| Flughafen Mailand-Malpensa | ||
|---|---|---|
| Kenndaten | ||
| IATA-Code | MXP | |
| ICAO-Code | LIMC | |
| Koordinaten | ||
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 46 km nordwestlich von Mailand | |
| Straße | SS 336 | |
| Bahn | Malpensa Express | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1909 (1948) | |
| Betreiber | SEA | |
| Fläche | 1.100 ha | |
| Terminals | 2 | |
| Passagiere | 23.885.391 [1] (2007) | |
| Luftfracht | 486.666 t [1] (2007) | |
| Flug- bewegungen |
267.941 [1] (2007) | |
| Start- und Landebahnen | ||
| 17R/35L | 3.920 m × 60 m Asphalt | |
| 17L/35R | 3.920 m × 60 m Asphalt | |
Der Flughafen Mailand-Malpensa ist ein internationaler Flughafen bei Mailand. Im Passagierverkehr ist er nach dem Flughafen Fiumicino bei Rom der zweitwichtigste Flughafen Italiens, im Frachtverkehr nimmt er innerhalb des Landes den Spitzenplatz ein. Malpensa ist einer von zwei Flughäfen der lombardischen Hauptstadt neben Linate. Zudem existiert mit dem Flughafen Bergamo ein weiteres wichtiges Drehkreuz, insbesondere für Luftfracht und Low-Cost-Verkehr.
Inhaltsverzeichnis |
Der Flughafen liegt 46 km nordwestlich der Stadt Mailand in der benachbarten Provinz Varese und ist über die A8 und A26 in 45 min zu erreichen.
Im 1998 eröffneten, auf der Westseite gelegenen Terminal 1 werden nationale und internationale Linien- und Charterflüge abgewickelt. Unmittelbar beim Terminal 1 befindet sich der Bahnhof des Flughafens.
Das alte Nordterminal, jetzt Terminal 2 genannt, nutzen vorwiegend Low-Cost-Fluggesellschaften.
Im Südwesten befindet sich das Frachtterminal.
Ein erster Flugplatz Malpensa wurde 1909 von den Flugpionieren Giovanni Battista Caproni und Giovanni Agusta eingerichtet und später auch militärisch genutzt. Ab 1948 bauten lombardische Industrielle zusammen mit öffentlichen Stellen den Flugplatz zu einem Verkehrsflughafen aus, der bis 1998 fast ausschließlich den Langstreckenverkehr abwickelte. Nach Abschluss der ersten Ausbau- und Modernisierungsarbeiten im Jahr 1998 musste man Fluggesellschaften mit Zwangsmaßnahmen zum (teilweisen) Umzug vom stadtnahen Flughafen Linate nach Malpensa bewegen. Malpensas Entwicklung litt in den Jahren danach an der Entscheidung, den für Kurz- und Mittelstreckenflüge attraktiveren weil stadtnahen Flughafen Linate nicht zu schließen. Da Linate mangels ausreichend langer Start- und Landebahn für Langstreckenflüge nicht genutzt werden kann, verfügt Mailand weder in Linate noch in Malpensa über ein wirkliches Luftfahrt-Drehkreuz. Beide Flughäfen konzentrieren sich jetzt auf den Point-to-Point-Verkehr.
Seit Anfang 2009 bietet die Lufthansa Italia von Malpensa als ihrem Heimatflughafen aus Flüge nach Barcelona, Paris (CDG), Brüssel, Budapest, Bukarest, Lissabon, London (LHR) und Madrid an. Inlandsflüge werden nach Rom (4x täglich), Neapel (2x täglich) und Bari (1x täglich) durchgeführt.[2] Mittelfristig sind Interkontinentalverbindungen geplant.[3]
Bis zur Expo 2015 soll im Südwesten des Flughafens eine dritte Start- und Landebahn entstehen. Seit mehreren Jahren wehren sich die Anwohner (insbesondere des Dorfes Tornavento) gegen diese Bahn. Umweltschutzorganisationen sind entschieden dagegen, weil sich unmittelbar westlich der Naturpark Valle del Ticino entlang des Flusses Tessin anschließt, der auch vielen Zugvögeln auf ihrem Weg zwischen den Alpen und dem Mittelmeer als Orientierung und Landeplatz dient.
Mailand-Malpensa liegt in der Statistik der Passagierluftfahrt (2006) mit 21,77 Mio. abgefertigten Passagieren vor Brüssel-Zaventem. In den Top-50 der größten Luftfracht-Umschlagplätze europaweit liegt der Flughafen Mailand-Malpensa hinter den Flughäfen Köln/Bonn (6.), Brüssel-Zaventem (7.) und Lüttich-Bierset (8.) auf Position 9.[4]
Die drei Flughäfen Malpensa, Linate und Bergamo fertigten 2007 insgesamt knapp 40 Millionen Passagiere ab.