| Düsseldorf Airport |
|
|---|---|
| Kenndaten | |
| ICAO-Code | EDDL |
| IATA-Code | DUS |
| Koordinaten | |
| Verkehrsanbindung | |
| Entfernung vom Stadtzentrum | 6 km nördlich von Düsseldorf, 4 km südwestlich von Ratingen |
| Straße | Autobahn A 44 |
| Bahn | ICE, IC, EC |
| Nahverkehr | am Terminal: S-Bahn-Linie 11 Buslinien SB51, 721, 760 und 896 Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen: Regionalexpress-Linien 1, 2, 3, 5 und 6 S-Bahn-Linie 1 Buslinien SB51, 729, 759 und 776 |
| Basisdaten | |
| Eröffnung | 1927 |
| Betreiber | Flughafen Düsseldorf GmbH |
| Fläche | 613 ha |
| Terminals | A, B; C |
| Passagiere | 20.83 Mio. (2012) |
| Luftfracht | 101.558 Tonnen (2012) |
| Flug- bewegungen |
217.219 (2012) |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
22 Millionen Passagiere |
| Beschäftigte | 17.500 |
| Start- und Landebahnen | |
| 05R/23L | 3000 m × 45 m Beton |
| 05L/23R | 2700 m × 45 m Beton |
Der Düsseldorf Airport ist der drittgrößte deutsche Flughafen und das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen. Der im Norden der Landeshauptstadt Düsseldorf nördlich der Bundesautobahn 44, vorwiegend im Stadtteil Lohausen gelegene Flughafen wurde am 19. April 1927 eröffnet.
Gemessen am Passagieraufkommen liegt der Düsseldorfer Flughafen in Deutschland an dritter Stelle nach Frankfurt am Main und München.[1] Im Jahre 2011 nutzten über 20 Millionen Passagiere den Flughafen,[2] der von 77 Fluggesellschaften mit 180 Zielen in 50 Ländern verbunden wird. Mit einer Steigerung der Passagierzahlen von 7 Prozent war der Flughafen Düsseldorf im Jahr 2010 der am stärksten wachsende Großflughafen Deutschlands.[3] Mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Euro und einem Ergebnis von 57 Millionen Euro zählte er im Geschäftsjahr 2010 zu den sechs profitabel wirtschaftenden Flughäfen Deutschlands.[4] Nach dem Scheitern von Anwohnerklagen wächst der Flughafen weiter, vor allem der Interkontinental- und Tourismusbetrieb, nachdem etwa die Lufthansa und Air Berlin vormals der Ferienflieger LTU ihre Angebote ausgebaut haben. Der Flughafen ist die Heimatbasis der Fluggesellschaft Eurowings.
Der Flughafen liegt unmittelbar am nördlichen Siedlungsrand der Landeshauptstadt, unweit der Messe Düsseldorf und des Zentrums der Stadt, und ist an den öffentlichen Nahverkehr und an das Autobahnnetz gut angebunden. Düsseldorf Airport entwickelt sich durch dort verkehrende Fluggesellschaften, die in große weltweite Luftfahrtallianzen eingebunden sind, zunehmend zum Luftfahrt-Drehkreuz für Interkontinentalverbindungen nach Nordamerika und Asien. Mit einer Höhe von 87 Metern verfügt der Flughafen über den höchsten Kontroll-Tower Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis |
Der Flughafen wurde auf dem Gelände der Golzheimer Heide gebaut, das durch Sandanwehungen aus der letzten Eiszeit entstanden war. Das Gebiet war zuvor als Übungsgelände für Ulanen und Husaren aus Derendorf und Golzheim genutzt worden. Am späteren Ort der LTU-Wartungshalle stand ein Kartäuser-Kloster. Die Luftschiffbegeisterung führte 1909 zum Bau der ersten Luftschiffhalle südlich des heutigen Flughafengewerbeparks. Hier konstruierte Albert Paul Veeh ab 1911 das Luftschiff Veeh 1. Am 22. Juni 1911 besuchte Graf Zeppelin die Anlagen. 1913 erfolgte der Bau der ersten militärischen Luftschiffhalle südlich von Zeppenheim, also im nordwestlichen Gebiet des heutigen Flughafengeländes. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfolgte schon 1914 ein Angriff des Royal Flying Corps auf diese Halle, das erste Luftkriegsereignis im Rheinland. Nach dem Weltkrieg waren französische Truppen in der Golzheimer Heide stationiert. Nach deren Abzug 1925 setzte Düsseldorf dort seinen Flughafen durch, gegen die preußische Regierung in Berlin, die Essen und Köln bevorzugte. Der Flughafen Düsseldorf wurde offiziell am 19. April 1927 durch den damaligen Oberbürgermeister Robert Lehr eröffnet. Am 5. Oktober 1927 starteten vom Flugfeld Golzheimer Heide aus die ersten Propeller-Maschinen der Luftverkehrsgesellschaft Ruhrgebiet in Richtung Berlin, München und Malmö. 1933 wurden Lagerräume und Werkstätten für die Lufthansa errichtet. Ein befestigtes Hallenvorfeld erweiterte das Abfertigungszentrum um 2200 Quadratmeter. 1936 errichtete die deutsche Luftwaffe auf dem Flughafengelände einen Fliegerhorst. Am 3. September 1939 wurde der zivile Luftverkehr eingestellt, und die Luftwaffe übernahm den gesamten Flughafen. Ab 1943 war der Flughafen Ziel von Fliegerangriffen der Alliierten. Am 23. Dezember 1944 wurden durch die Angriffe alle Hallen des Flughafens zerstört. Am 18. April 1945 wurden der Flughafen von US-Truppen besetzt und die nicht zerstörten Gebäude als Unterkünfte genutzt.
Im März 1949 wurde die zivile Luftfahrt nach Reparaturarbeiten an Gebäuden und Startbahnen wieder aufgenommen. Am 1. Dezember 1950 übergaben die britischen Streitkräfte die Verwaltung des Flughafens an die Deutschen zurück. 1952 wurde die Hauptstartbahn auf 2475 Meter verlängert.
Der einzige wesentliche Flugunfall ereignete sich am 3. November 1957, als eine Douglas DC-4 kurz nach dem Start in ein Kleingartengelände in Düsseldorf-Derendorf abstürzte. Sieben von zehn Insassen und eine Person am Boden starben.[5][6]
1969 wurde mit den Bauarbeiten für die neue Abfertigungsanlage begonnen, die Hauptstartbahn wurde auf 3000 Meter verlängert. Das Terminal II (heute: Terminal B) wurde 1973 seiner Bestimmung übergeben.[7] Im Oktober 1975 wurde eine S-Bahn-Strecke (S 7) von Düsseldorf Hauptbahnhof zum Flughafen (Düsseldorf Flughafen Terminal) eröffnet (heute als S 11 über Köln bis Bergisch Gladbach). 1965 wurde zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den umliegenden Kommunen vor dem Oberverwaltungsgericht Münster der so genannte Angerland-Vergleich geschlossen. Er ist bis heute gültig und legte unter anderem die Kapazität des Flughafens (Einbahnkapazität, Endausbaukapazität) und das geltende Nachtstartverbot fest. Die fortdauernde Rechtsgültigkeit des Angerland-Vergleiches wurde 2002 nach Kündigung des Vergleiches durch den Flughafen und einer sich daran anschließenden entsprechenden Feststellungsklage der Nachbargemeinden gerichtlich bestätigt.
Am 24. Juni 1986 verkündet das Verwaltungsgericht Düsseldorf das erstinstanzliche Urteil gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb einer parallelen Start- und Landebahn. Dieses Urteil führte zu der Billigung einer reinen Ersatzbahn, die jedoch nur in Spitzenzeiten zu einer schnelleren Abfertigung des Luftverkehrs genutzt werden darf. Im Jahre 1988 erlebte der Flughafen Düsseldorf einen regen Zuwachs an Passagieren, was aufgrund einer einzigen Start- und Landebahn zu Kapazitätsproblemen führte.
Im Februar 1988 stürzte eine zweimotoriges Turboprop-Flugzeug vom Typ Swearingen Metro der Nürnberger Flug Dienst bei der Landung 10 Kilometer vor der Landebahn nach einem Blitzschlag ab. Keiner der Insassen überlebte das Unglück.[8][9]
Am 11. April 1996 kam es zu einem Brandunglück in der Ankunftsebene des Terminals A, bei dem 17 Menschen starben und 88 weitere verletzt wurden. Bei Schweißarbeiten wurde unter Missachtung von Sicherheitsvorschriften eine Zwischendecke in Brand gesetzt. Alle Opfer der Katastrophe fanden aufgrund der dichten Rauchentwicklung im Terminalgebäude den Erstickungstod.
Die Terminals A und B wurden durch den Brand sehr schwer beschädigt und mussten aufgrund starker Kontaminierung mit gefährlichen Schadstoffen im Anschluss vollständig kernsaniert (Terminal A) bzw. abgerissen (Terminal B) werden. Das Terminal C hingegen konnte nach Reinigungs- und Renovierungsarbeiten bereits einige Monate nach dem Brand noch im Jahre 1996 wieder in Betrieb gehen. Mit der Eröffnung des Terminals B im Jahre 2001 fand die Brandsanierung ihren Abschluss.
Nach dem Flughafenbrand im April 1996 wurde von der Geschäftsleitung ein Umbau des Flughafens beschlossen.
Das Projekt airport 2000 plus umfasste eine Neugestaltung des Flugsteiges A, welche 1997 und 1998 vorgenommen wurde, einen neuen Flugsteig B, der zwischen 1999 und 2001 errichtet wurde, den Anschluss des Flughafens an das Schienennetz der Deutschen Bahn durch die Errichtung der Schwebebahn Skytrain 2000 und 2001, den Bau einer neuen Tiefgarage unter dem Zentralgebäude 2001, den Ausbau des Zentralgebäudes Ost 2001/2002 sowie die Erweiterung des Flugsteiges C 2001 bis 2003.
Das bisher größte Investitionsprojekt des Düsseldorfer Flughafens hatte ein Volumen von 378 Millionen Euro und wurde am 7. Mai 2003 offiziell fertiggestellt. Die Brandkatastrophe des Rhein-Ruhr-Flughafens hatte dabei weitreichende Folgen für Brandschutzverordnungen und Vorschriften für öffentliche Gebäude. Der Neubau des Flughafens Düsseldorf zählt noch heute zu einem der Vorreiter in Sachen Brandschutz auf Flughäfen.
Die beiden Fluggesellschaften mit den meisten Abflügen ab Düsseldorf sind die von Terminal A startende Lufthansa und die von den Terminals B startende Air Berlin. Darüber hinaus werden alle Terminals (A, B und C) von diversen Fluggesellschaften genutzt.[10]
Ein konfessionsneutraler Gedenkraum befindet sich auf der Ebene 3 im öffentlichen Bereich des Terminals und ist täglich fast rund um die Uhr geöffnet.[11]
Seit 2003 entsteht auf dem ehemaligen Kasernengelände der britischen Caernarvon Barracks südwestlich des Terminals unter dem Titel Düsseldorf Airport City ein flughafenaffiner Büro- und Dienstleistungspark. Das Baurecht hierzu schuf die Stadt Düsseldorf im Jahre 2004.[12] Auf der 23 Hektar großen, zum Stadtteil Unterrath gehörenden Fläche befinden sich bereits ein Maritim-Kongresshotel und eine Tiefgarage. Daneben bezog der VDI dort im August 2008 seine neue Hauptverwaltung. Zudem ist hier Deutschlands größtes Porsche-Zentrum errichtet worden. Bis 2013 soll die Airport City mit einer Bruttogeschossfläche von 250.000 m² komplett bebaut sein. Die Düsseldorfer Airport City gilt als Vorreiter einer neuen Generation von Businessparks an Flughäfen. Sie steht in regionaler Konkurrenz zu der Entwicklung entsprechender Bürostandorte an den Flughäfen Dortmund und Köln/Bonn, ist ihnen aber wesentliche Schritte voraus.[13]
Folgende Baumaßnahmen zur Erweiterung der Flughafenkapazitäten wurden bis Ende des Jahres 2009 fertiggestellt:
Laut eines Interviews, das Flughafenchef Blume der Westdeutschen Zeitung gab, besteht der Plan, zur Anpassung an Erfordernisse des neuen Großraumjets Airbus A380 zwei weitere Gates am Kopf des Terminals C zu errichten.
Am 9. April 2013 stellte der Düsseldorfer Flughafen sein neues Logo, bestehend aus dem IATA-Code DUS, sowie die dazugehörige Namensänderung zu Düsseldorf Airport vor. Der Flughafen selbst bezeichnet das neue Design als frischer, moderner und klarer. Begründet wird die Änderung als Anpassung an die neue Ausrichtung des Flughafens als Drehkreuz, denn von nun an lege man den Fokus auf den chinesischen, arabischen und US-amerikanischen Fluggast. Durch das Logo soll eine Verbindung mit vielen anderen Flughäfen wie Paris CDG, Los Angeles LAX und New York JFK, welche nur durch ihren dreistelligen IATA-Code erkannt werden, hergestellt werden.
Der Flughafen besitzt zwei parallele Start- und Landebahnen mit einer Länge von 3000 m und 2700 m und mit einer Breite von jeweils 45 m. Für die Flugzeuge stehen 107 Flugzeugabstellpositionen zur Verfügung. Mit der derzeitigen Terminalkapazität können nach den Berechnungen des Flughafenbetreibers jährlich bis zu 22 Mio. Passagiere abgefertigt werden, jedoch ergeben sich bereits jetzt zu Zeiten eines hohen Passagieraufkommens infrastrukturelle Engpässe, beispielsweise sind in den frühen Morgenstunden bei den Sicherheitskontrollen in Terminal B Wartezeiten von 30 Minuten üblich.
Aufgrund der guten Infrastruktur ist der Düsseldorfer Flughafen als Ausweichflughafen für die landenden Großraumjets A 380 des Frankfurter Flughafens vorgeschlagen worden, da man die hohe Anzahl an Passagieren reibungslos abfertigen kann. Am 12. November 2006 landete der erste A 380 zu Testzwecken in Düsseldorf.
Terminal A dient als Basis für Lufthansa und Lufthansa Regional sowie den weiteren Mitgliedern der Star Alliance (Air China, Aegean Airlines, Austrian Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines, SAS Scandinavian Airlines, EgyptAir, Turkish Airlines, TAP Portugal und Swiss) und weitere Partner wie Air Malta.
Terminal B wird für europäische Verbindungen von Air Berlin sowie weiterer Mitglieder von oneworld und SkyTeam genutzt, darunter British Airways, KLM, Finnair, Iberia, Air France und Czech Airlines. Weiterhin sind am Terminal B zahlreiche Charterfluggesellschaften wie etwa TUIfly und Condor vertreten.
Terminal C wird ausschließlich für Flüge außerhalb des Schengen-Raums von Fluggesellschaften genutzt, die nicht der Star Alliance angehören. Darunter fallen alle Langstreckenflüge von Air Berlin sowie beispielsweise Emirates, Etihad, Delta Air Lines und Mahan Air. Vom Terminal C gibt es einen direkten Zugang zum Maritim-Hotel.
Im Hauptgebäude gibt es mit den Airport-Arkaden ein Einkaufszentrum. Man kann dort Mode, Lebensmittel, Reisebedarf und vieles mehr kaufen. Da die Läden an 365 Tagen im Jahr geöffnet haben und man von den Bars, Restaurants und Cafés einen guten Blick auf das Vorfeld hat, sind sie auch bei Nichtreisenden beliebt. Ebenso gibt es auf der öffentlich zugänglichen Ankunftsebene des Flugsteigs C einen Supermarkt.
Im Jahre 2000 wurde der neue Bahnhof Düsseldorf Flughafen eröffnet. Er liegt am nordöstlichen Rand des Flughafengeländes, knapp 2,5 Kilometer von den Terminals entfernt an der Bahnstrecke KölnDuisburg. Täglich halten hier bis zu 300 Züge. Die Verbindung zwischen den Terminals und dem Fernbahnhof stellt die führerlose Schwebebahn Skytrain her.
Direkt unter dem Terminal C gibt es den S-Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal. Er ist Endstation der S-Bahn-Linie S 11, die nicht am Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen hält. Die S11 fährt tagsüber im 20-Minuten-Takt über Düsseldorf Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof nach Bergisch Gladbach S-Bahnhof und verbindet die Terminals A, B und C des Flughafens direkt mit dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Berücksichtigt man die Alternative mit dem Skytrain zum Fernbahnhof und dann mit der S 1 weiter Richtung Hauptbahnhof ergibt sich theoretisch eine Anbindung im 10-Minuten-Takt zwischen dem Flughafen und der Düsseldorfer Innenstadt, aufgrund der deutlich längeren Reisezeit scheidet diese Alternative allerdings in der Praxis zumeist aus.
Mit der Vergrößerung des Kerosintanklagers soll zudem ein Gleisanschluss errichtet werden, um den Kerosinantransport zukünftig statt per LKW per Schiene abwickeln zu können. Aktuell (Stand Anfang 2013) verbraucht der Flughafen jährlich ca. 750.000 Kubikmeter Kerosin, wodurch etwa 100 LKW-Fahrten pro Tag entstehen. Bis 2032 soll der Verbrauch u.a. durch den verstärkten Einsatz größerer Flugzeuge auf 1,2 Mio. Kubikmeter jährlich anwachsen.[15]
Die Autobahn 44 ist Teil des Autobahnrings Düsseldorf. Der Flughafen hat eine eigene Ausfahrt (Nr. 31). Die A 44 führt in Ost-West-Richtung am Flughafen vorbei (AachenDüsseldorf), sie bietet Anschlüsse zur A 52 nach Nordosten (Essen) und Westen (Roermond (NL)) sowie zur A 57 (KölnNijmegen) und A 3 (nach Köln und in das Ruhrgebiet). Parallel verlaufend zur Start- und Landebahn führt die B8n von der Anschlussstelle der A 44 Stockum über Kaiserswerth nach Ratingen, Angermund und Duisburg.
Verletzte oder kranke Flugpassagiere werden ins Florence-Nightingale-Krankenhaus nach Düsseldorf-Kaiserswerth transportiert, welches wegen seiner geringen Entfernung als erste Anlaufstelle dient. In den Arkaden des Flughafens befinden sich eine Zahnarztpraxis sowie eine Apotheke, eine weitere wurde 2009 im Sicherheitsbereich des Flugsteigs C eröffnet. Ein eigenes Flughafen-Krankenhaus gibt es in Düsseldorf nicht, auch wenn ein solches Krankenhaus bereits Gegenstand der auf dem Flughafengelände gedrehten Fernsehserie Abenteuer Airport war.
Die Betreibergesellschaft Flughafen Düsseldorf GmbH verfügt über ein Stammkapital von 25.564.594,06 (früher 50 Mio. DM). Die Gesellschafter sind:
Beteiligungen:
Der Flughafen Düsseldorf entwickelt sich zu einem weiteren großen Hub-Flughafen in Deutschland, neben Frankfurt und München. Air Berlin und Lufthansa und ihre Partnergesellschaften im Verbund der Lufthansa Regional verbinden den Düsseldorfer Flughafen mit den Flughäfen Berlin, Dresden, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Leipzig/Halle, München, Nürnberg, Stuttgart und Westerland. Im interkontinentalen Bereich werden Ziele in Afrika, Asien, der Karibik und Nordamerika sowie dem Nahen Osten als Direktverbindungen angeboten. Lufthansa bietet Nonstop-Flüge nach Miami, New York EWR, Chicago und Toronto an. Größter Konkurrent der Lufthansa für interkontinentale Verbindungen in Düsseldorf ist Air Berlin mit (teils saisonalen) Direktflügen unter anderem nach New York JFK, Los Angeles, Miami, Cancún und Abu Dhabi. Das amerikanische Drehkreuz Atlanta wird von Delta Air Lines angeflogen. Air China fliegt die Strecke DüsseldorfPeking vier Mal pro Woche. Emirates fliegt zweimal täglich nach Dubai. Etihad Airways fliegt seit April 2012 einmal täglich Abu Dhabi an. Des Weiteren bedient Mahan Air bis zu vier Mal wöchentlich Teheran. Seit dem 12. April 2013 fliegt American Airlines täglich nach Chicago.[16]
2011 flogen insgesamt 74 Fluggesellschaften 197 verschiedene Ziele weltweit an. Hiervon entfielen elf auf Deutschland, 139 auf das sonstige Europa, 20 auf Amerika, 14 auf Asien und 13 auf Afrika. Die meisten Passagiere hatte 2011 Air Berlin (6.993.337), gefolgt von Lufthansa (5.634.027) und Condor (875.908).[17]
Der Flughafen Düsseldorf ist der drittgrößte Flughafen Deutschlands. Nach der Übernahme der LTU durch die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin ist er zum wichtigsten Drehkreuz der Air Berlin geworden. Neben dem Flughafen Frankfurt und dem Flughafen München ist er das dritte deutsche Drehkreuz der Lufthansa.[18]
| Jahr | Fluggäste in Mio. | Luftfracht (t) | Flugzeug-Bewegungen |
|---|---|---|---|
| 1991 | 11,31 | 45.108 | 153.068 |
| 1992 | 12,27 | 49.329 | 162.156 |
| 1993 | 13,05 | 47.466 | 166.601 |
| 1994 | 14,00 | 101.575 | 175.528 |
| 1995 | 15,15 | 111.908 | 184.021 |
| 1996 | 14,42 | 109.048 | 177.881 |
| 1997 | 15,53 | 112.648 | 183.979 |
| 1998 | 15,75 | 101.236 | 187.712 |
| 1999 | 15,93 | 61.264 | 194.065 |
| 2000 | 16,03 | 59.361 | 194.016 |
| 2001 | 15,40 | 51.441 | 193.514 |
| 2002 | 14,75 | 46.085 | 190.300 |
| 2003 | 14,30 | 48.419 | 186.159 |
| 2004 | 15,26 | 86.267 | 200.584 |
| 2005 | 15,51 | 88.058 | 200.619 |
| 2006 | 16,59 | 97.000 | 215.481 |
| 2007 | 17,83 | 89.281 | 227.899 |
| 2008 | 18,15 | 90.100 | 228.531 |
| 2009 | 17,79 | 76.916 | 214.024 |
| 2010 | 18,98 | 100.398 | 215.544 |
| 2011 | 20,34 | 97.220 | 221.671 |
| 2012 | 20,83 | 101.588 | 217.219 |
Am 8. November 2005 erteilte das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen dem Düsseldorf Airport die so genannte Anschlussgenehmigung. Gegen diese Genehmigung wurde von den Nachbarkommunen zum Schutz der Gesundheit der eigenen Bürger geklagt. Ebenfalls hatten sich viele Privatpersonen zum Schutz ihres Vermögens und der Gesundheit zu einer Klage gegen die Genehmigung entschlossen. Im juristisch relevanten Betrachtungszeitraum der sechs verkehrsreichsten Monate sollten zunächst rund 15 Prozent mehr Starts und Landungen im Linien- und Charterverkehr durchgeführt werden. Insbesondere wurde die Zahl der Landungen nach 22:00 Uhr stark erhöht. Dieser Teil der Genehmigung wurde vom OVG Münster zuerst ausgesetzt, aber schlussendlich zugelassen. Gleichzeitig soll der Flughafen den passiven Lärmschutz für Anwohner verbessern. Allerdings sind viele Anträge aus dem alten Schallschutzprogramm 2005 bis heute noch offen.[25] Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat am 16. Mai 2007 einen Teil der Klagen gegen das Landesverkehrsministerium, welches dem Airport im November 2005 die sogenannte Anschlussgenehmigung erteilte, abgewiesen. Die der Entscheidung zu Grunde liegende Genehmigung zur Änderung der Betriebsregelung vom 9. November 2005 erlangte mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig am 11. Juni 2008 Rechtskraft.[26]
Schönberg, Mirko: Flughafenstreit. Die Kontroverse um den Ausbau des Düsseldorfer Flughafens von 1952 bis zum Angerland-Vergleich, Marburg 2006.
Berlin-Tegel | Berlin-Schönefeld | Braunschweig-Wolfsburg | Bremen | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Erfurt-Weimar | Essen/Mülheim | Frankfurt am Main | Frankfurt-Hahn | Friedrichshafen | Hamburg | Hannover-Langenhagen | Heringsdorf | Karlsruhe/Baden-Baden | Kassel-Calden | Köln/Bonn | Leipzig/Halle | Lübeck | Magdeburg-Cochstedt | Memmingen | München | Münster/Osnabrück | Neubrandenburg | Niederrhein | Nürnberg | Paderborn/Lippstadt | Rostock-Laage | Saarbrücken | Schwerin-Parchim | Siegerland | Stralsund-Barth | Stuttgart | Sylt | Zweibrücken
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