | 85'022 | -15,9 % | 74'992 | -7,6 % |
| 2010 | 4'129'052 | +7,0 % | 107'390 | +26,0 % | 77'152 | +3,0 % |
| 2011 | 5'053'664 | +22 % | ca. 104000 | -4 % | 87568 | +14 % |
¹ Veränderung gegenüber Vorjahr
Der EuroAirport liegt auf französischem Staatsgebiet und ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen nach internationalem Recht mit Sitz in Frankreich, genießt aber durch einen französisch-schweizerischen Staatsvertrag aus dem Jahr 1949 einen binationalen Status. In diesem Rahmen umfasst der Euro-Airport einen schweizerischen Zollsektor auf französischem Staatsgebiet
Man kann in beiden Fällen auch an die französische bzw. schweizerische Seite des Flughafens fahren, wobei die Zollkontrolle dann an einem Straßenzollamt außerhalb des Flughafengeländes erfolgt.
Am 27. März 2009 ist die Schweiz dem Schengener Abkommen vollumfänglich beigetreten. Somit hat sich auch das etwas komplizierte Verfahren geändert und ist in etwa dem üblichen Prozedere der meisten anderen Flughäfen in Europa angepasst worden.
Der EuroAirport hat drei IATA-Codes BSL, MLH und EAP, wobei letzterer der "Area-Code" ist, der "beide Flughäfen" umfasst. Wenn man einen Flug mit dem EuroAirport als Start oder Reiseziel bucht, sollte man also nach zwei verschiedenen Destinationen suchen, was man am besten dadurch bewerkstelligt, dass man den Area-Code EAP eingibt.
Air-France-Flüge nach Orly werden nur von MLH verkauft, nach Roissy von BSL und MLH. Buchungstechnisch wird dieser Dienst als Flug von BSL nach CDG mit einer Zwischenlandung in MLH geführt (Beispielsweise BSL-MLH 0700-0701, "Zwischenstop" 0701-0702, "Weiterflug" MLH-CDG 0702-0810; dabei wird der "Flug" von BSL nach MLH zu Fuß zurückgelegt). Das führt dazu, dass MLH-CDG als Inlandsflug erheblich billiger ist als BSL-(MLH-)CDG, das gemäß der internationalen Preissystematik verkauft wird. Auch bei internationalen Flügen können sich die Tarife BSL-Ziel und MLH-Ziel erheblich unterscheiden.
Swiss International Air Lines verkauft lediglich Flüge von und nach BSL. Vor der Liberalisierung der Verkehrsrechte zwischen der Schweiz und der EU unterhielt Crossair (und später Swiss) die französische Tochtergesellschaft Europe Continental Airways, die unter dem Markennamen "Crossair Europe" mit französisch registrierten Flugzeugen und französischer Betriebsgenehmigung von MLH aus Flüge anbot, zu deren Durchführung Schweizer Gesellschaften nicht berechtigt gewesen wären.
Unabhängig vom Ziel per dem Ticket können Passagiere frei wählen zwischen den Ausgängen nach Frankreich und in die Schweiz.
Der EuroAirport ist ein hervorragender Flughafen um Planespotting zu betreiben. In der Nähe von Blotzheim gibt es eine Aussichtsplattform, genannt «Belvédère». Von dort aus hat man eine sehr gute Sicht auf die Piste 15 und die dort landenden Flugzeuge. Wenn die Piste 33 in Betrieb ist, kann man an der Pistenachse am Zaun stehen um zu spotten.
Die einzige in Europa noch aktive Super Constellation hat auf dem EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg während der Flugsaison ihre Heimbasis und veranstaltet zwischen April und September Schauflüge in beinahe ganz Europa. Das Winterquartier des von der Super Constellation Flyers Association betriebenen Flugzeugs ist auf dem Black Forest Airport bei Lahr.
Genauere Angaben zu den Unfällen siehe die verlinkten Seiten.
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