| Flughafen Dresden |
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|---|---|---|
| Kenndaten | ||
| IATA-Code | DRS | |
| ICAO-Code | EDDC | |
| Koordinaten | ||
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 9 km nördlich von Dresden | |
| Straße | A4 A13 | |
| Nahverkehr | S-Bahnlinie 2, Bus | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 11. Juli 1935 | |
| Betreiber | Flughafen Dresden GmbH | |
| Fläche | 280 ha | |
| Terminals | 1 | |
| Passagiere | 1.722.926 (2009) | |
| Luftfracht | 505 t (2009) | |
| Flug- bewegungen |
34.798 (2009) | |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
3,5 Mio. | |
| Beschäftigte | 215 (Betreiber Stand:10/09) 2934 (Gesamt) |
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| Start- und Landebahn | ||
| 04/22 | 2.850 m × 60 m Beton | |
Der Flughafen Dresden (IATA-Code: DRS, ICAO-Code: EDDC), seit 2008 Dresden International, ist ein internationaler Verkehrsflughafen in Dresden. Er dient dem Luftverkehr zur nationalen und kontinentalen Anbindung der Stadt und Region Dresden. Der Flughafen liegt im äußersten Norden der Stadt Dresden, im Stadtteil Klotzsche. Seine Landebahn verläuft in Richtung Nord-Nord-Ost parallel zur A 4. Gemessen an den Passagierzahlen lag der Flughafen 2007 an 15. Stelle in Deutschland.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Der Flughafen Dresden liegt neun Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Dresden auf einer Höhe von 230 Metern über dem Meeresspiegel. Das Flughafengelände erstreckt sich auf 280 Hektar.
Mit dem Auto erreicht man den Flughafen über die Bundesautobahnen 4 und 13 sowie die Bundesstraße 97. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist der Flughafen über die Buslinien 77 und 80 (Dresdner Verkehrsbetriebe) sowie mit der S-Bahn-Linie S2 verbunden. Weiterhin verbindet die Fernbuslinie A14 (Autobahnexpress) den Flughafen mit der Leipziger Messe und dem Flughafen Leipzig/Halle.
Die S-Bahn endet im 2001 in Betrieb genommenen Tiefbahnhof Flughafen-Dresden-Terminal, der über Aufzüge, Treppen und Rolltreppen einen direkten Zugang zum gleichzeitig vollendeten Terminal bietet. Bis zur Fertigstellung des City-Tunnels in Leipzig ist es der einzige unterirdisch liegende S-Bahnhof im Freistaat Sachsen. Die S-Bahn führt über die Bahnhöfe Dresden-Klotzsche nach Dresden-Neustadt und zum Hauptbahnhof bis nach Heidenau und Pirna. Anschlüsse bestehen an die Bahnstrecken Bautzen Görlitz, Cottbus Berlin, Riesa Leipzig, Freiberg Chemnitz und Pirna Tschechien. Mit Fahrzeiten unter zwei Stunden werden die Städte Ústí nad Labem, Dín und Liberec per Eisenbahn erreicht, so dass zum Einzugsgebiet des Flughafens auch nordtschechische Gebiete gehören. Seit der Fertigstellung der Bundesautobahn 17/Dálnice 8 von Dresden bis Ústí nad Labem und Teplice im Dezember 2006 hat sich die Anfahrtszeit im PKW auf etwa eine Stunde verkürzt.
Obwohl es Deutschland durch den Vertrag von Versailles von 1919 verboten war, eine Luftstreitmacht zu unterhalten, wurden schon zur Zeit der Weimarer Republik unter Geheimhaltung deutsche Militärpiloten ausgebildet. Zuerst wurden die Flugschüler in leichten Schulflugzeugen bei den zivilen Ausbildungsstätten in Deutschland geschult. Um den Piloten die Gelegenheit zu geben, Flugerfahrung in Kampfflugzeugen zu sammeln, ersuchte Deutschlands Reichswehr die Hilfe der UdSSR (siehe auch: Vertrag von Rapallo). Ein geheimer Ausbildungsfliegerhorst wurde 1924 in der Nähe der russischen Stadt Lipezk (russisch ) eingerichtet und bis 1933 betrieben. Insgesamt benutzte diese Schule, die offiziell als 4. Fliegerabteilung des 40. Geschwaders der Roten Armee bezeichnet wurde, eine Anzahl niederländischer, sowjetischer und auch deutscher Flugzeuge. Dort wurden jährlich etwa 240 deutsche Flieger ausgebildet und auch neue, in Deutschland entwickelte Flugzeugkonstruktionen erprobt.
Am 26. Februar 1935 befahl Adolf Hitler seinem Luftfahrtminister Hermann Göring, einem Jagdflieger des Ersten Weltkrieges, trotz des noch bestehenden Verbots eine Luftstreitkraft für das nationalsozialistische Deutschland aufzubauen. Deutschland brach somit die Bestimmungen des Vertrags ohne die Genehmigung Frankreichs, Großbritanniens oder des Völkerbundes. Diese und andere Vertragsverletzungen wurden von England und Frankreich wohl deshalb geduldet, weil man glaubte damit das Kriegsrisiko zu verringern.
So entstand in Klotzsche 1935 der neue Flughafen mit einem militärischen Bereich, der Luftkriegsschule Klotzsche, am nördlichen Ende und einem zivilen Bereich am Südende des Flugfeldes.
Zwischen den Gemarkungen Klotzsche und Weixdorf sowie der Königsbrücker Straße wurden der Fliegerhorst 38/III Dresden-Klotzsche und die Dresdner Luftkriegsschule Sachsen/Schlesien errichtet. Sie war eine der vier großen Offiziersschulen der Luftwaffe des Dritten Reiches, die bis zum Jahre 1937 in allen Teilen fertiggestellt war.
Die Gebäude der Luftkriegsschule sind ein architektonisches Relikt aus der NS-Zeit und auf Grund jahrelanger Nutzung der Anlage durch die NVA in einem relativ gut erhaltenen Zustand. Aus dem gleichen Grund waren sie jedoch über 40 Jahre der Öffentlichkeit verborgen. Außer den Nutzungen für den Flughafen Dresden und der Elbe Flugzeugwerke werden einiger dieser Gebäude noch für verschiedene öffentliche Einrichtungen genutzt (siehe Literatur).
Architekten waren die Professoren Ernst Sagebiel, Johannes Krüger und Walter Krüger. (Ernst Sagebiel war vor 1933 Büroleiter des nach Großbritannien emigrierten Erich Mendelsohn)
Besonders die Erfolge im Blitzkrieg bei dem Überfall auf Polen im September 1939 verstärkten die Bemühungen zur Ausbildung von Flugoffizieren und die Organisation der Infrastruktur für den Luftkrieg. Während des Krieges wurde hier auch Blindflug gelehrt und geübt.
Die Luftkriegsschule wurde durch die Luftangriffe auf Dresden kaum beschädigt. Am letzten Tag des Zweiten Weltkrieges besetzten sowjetische Truppen den Fliegerhorst und die Luftkriegsschule und nutzten in der Folgezeit die Klotzscher Anlagen als fliegerischen Ausbildungsbetrieb und für weitere militärische Vorhaben.
Der Bahnkörper der heutigen S-Bahnlinie zum Flughafen wurde 1936/37 vom Bahnhof Klotzsche aus nur bis in den damaligen militärischen Teil des Flughafens (Fliegerhorst) gebaut.
Am 11. Juli 1935 startete das erste Verkehrsflugzeug vom neuen Flughafen, gleichzeitig wurde der alte Flughafen auf dem Heller geschlossen. Architektonisches Wahrzeichen der neuen Flughafenanlage wurde das am Südostende des Flugfeldes gelegene, für damalige Verhältnisse sehr moderne Abfertigungs- und Verwaltungsgebäude, nach der Deutschen Lufthansa AG als »Hansahaus« bezeichnet.
Der Luftverkehr entwickelte sich erfreulich: Wichtigste Fluglinie war jene von Berlin über Dresden nach Prag und Wien, die von der Lufthansa sowie österreichischen und tschechoslowakischen Gesellschaften gemeinsam bedient wurde. Flugverbindungen bestanden aber auch nach Breslau, Köln, Halle/Leipzig, Hannover, Hamburg und weiteren Städten. Verkehrsflugzeuge flogen Dresden noch bis zum Frühjahr 1940 an; danach wurde der zivile Luftverkehr infolge des Zweiten Weltkriegs endgültig eingestellt.
Nachdem auf Kosten Weixdorfs die Landebahn beträchtlich nach Norden verlängert und das Flughafengelände und damit auch das Dresdner Stadtgebiet erweitert worden war, wurde im Jahre 1955 der zivile Flugbetrieb wieder aufgenommen. Am 16. Juni 1957 landete die erste planmäßige Maschine der Deutschen Lufthansa der DDR in Dresden-Klotzsche. So wurde Dresden in das Inlandflugnetz der DDR einbezogen. Ein Jahr später, am 2. Februar 1958, eröffnete eine sowjetische Tu-104 in Dresden das Zeitalter der Verkehrsflugzeuge mit Strahlantrieb auf den ostdeutschen Flughäfen. Am 22. Mai 1959 landete zum ersten Mal nach der Wiederaufnahme des Luftverkehrs ein internationales Verkehrsflugzeug in Dresden. Eine Chartermaschine der ungarischen Malev holte Touristen nach Budapest. Mittlerweile war der Inlandflugverkehr gut angelaufen, Luftfrachtversand in die ganze Welt wurde wieder möglich. Eine Kuriosität prägte den Tagesablauf in der Zeit zwischen 1955 bis 1960: Da am Flughafen keine ausreichenden Möglichkeiten für die Passagierabfertigung vorhanden waren und alle Gebäude durch das Flugzeugwerk genutzt wurden, fand diese kurzerhand in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofs statt. Die abgefertigten Passagiere fuhren von dort mit Bussen direkt zu den auf dem Rollfeld wartenden Maschinen.
Die direkt am Flughafen gelegene Flugzeugwerft wurde bekannt durch die Konstruktion und den Bau der vierstrahligen Verkehrsmaschine 152, deren erster Prototyp am 4. März 1959 bei einem Vorführungsflug abstürzte.
Ab 1960 übernahm die Deutsche Lufthansa der DDR und spätere Interflug den zivilen Teil des Flughafens; sie führte den Inlandluftverkehr weiter und konnte die Passagiere wieder am Flughafen abfertigen. Am 3. Mai 1967 ging die erste internationale Fluglinie in Betrieb. Diese Verbindung zwischen Dresden und Budapest sollte sich in den kommenden Jahrzehnten zum erfolgreichsten Angebot am Flughafen Dresden entwickeln. Parallel wurden bedeutende touristische Charterprogramme abgefertigt und Aufsehen erregende Luftfrachtaktionen durchgeführt.
1962 übernahm die Nationale Volksarmee den Flughafen; aus dem Flugzeugwerk wurde die Flugzeugwerft Dresden, die sich mit der Instandsetzung militärischen Fluggeräts beschäftigte. Am 3. Oktober 1963 kamen die beiden Transportfliegerverbände Transportfliegerstaffel 24 (TS 24) und das Transportfliegergeschwader 44 (TG 44) auf den Flughafen. Der Flugzeugpark dieser Staffel umfasste im Zeitraum von 1963 bis 1980 Flugzeuge der Typen An-2 und Il-14 sowie Hubschrauber des Typs Mi-2. Im Jahre 1980 begann die Indienststellung der An-26.
Die Entwicklung am Militärflughafen vollzog sich im Spannungsfeld der Interessen von Luftstreitkräften, Flugzeugwerft und zivilem Luftverkehr. Während letzterer im Inland an Bedeutung verlor und 1980 eingestellt wurde, weitete sich das internationale Angebot aus. Am Ende der 70er Jahre bot der Flughafen Dresden Linienverbindungen nach Budapest, Moskau, Leningrad, Sofia, Varna, Burgas, Tatry (Poprad) und weiteren Städten. Zudem existierte ein lebhafter, wenn auch nur einseitiger Charterverkehr aus den Ländern Westeuropas. Die stetig steigenden Verkehrsleistungen 1962 wurden etwa 54.000 Passagiere abgefertigt, 1985 mit bald 390.000 über siebenmal so viel hatten zur Folge, dass der Flughafen fast ständig bis zum Rande seiner Abfertigungskapazität ausgelastet war. Eine umfassende Rekonstruktion mit weitgehender Schließung in den Jahren 1988 und 1989 sollte dies ändern.
Am 31. Oktober 1989 wurde der Linienverkehr am rekonstruierten Flughafen Dresden zum richtigen Zeitpunkt wieder aufgenommen. Zur gleichen Zeit befanden sich die politischen Verhältnisse in rascher Veränderung, wenige Tage später hatten sich die DDR-Bürger die lang geforderte Reisefreiheit erkämpft. INTERFLUG richtete noch im Dezember eine erste Linie nach Hamburg ein, in den kommenden Monaten folgten Verbindungen in alle wichtigen westdeutschen und einige westeuropäische Städte.
Nach der deutschen Wiedervereinigung ging der Flughafen an die neu gegründete Flughafen Dresden GmbH über, deren Gesellschafter heute die Mitteldeutsche Flughafen AG, der Freistaat Sachsen, der Landkreis Meißen und der Landkreis Kamenz sind. Sofort begannen Planungen und erste Arbeiten zur Modernisierung und Erweiterung des Flughafens. Die militärische Nutzung beschränkte sich auf die ersten Jahre nach dem Ende der DDR. Die Luftwaffe unterhielt eine Außenstelle des Lufttransportgeschwaders 65 zum Betrieb von An-26, die von den Luftstreitkräften/Luftverteidigung der NVA übernommen worden waren.
Mit der politischen Wende stieg die zivile Bedeutung des Flughafens sprunghaft. Die vorhandene Luftverkehrsinfrastruktur war ausschlaggebend für Investitionen und Industrieansiedlungen. In den ersten Jahren nach 1990 stiegen die Verkehrsleistungen des Flughafens stark an: 1992 waren mehr als eine Million Fluggäste abgefertigt worden, 1995 schon 1,7 Millionen. Bereits 1992 konnte ein Erweiterungsbau neben dem Hansahaus in Betrieb genommen werden. Seine Kapazität war allerdings rasch wieder erschöpft und schon 1995 ging noch ein Erweiterungsbau in Betrieb, der aus einer benachbarten Halle der Luftfahrtindustrie entstanden war. Parallel erfolgte eine umfassende Modernisierung aller Funktionsbereiche des Flughafens.
Bis zum Frühjahr 2001 entstand aus der Halle 219 des ehemaligen DDR-Unternehmens Elektromat Dresden das neue Flughafen-Terminal. Das Gebäude hat eine Abfertigungskapazität von jährlich 3,5 Millionen Fluggästen erweiterbar durch den Ausbau des Westflügels auf 4,5 Millionen Passagiere pro Jahr. Zudem wurde eine Vielzahl ergänzender Arbeiten an der Infrastruktur des Flughafens fertig gestellt: Ein eigener Autobahnzubringer, erweiterte Flugbetriebsflächen, neue Technikhallen, ein Wetterradar sowie Umweltschutzanlagen. Im Jahre 2007 wurden 1,85 Millionen Passagiere abgefertigt.[2]
Nach Eröffnung des neuen Terminals wurden weitere Investitionen vorgenommen. So erhielt die Werkfeuerwehr eine neue Halle mit Einsatzräumen und Platz für die gesamte Technik inklusive Fuhrpark. Für ein Speditionsunternehmen entstand ein Logistik-Zentrum mit Lager- und Büroräumen, das inzwischen drei Hallen umfasst. Eine vierte Halle ist in Planung. Im Juli 2006 begann der Neubau der Start- und Landebahn. Als erster europäischer Flughafen baute damit der Flughafen Dresden eine neue Start- und Landebahn bei laufenden Betrieb parallel zur alten Bahn. Die neue Start- und Landebahn, welche für eine Lebensdauer von mindestens drei Jahrzehnten konzipiert ist, wurde am 6.September 2007 offiziell übergeben. Im Anschluss fand der Abbruch der alten Start- und Landebahn statt. Mit der neuen Piste können nun auch Flugzeuge mit höheren Nutzlasten von Dresden aus starten als dies mit der alten Bahn möglich gewesen wäre. Das bedeutet Limitierungen bezüglich der Betankung oder Anzahl der Passagiere aufgrund einer zu kurzen Startlaufstrecke fallen stellenweise weg. Insgesamt wurden zwischen 19902007 ca. 500 Mio. in den Ausbau des Flughafens investiert.[2]
Der Flughafen verfügt über eine Abfertigungskapazität von 3,5 Millionen Passagieren pro Jahr und 1500 Passagieren pro Stunde. Optional kann der Westflügel des Terminals ausgebaut werden was bedeuten würde das der Flughafen dann 4,5 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen könnte.
Es gibt 26 Abstellpositionen für Luftfahrzeuge (exkl. Abstellpositionen der allgemeinen Luftfahrt). Sechs der Abstellpositionen sind mit Fluggastbrücken ausgestattet. Es gibt insgesamt 13 Standplätze die mit einem automatischen Andocksystem ausgestattet sind, darunter sind auch die Positionen mit Fluggastbrücken.
Der Flughafen ist konzipiert für Luftfahrzeuge bis zu 80m Spannweite (ICAO Luftfahrzeugkategorie F). Das heißt Flugzeuge bis zur Größe eines Airbus A380 oder einer Antonow An-124 können problemlos aufgenommen und abgefertigt werden.
Die Start- und Landebahn weißt eine Kapazität von 30 Flugbewegungen pro Stunde auf. Die Piste 22 besitzt ein Instrumentenlandesystem nach Cat-IIIb Standard. Die Piste 04 besitzt ein Instrumentenlandesystem nach Cat-I Standard.
Seit Oktober 2008 gelten Nachtflugbeschränkungen. Danach sind in der Zeit zwischen 22:00 und 6:00 Uhr Flugbewegungen nur noch als planmäßige Starts und Landungen im gewerblichen Linien- und Charterverkehr bis 23:30 Uhr und wieder ab 5:30 Uhr zulässig. Verspätete Landungen und Starts werden außerdem zwischen 23:30 und 24:00 Uhr bzw. zwischen 5:00 und 5:30 Uhr zugelassen[3].
Für den Ballungsraum Dresden stellt der Flughafen einen wichtigen Standort- und Wirtschaftsfaktor dar, der Direktverbindungen zu den bedeutenden deutschen und europäischen Wirtschaftszentren herstellt. Insgesamt wurden 2006 direkt bzw. mit Umsteigen 389 Ziele in 111 Ländern angeflogen.[4] Die Flughafen Dresden GmbH beschäftigt derzeit 215 Mitarbeiter (die Port Ground GmbH zählt weitere 131 Beschäftigte), die 2007 einen Umsatz von 39,3 Mio. erwirtschafteten.[2] Im Jahre 2009 waren im Umfeld des Flughafens 131 Firmen mit 2934 Beschäftigten angesiedelt.[5] Zu den bedeutendsten Unternehmen gehören die EADS Elbe Flugzeugwerke GmbH und die IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH sowie eine Reihe von Logistik- und Dienstleistungsunternehmen.
Die mittelfristigen Entwicklungschancen des Dresdner Flughafens werden aufgrund der Nähe zu den internationalen Flughäfen Leipzig/Halle und Berlin-Schönefeld sowie der in der Region Dresden vorhandenen Verkehrslandeplätze in Großenhain, Kamenz und Riesa als moderat eingeschätzt.[6]
Mehrheitsgesellschafter des Flughafens ist mit 93,996% die Mitteldeutsche Airport Holding AG, welche auch am Flughafen Leipzig/Halle die Mehrheitsanteile besitzt. Aktionäre der Mitteldeutsche Airport AG sind ausschließlich Gebietskörperschaften und zwar der Freistaat Sachsen mit 76,64%, das Land Sachsen-Anhalt mit 18,54%, die Stadt Dresden mit 2,52%, die Stadt Leipzig mit 2,1% und die Stadt Halle (Saale) mit 0,2% (Stand: März 2009). Der Freistaat Sachsen, der Landkreis Meißen und der Landkreis Bautzen besitzen direkte Anteile am Flughafen.[7]
| Betriebsjahr | Fluggastaufkommen | Luftfracht [t] | Luftpost [t] | Flugbewegungen |
|---|---|---|---|---|
| 1991 | 608.746 | 300 | 2435 | 25.330 |
| 1992 | 1.018.501 | 718 | 4765 | 37.430 |
| 1993 | 1.323.504 | 912 | 5604 | 45.156 |
| 1994 | 1.512.036 | 1.135 | 6026 | 47.363 |
| 1995 | 1.701.342 | 1.300 | 6079 | 49.581 |
| 1996 | 1.682.032 | 1.476 | 7041 | 46.514 |
| 1997 | 1.676.221 | 1.367 | 6166 | 43.271 |
| 1998 | 1.696.518 | 1.232 | 6124 | 42.117 |
| 1999 | 1.755.804 | 1.220 | 5582 | 42.200 |
| 2000 | 1.766.868 | 1.455 | 4285 | 38.019 |
| 2001 | 1.649.084 | 877 | 4301 | 34.668 |
| 2002 | 1.524.886 | 796 | 0 | 35.379 |
| 2003 | 1.559.400 | 649 | 0 | 33.024 |
| 2004 | 1.626.248 | 425 | 0 | 34.863 |
| 2005 | 1.788.797 | 441 | 0 | 36.301 |
| 2006 | 1.842.311 | 574 | 0 | 37.343 |
| 2007 | 1.854.378 | 427 | 5 | 36.151 |
| 2008 | 1.860.364 | 343 | 0 | 36.968 |
| 2009 | 1.722.926 | 505 | 0 | 34.798 |
Während der Jahrhundertflut im Sommer 2002 wurden am Dresdner Flughafen 1.234 zusätzliche Flüge koordiniert. Sie dienten der Rettung von Personen aus den Überflutungsgebieten, der Evakuierung von Krankenhäusern sowie dem Transport von Sandsäcken und Hilfsmitteln. Das ehemalige Terminal 2 diente als Ausweichquartier für die überfluteten Theaterwerkstätten der Semperoper und des Schauspielhauses.
Im September 2005 begannen in einer Halle im Nordosten des Flughafengeländes die Strukturbelastungstests an dem Airbus A380 bei der IABG; dies ist der weltweit größte je durchgeführte Betriebsfestigkeitsversuch an einer vollständigen Flugzeugzelle eines Zivilflugzeugs[9].
Im Dezember 2006 wurde vom Flughafen Dresden aus hochangereichertes Uran nach Russland in ein Kernforschungszentrum in Podolsk bei Moskau ausgeflogen. Der Atommüll, bestehend aus Brennstäben und Pellets in Form von 200 Kilogramm hoch angereichertem und 100 Kilogramm schwach angereichertem Uran, entstanden durch den Rückbau des Rossendorfer Forschungsreaktors.
Am 6. Februar 2007 besuchte ein Airbus A380 den Flughafen im sogenannten Touch-and-Go-Verfahren, d. h., die Maschine berührte nur für einige dutzend Meter die Bahn und startete dann durch um Landeanflüge zu proben. Es wurden insgesamt fünf dieser Touch-and-Go-Manöver durchgeführt.
Am 4. Juni 2009 landete US Präsident Barack Obama in der Präsidentenmaschine Air Force One, eine Boeing 747-200, auf dem Flughafen Dresden International. Einen Tag später traf er sich in der historischen Altstadt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dem Besuch des Präsidenten waren wochenlange intensive Vorbereitungen voraus gegangen.
Am 5. und 6. Januar 2010 brachte ein Airbus A300B4-600ST "Beluga" Rumpfteile des Airbus A400M nach Dresden. Mit diesen Teilen werden, in einer eigens dafür im Flughafengelände errichteten Halle, Betriebsfestigkeitsversuche von der IABG durchgeführt.[10]
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