| SAS Scandinavian Airlines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | SK | |
| ICAO-Code: | SAS | |
| Rufzeichen: | SCANDINAVIAN | |
| Gründung: | 1946 | |
| Sitz: | Stockholm, Schweden | |
| Drehkreuz: | ||
| Unternehmensform: | Aktiebolag | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | EuroBonus | |
| Flottenstärke: | 142 (+ 30 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
SAS Scandinavian Airlines (früher Scandinavian Airlines System), kurz SAS, ist eine skandinavische Fluggesellschaft mit Sitz in Stockholm.[1] Sie betreibt Hubs in Kopenhagen-Kastrup, Oslo-Gardermoen und Stockholm-Arlanda und ist Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.
Inhaltsverzeichnis |
1946 schlossen sich die dänische Det Danske Luftfartselskab A/S, die schwedische Svensk Interkontinental Lufttrafik AB und die norwegische Det Norske Luftfartselskap zusammen, um eine starke Fluggesellschaft zu gründen.
SAS stieg zu einer der führenden Fluggesellschaften in Europa auf und besteht heute aus zwei dänischen, zwei norwegischen und drei schwedischen Eigentümeranteilen.
Am 15. November 1954 eröffnete SAS mit Douglas DC-6B als erste Fluggesellschaft die Flugroute von Europa an die Westküste der USA mit Abkürzung über den Nordpol. Eine Maschine flog an diesem Tag von Kopenhagen über Söndre Strömfjord auf Grönland und Winnipeg in Kanada nach Los Angeles, eine zweite Maschine startete zur gleichen Zeit in Los Angeles in Gegenrichtung. 1956 beauftragte SAS Arne Jacobsen, ein Hotel mit Abfertigungsterminal in der Kopenhagener Innenstadt zu errichten. Das SAS Royal Hotel wurde 1960 eröffnet und gilt als Gesamtkunstwerk Jacobsens. Ab 1959 setzte die Gesellschaft ihre ersten strahlgetriebenen Jets (die Sud Aviation Caravelle) und ab 1960 die Douglas DC-8 auf den Langstrecken ein. 1965 führte sie als erste Airline ein europaweites, elektronisches Reservierungssystem ein und stellte 1969 mit Turi Widerøe die erste Pilotin in einer westlichen Airline ein. Ab 1971 kam mit der Boeing 747 das erste Großraumflugzeug bei SAS zum Einsatz und seit 1984 betreibt die Gesellschaft auch ein Luftkissenboot zwischen Kopenhagen und Malmö.
SAS ist Gründungsmitglied der Star Alliance, einer der bedeutendsten strategischen Luftfahrtallianzen. SAS Scandinavian Airlines ist ein Tochterunternehmen der SAS Group, die auch Anteile an der Hotelbetreibergesellschaft Rezidor (Markenname damals Radisson SAS) hielt. Geschäftsführer ist seit 1. Januar 2007 der Schwede Mats Jansson. SAS Scandinavian Airlines ist zudem Gründer des Vielfliegerprogrammes EuroBonus, dem sieben weitere Fluggesellschaften angeschlossen sind. 1997 wurden Anteile der Fluggesellschaft Widerøe erworben, die inzwischen komplett von der SAS Group übernommen wurde. 1998 wurde auch die finnische Fluggesellschaft Air Botnia übernommen und in Blue1 umbenannt, 2001 auch die norwegische Braathens gekauft. Zwischen 2003 und 2004 wurde auch der Versuch unternommen, mit der Ausgründung der Snowflake einen Billigflieger zu etablieren.[2]
Die Tochter SAS Cargo betreibt keine Frachtflugzeuge. Sie befördert Luftfracht in den Frachträumen der SAS Passagierflugzeuge[3]. Die finnische Tochtergesellschaft Blue1 verfolgt ein Billigflug-Konzept.
Am 8. September 2006 übernahm SAS ihren ersten von vier Airbus A319-100, aus diesem Grund wurde diese Maschine (Kennung OY-KBO) mit einer Retrolackierung versehen.
Ende Januar 2009 wurde die Mehrheit an der spanischen Fluggesellschaft Spanair für einen symbolischen Preis von einem Euro an ein katalanisches Konsortium verkauft. Im Vorjahr hatte Spanair 4,9 Milliarden schwedische Kronen Verlust erwirtschaftet. Im gleichen Monat wurde ein 47,2-prozentiger Anteil an airBaltic verkauft[4]. SAS selber gilt als Übernahmekandidat durch die deutsche Lufthansa.[5].
Am 3. Februar 2009 wurde bekannt, dass SAS die Anzahl der Mitarbeiter um 40 Prozent von 23.000 auf 14.000 verringern wird. 5600 Mitarbeiter verlassen das Unternehmen entweder durch Outsourcing oder mit dem Verkauf anderer Unternehmensteile, wie Spanair. Im Geschäftsjahr 2008 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 6,32 Milliarden schwedischen Kronen (757 Millionen US-Dollar).[6] Anfang August 2009 wurde die Bilanz des zweiten Quartals bekanntgegeben, die mit einem Verlust von über 1 Milliarde SEK zu Buche schlägt.[7]
Die norwegische Fluggesellschaft der SAS Group mit dem Namen SAS Norge wurde zum 1. Oktober 2009 wieder in die Hauptlinie integriert.[8] Zum 1. November 2009 verkaufte SAS einen 20-prozentigen Anteil an der Fluggesellschaft British Midland Airways an Lufthansa zum Gesamtpreis von 38 Millionen Euro[9].
Laut einer Meldung aus dem April 2011 bereitet die norwegische Regierung den Verkauf ihrer Beteiligung an der SAS in Höhe von 14,29 Prozent vor, da der Besitz als nicht mehr notwendig angesehen wird.[10]
Ende Januar 2012 wurde durch Medienberichte bekannt, dass SAS wegen der Krise bei der früheren Tochter Spanair Abschreibungen in Höhe von insgesamt etwa 1,7 Milliarden Schwedischen Kronen (190 Millionen Euro) vornehmen muss. Das Unternehmen erläuterte, dass die Summe sich aus noch ausstehenden Forderungen, aus Garantien sowie aus Kosten durch die Einstellung des Betriebs von Spanair zusammensetze. Auswirkung auf das laufende Geschäft hätten die Abschreibungen dank guter Vorbereitung kaum, hieß es weiter. Die SAS Group hatte sich 2009 weitgehend von ihrem Engagement bei der Spanair getrennt, ist aber noch mit knapp elf Prozent an dem spanischen Unternehmen beteiligt. [11]
Mit Stand Oktober 2011 besteht die Flotte der SAS Scandinavian Airlines aus 142 Flugzeugen[12] mit einem Durchschnittsalter von 12,5 Jahren[13]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt | Anmerkungen | Sitzplätze1 |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 4 | erste Auslieferung am 8. August 2006 | 141 (//141) | |
| Airbus A320neo | 30 | + 11 Optionen; Auslieferung vsl. ab 2016[14] | offen | |
| Airbus A321-200 | 8 | erste Auslieferung am 12. November 2001 | 198 (//198) | |
| Airbus A330-300 | 4 | erste Auslieferung am 1. Oktober 2002 | 264 (34/35/195) | |
| Airbus A340-300 | 6 | erste Auslieferung am 15. November 2001 | 245 (46/28/171) | |
| Boeing 737-400 | 3 | 150 (//150) | ||
| Boeing 737-500 | 7 | 120 (//120) | ||
| Boeing 737-600 | 28 | erste Auslieferung am 18. September 1998 | 123 (//123) | |
| Boeing 737-700 | 19 | 141 (//141) | ||
| Boeing 737-800 | 20 | 186 (//186) | ||
| Bombardier CRJ200 | 4 | betrieben durch Cimber Sterling | ||
| Bombardier CRJ900 | 12 | 88 (//88) | ||
| McDonnell Douglas MD-82 | 23 | erste Auslieferung am 30. April 1991; Ersatz ab 2012 durch die Boeing-737- und Airbus-A320-Familie[15] |
150 (-/-/150) | |
| McDonnell Douglas MD-87 | 4 | erste Auslieferung am 30. September 1988; 1 verleast an Spanair | 125 (//125) | |
| Gesamt | 142 | 30 |
1(Business/Premium-Economy/Economy)
SAS bietet zwar wie üblich drei Buchungsklassen an, die Flugzeuge bieten jedoch maximal zwei Beförderungsklassen. Eine First Class wird nicht angeboten, jedoch zwei Buchungsklassen innerhalb der Economy Class, Economy & Economy Flex mit erweitertem Serviceangebot und flexibleren Buchungsbedingungen. Die Business-Class-Kabine in den Airbus-A330- und Airbus-A340-Flugzeugen ist derzeit (2011) mit Angled-Lie-Flat-Sitzen ausgestattet. Diese Sitze lassen sich vollständig flach stellen, haben aber eine Neigung von 10° gegenüber dem Boden der Kabine.[16]
Singapore Airlines Cargo | SAS Cargo
Gründungsmitglieder: Air Canada | Lufthansa | SAS Scandinavian Airlines | Thai Airways International | United Airlines
Weitere Mitglieder: Adria Airways | Aegean Airlines | Air China | Air New Zealand | All Nippon Airways | Asiana Airlines | Austrian | British Midland Airways | Brussels Airlines | Continental Airlines | EgyptAir | Ethiopian Airlines | LOT | Singapore Airlines | South African Airways | Spanair | Swiss International Air Lines | TAM Linhas Aéreas | TAP Portugal | Turkish Airlines | US Airways
Regionale Mitglieder: Blue1 | Croatia Airlines
Beschlossene Beitritte: Avianca | TACA | Copa Airlines | Shenzhen Airlines
Ehemalige Mitglieder: Ansett Australia | Mexicana de Aviación | Shanghai Airlines | VARIG