| LUXAIR Société Luxembourgeoise de Navigation Aérienne |
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|---|---|---|
| IATA-Code: | LG | |
| ICAO-Code: | LGL | |
| Rufzeichen: | LUXAIR | |
| Gründung: | 1948 | |
| Sitz: | Sandweiler, Luxemburg | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Luxemburg | |
| Leitung: | Adrien Ney (CEO) | |
| Fluggastaufkommen: | 1 302 771 (2011) | |
| Vielfliegerprogramm: | Miles & More | |
| Flottenstärke: | 18 (+ 3 Bestellungen) | |
| Ziele: | Kontinental | |
Luxair ist die nationale Fluggesellschaft Luxemburgs mit Sitz in Sandweiler und Basis auf dem Flughafen Luxemburg.
Inhaltsverzeichnis |
Ende der 1950er Jahre wurde Luxemburg, einer der Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaft, als Sitz mehrerer wichtiger europäischer Einrichtungen benannt. Diese Umstände bewirkten eine immer größere Nachfrage nach effizienten Flugverbindungen zwischen Luxemburg und anderen europäischen Hauptstädten. Folglich wurde die 1948 gegründete Luxembourg Airlines Company 1961 umstrukturiert, um dem Andrang gerecht zu werden. Sie wurde in Luxair - Société Luxembourgeoise de Navigation Aérienne umbenannt. 1962 nahm Luxair mit der Einführung der Flugstrecke Luxemburg-Paris und mit einer Fokker F-27 den Flugbetrieb auf.[1]
Ein Jahr später kaufte Luxair das erste eigene Flugzeug, die Fokker F-27. Der zunehmende Luftverkehr zwischen Luxemburg und den großen europäischen Städten machte bald den Kauf von zusätzlichen Flugzeugen unumgänglich. 1967 bestand die Luftflotte von Luxair aus drei Fokker Friendship und einer Vickers Viscount. Die Viscount wurde 1970 durch das erste Düsenverkehrsflugzeug der Fluggesellschaft, eine Caravelle von Sud Aviation, ersetzt. Die erste Boeing B737-200 wurde 1977 bestellt. 1987 leaste man eine Boeing 747-SP der South African Airways. Im Laufe der Jahre ersetzte Luxair nach und nach seine Flotte durch moderne Jets des Typs Boeing 737-400 und 737-500 sowie die Turboprop-Maschinen Fokker 50 und Embraer EMB 120.[1]
Im Oktober 1997 kaufte Luxair zwei neue Regionaljets des Typs ERJ 145, welche bei ihr den Beinamen EUROJET tragen Im September 1998 bestellte Luxair fünf weitere ERJ 145. 2004 kaufte Luxair zwei neue Boeing 737-700. Ein weiteres Flugzeug dieses Typs wurde im Januar 2005 geliefert. Außerdem wurden zwei Regionaljets des Typs Embraer ERJ 135 erworben, die Ende Januar und Ende Februar 2005 ausgeliefert wurden. Im März 2005 verkaufte die Luxair die 3 noch verbliebenen Fokker 50 und stellte damit den Betrieb von Turboprops vorerst ein. Das damalige Konzept sah eine reine Jet-Flotte vor.
Im Jahr 2005 wurde jedoch entgegen dem damaligen Branchentrend ein Verlust von 12 Millionen Euro eingeflogen[2], so dass Luxair Anfang April 2006 eine Restrukturierung seiner Aktivitäten ankündigte (Building A New Airline). Das neue Konzept sieht einen Abbau der Beschäftigtenzahl, sowie eine mittelfristige Rückkehr zu Turboprop-Maschinen vor. Im Juni 2006 wurde bekannt, dass Luxair drei Bombardier Dash 8Q-400 bestellt und Optionen für weitere drei Flugzeuge vereinbart hat. Die erste Maschine wurde am 31. Mai 2007 in neuer Bemalung ausgeliefert.[3]
Luxair ist seit 29. März 2009 vollintegrierter Partner im Vielfliegerprogramm Miles & More der Lufthansa.[4] Am 24. November 2009 traf die geleaste Boeing 737-800 in Luxemburg ein. Sie ersetzte ab März 2010 die letzte Boeing 737-500 die sich in der Flotte der Luxair befand. Am 5. Februar 2011 traf die fünfte und vorerst letzte bestellte Bombardier Dash 8Q-400 mit der Kennung LX-LGF um 16:05 in Luxemburg-Findel ein.[5]
Aufgrund hoher Verluste ist Luxair gezwungen, die Zahl ihrer Flugzeuge und Destinationen zu reduzieren.[6] Beispielsweise werden die Embraer ERJ 135 ausgemustert und die Verbindungen nach Prag und Dublin gestrichen.[7]
Im März 2013 wurde bekannt, dass Luxair für 2012 einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe ausweisen wird.[8]
Anteilseigner der Luxair sind mit Stand August 2009 der Staat Luxemburg (26,85 %), Spuerkeess - Banque et Caisse dEpargne de lEtat S.A.(21,81 %), Banque Internationale à Luxembourg S.A. (13,14 %), Luxair Group u.a. (13,11 %), die Deutsche Lufthansa AG (13 %) und Panalpina World Transport (Holding) Ltd (12,09 %). Luxair ist darüber hinaus mit 52,05 %[9] an der Frachtflug-Gesellschaft Cargolux Airlines International S.A. beteiligt.
Luxair führt Linienflüge hauptsächlich auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Europas und dem Mittelmeer aus. 2010 kamen die mit bis zu 7 Stunden 40 Minuten Flugzeit am weitesten entfernten Reiseziele, die Kapverdischen Inseln Sal und Boa Vista, hinzu. Die wichtigsten Verbindungen für Geschäftsreisende sind London, Genf, Frankfurt am Main, Madrid, Mailand, Düsseldorf, München und Turin.[10]
Zum Winterflugplan 2011/2012 wurden die Flüge nach Prag und Dublin eingestellt während die Verbindung nach Genf aufgestockt wurde, welche mit 30.000 Passagieren und 10 Prozent des Umsatzes eine der wichtigsten Strecken von Luxair ist.[11]
Alle Flüge der Luxair werden unter dem IATA-Code LG durchgeführt. Der ICAO-Code für Luxair lautet LGL. LG-Flüge, die im Codesharing von anderen Fluggesellschaften durchgeführt werden, tragen Flugnummern nach dem Schema LG1xxx. Wer also zum Beispiel einen Flug mit Luxair von Luxemburg (IATA-Flughafencode: LUX) nach Bukarest (OTP) über Wien (VIE) gebucht hat, hat die Flugnummer LG1791. Der Fluggast wird nach dem Umsteigen in Wien jedoch von Austrian Airlines betreut.
Die Flugnummern werden nach einem festen Schema verteilt. So haben Frühflüge stets eine kleinere Nummer als Flüge auf der gleichen Strecke später am Tage. Flüge von Luxemburg nach allen Destinationen haben immer eine ungerade Endziffer, Flüge von allen Zielen nach Luxemburg immer eine gerade. Dreistellige Nummern sind für Ferienflüge reserviert, vierstellige Nummern werden für europäische Linienflüge benutzt. Im Einzelnen sieht das Schema so aus:
| Nummern | Zweck | Ziele |
|---|---|---|
| LG107LG994 | Reguläre Ferienflüge der Luxair und ihres Tour-Operator LuxairTours von Luxemburg aus | Europa, Nordafrika und atlantische Inseln |
| LG1000LG1999 | Linien-Flüge von anderen Fluggesellschaften im Codeshare mit Luxair | Europa |
| LG2000LG2999 | Reguläre Ferienflüge der Luxair und ihres Tour-Operator LuxairTours von anderen Orten aus | verschiedene in Europa |
| LG3000LG3999 | Linienflüge der Luxair | Spanien und Portugal |
| LG4000LG4999 | Linienflüge der Luxair | Großbritannien |
| LG5000LG5999 | Linienflüge der Luxair | Osteuropa und Skandinavien |
| LG6000LG6999 | Linienflüge der Luxair | Italien |
| LG7000LG7999 | Charterflüge der Luxair | Alle |
| LG8000LG8999 | Linienflüge der Luxair | Westeuropa |
| LG9000LG9999 | Linienflüge der Luxair | Deutschland |
Mit Stand April 2013 besteht die Flotte der Luxair aus 17 Flugzeugen[12] mit einem Durchschnittsalter von 8,8 Jahren[13]:
| Tochtergesellschaften (100,0 %) |
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| Lufthansa Regional | ||
| Kapitalbeteiligungen |
JetBlue Airways (19,0 %) Luxair (13,0 %) Brussels Airlines (45,0 %) |
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| Technik |
Lufthansa Technik Lufthansa Technical Training Lufthansa Flight Training Lufthansa Systems |
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| Catering | LSG Sky Chefs | |
| Sonstige | AirPlus Fraport Terminal 2 am Flughafen München Delvag Miles & More | |
| Allianzen | Star Alliance Lufthansa Regional | |
| Ehemalige | Lufthansa Italia |