| Malév Hungarian Airlines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | MA | |
| ICAO-Code: | MAH | |
| Rufzeichen: | MALEV | |
| Gründung: | 1946 | |
| Sitz: | Budapest, Ungarn | |
| Drehkreuz: | ||
| Unternehmensform: | Aktiengesellschaft | |
| Mitarbeiterzahl: | 2.975 (in 2006) | |
| Umsatz: | 690 Mio. US-Dollar (in 2006) | |
| Fluggastaufkommen: | 3,0 Mio. (in 2006) | |
| Allianz: | Oneworld | |
| Vielfliegerprogramm: | Duna Club | |
| Flottenstärke: | 22 (+19 Bestellungen) | |
| Ziele: | national und international | |
Malév (ungarisch: Magyar Légiközlekedési Vállalat) ist eine ungarische Fluggesellschaft mit Sitz in Budapest, die neben Aktivitäten im Linienverkehr auch im Charterfluggeschäft, Cargobereich und im Ground Handling tätig ist. Der Heimatflughafen ist Budapest-Ferihegy. Die Niederlassung von MALÉV Hungarian Airlines (Magyar Légiközlekedési Rt. (Ungarische Luftverkehrs AG)) in Deutschland befindet sich in Berlin. Malév Rt ist in weiteren 35 Ländern mit Vertretungen und Generalagenturen vertreten und feierte am 29. März 2006 das 60. Jahr ihres Bestehens.
Inhaltsverzeichnis |
Bereits am 4. Juli 1918 wurde in Ungarn ein regelmäßiger Postflugdienst eröffnet, 1920 gründete sich die erste ungarische Fluggesellschaft Maefort. Es folgten Aeroexpress und Malert. 1937 wurde in Budaörs der erste internationale Flughafen eröffnet. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Expansion der ungarischen Verkehrsluftfahrt. Malert wurde 1946 aufgelöst.
Gegründet wurde Malév am 29. März 1946 in Budapest als ungarisch-sowjetisches Gemeinschaftsunternehmen Maszovlet. 1950 wurde Budapests neuer Flughafen Ferihegy, damals der modernste Europas, eröffnet. Am 25. November 1954 erklärte die Sowjetunion vertraglich ihren Austritt aus dem nun Malév genannten Unternehmen.
Mit Einführung der Tu-134 begann 1966 bei Malév das Jetzeitalter. Ab 1973 wurde das internationale Streckennetz schnell vergrößert. 1984 wurde Malév Mitglied der IATA. 1992 begann mit der Eröffnung von Fluglinien nach Japan und Nordamerika das interkontinentale Zeitalter für Malév.
Das staatliche Unternehmen wurde 1992 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Bei der ersten Privatisierungsrunde im Dezember 1992 gingen 30 % an die Alitalia und 5 % an die Simest Investmentgesellschaft. 1997 wurden diese beiden Aktienpakete von den ungarischen Banken OTP Bank Rt. und Magyar Külkereskedelmi Bank Rt aufgekauft. Nachdem 1999 die ungarische Treuhandgesellschaft ÁPV Rt die beiden Aktienpakete der beiden Banken aufkaufte, befanden sich bis vor kurzem 99,95 % in Händen der ÁPV Rt und 0,05 % in Händen von Kleinaktionären.
Anfang 2007 wurde Malev von der russischen Flugallianz AiRUnion übernommen, bereits am 26. Januar 2009 ging der Besitz jedoch auf Grund finanzieller Probleme der AirUnion an die staatliche russische Bank Wneschekonombank über. Strategischer Partner bei der Umstrukturierung der angeschlagenen Malev soll die russische Fluggesellschaft Aeroflot sein, die sich damit strategischen Zugang zum europäischen Markt verschafft. Daneben will die russische Fluggesellschaft ihre Boeingmaschinen künftig bei der Malev-Tochter Aeroplex warten lassen. [1]
Malév bedient von Budapest aus ein dichtes Netz an Strecken innerhalb Europas und fliegt darüberhinaus auch einige Metropolen im Nahen Osten an. Ziele sind beispielsweise London, Mailand, Paris, Stockholm, Sarajewo, Moskau und Tel Aviv. In Deutschland werden Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und Stuttgart angeflogen, in der Schweiz Zürich. Die Langstreckenflüge der Gesellschaft, zuletzt nach Toronto und New York, wurden im Sommer 2008 eingestellt, die dafür genutzten Maschinen vom Typ Boeing 767-300ER wurden ausgemustert.
Malév arbeitet auf vielen Linien im Rahmen eines Code-Shareabkommens mit anderen Fluglinien zusammen. So werden entweder ein Teil der Reise oder die gesamte Flugstrecke von Iberia, Finnair, Japan Airlines, British Airways, Air France-KLM, Czech Airlines, Aerosvit Airlines, Grand China Air, TAROM, Moldavian Airlines, Aeroflot, Brussels Airlines, Bulgaria Air, Alitalia, American Airlines, Montenegro Airlines, Air Baltic und Carpatair durchgeführt.
(Stand: Dezember 2009)[2]
| Typ | aktiv | bestellt | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-600 | 6 | ||
| Boeing 737-700 | 7 | ||
| Boeing 737-800 | 5 | ||
| Bombardier Dash 8Q-400 | 4 | 4 | Auslieferung voraussichtlich ab 2012 |
| Suchoi Superjet 100[3] | 15 | Auslieferung voraussichtlich ab 2011; 15 weitere als Option | |
| Gesamt | 22 | 19 |
Das Flottenalter betrug im Dezember 2009 durchschnittlich 7,3 Jahre. (Stand: Dezember 2009)[4]
American Airlines | British Airways | Cathay Pacific | Finnair | Iberia | Japan Airlines | Malév | Mexicana | LAN | Qantas | Royal Jordanian