| Swiss International Air Lines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | LX | |
| ICAO-Code: | SWR | |
| Rufzeichen: | SWISS | |
| Gründung: | 2002 | |
| Sitz: | Basel,[1] Schweiz | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Zürich | |
| Unternehmensform: | Aktiengesellschaft | |
| ISIN: | CH0013269698 | |
| IATA-Prefixcode: | 724 | |
| Leitung: | Harry Hohmeister (CEO)[2] Bruno Gehrig (VR-Präsident)[3] |
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| Mitarbeiterzahl: | 7644 (31. Dez. 2011)[2] | |
| Umsatz: | 5,267 Mrd. CHF (2008)[4] | |
| Fluggastaufkommen: | 15,3 Mio. (2011)[2] | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Miles & More | |
| Flottenstärke: | 97 (+ 10 Bestellungen) | |
| Ziele: | 69 (National und International) | |
Swiss International Air Lines, im Außenauftritt SWISS, ist eine Schweizer Fluggesellschaft mit Sitz in Basel[1] und Drehkreuz auf dem Flughafen Zürich. Sie ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Lufthansa und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.
Inhaltsverzeichnis |
Infolge der Insolvenz der Swissair, der damaligen nationalen Schweizer Fluggesellschaft, im Oktober 2001, wurde die Crossair mit Statutenänderung vom 13. Mai 2002 in Swiss International Air Lines umbenannt.[1][5]
In der Zeit zwischen dem Swissair-Grounding am 2. Oktober 2001 und dem Start der Swiss am 1. März 2002 wurde die Swissair vom Schweizer Staat mit den notwendigen liquiden Mitteln unterstützt, um den Flugbetrieb aufrechterhalten zu können und die Gründung der Swiss zu ermöglichen. Entwicklung und Einführung der Marke «Swiss» wurden dabei vom Unternehmen von Tyler Brûlé durchgeführt.
Gesellschaftsrechtliche Ausgangsgrundlage der Swiss bildete die Basler Regionalfluggesellschaft Crossair, deren Strukturen mit finanzieller Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, einiger Kantone sowie der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse für den Aufbau einer neuen, international tätigen Schweizer Linienfluggesellschaft genutzt wurden. Die Crossair änderte ihren Namen in Swiss und übernahm je 26 Lang- und Kurzstreckenflugzeuge der ehemaligen Swissair sowie zu einem großen Teil deren Flugverbindungen. Das Projekt trug den Namen «Phönix+».
Swiss führte neben Linienflügen auch Charterflüge zu europäischen und nordafrikanischen Ferienzielen durch. Bis einschließlich Sommerflugplan 2004 wurden die Charterflüge unter der Marke Swiss Sun durchgeführt. Ihre Airbusflotte lässt Swiss durch SR Technics Switzerland warten.
Nachdem frühere Übernahmeangebote der Lufthansa seitens der Schweizer Eigentümer scheiterten, einigte sich Swiss im Herbst 2003 mit Oneworld unter der Führung von British Airways auf eine baldige Mitgliedschaft. Anfang Juni 2004 wurden die Beitrittsverhandlungen jedoch ergebnislos abgebrochen.
Für 2003 wies Swiss einen Verlust von 687 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr 980 Mio.) bei einem Umsatz von 4,126 Mrd. (Vorjahr 4,395 Mrd.) aus. Für 2004 hatte Swiss ursprünglich ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert, kündigte aber im Juni 2004 einen Jahresverlust an, der mit hohen Treibstoffkosten begründet wurde.
Die Führungsetagen von Swiss und Lufthansa führten monatelang geheime Verhandlungen über eine Übernahme. Am 22. März 2005 einigte sich der Lufthansa-Konzern mit den Swiss-Großaktionären, zu denen insbesondere Credit Suisse, UBS, die Eidgenossenschaft und der Kanton Zürich gehören. Im Ergebnis wurde für einen Kaufpreis von 310 Millionen Euro eine schrittweise Übernahme der Swiss durch den Lufthansa-Konzern, der Fortbestand der Marke Swiss und der Erhalt des Drehkreuzes Zürich neben den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt am Main und München vereinbart.
Im Februar 2005 rapportierte der im April 2004 ernannte neue Swiss-Konzernchef, der Deutsche Christoph Franz, einen Nettoverlust von 140 Mio. Der konsolidierte Betriebsertrag im Geschäftsjahr 2005 stieg auf 3,732 Mrd. Schweizer Franken (Vorjahr: 3,642 Mrd.). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten verbesserte sich auf 14 Mio. (Vorjahr: 122 Mio.). Aufgrund von währungsbedingten Wertanpassungen in Höhe von 65 Mio. (cash-neutral) auf Verbindlichkeiten in US-Dollar sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 41 Mio. resultierte ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegener Nettoverlust von 178 Mio. (Vorjahr: Nettoverlust von 140 Mio.).
Am 2. Juni 2005 beschloss die von Lufthansa, United Airlines und weiteren Airlines gegründete Luftfahrtallianz Star Alliance die Aufnahme der Swiss im Jahr 2006. Der Beitritt erfolgte am 1. April 2006. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte Swiss mit einem Plus von 263 Millionen Schweizer Franken bei einem Umsatz von 4,153 Milliarden Franken zum ersten Mal einen Jahresgewinn.[6]
Seit Herbst 2005 werden alle Flugverbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz von Lufthansa und Swiss im Codesharing betrieben. Seit diesem Zeitpunkt werden die Flüge in den gleichen Terminals der Flughäfen Frankfurt, München und Zürich abgefertigt. Zum Winterflugplan 2005 traten auch Kooperationsvereinbarungen mit Austrian, TAP, United und Air Canada als Vorbereitung des Beitritts der Swiss zur Star Alliance in Kraft.
Im Oktober 2005 teilte die Swiss-Führung mit, man werde die Regionalflotte in die neue Gesellschaft Swiss European Air Lines auslagern, die als Tochtergesellschaft der Swiss ihre Betriebsgenehmigung zum Winterflugplan 2005 erhielt.
2006 führte Swiss die Kaizen-Methode ein, um schneller und günstiger zu wirtschaften sowie das Wachstum «ohne Kostenexplosion» zu bewältigen. Christoph Franz, damaliger Swiss-CEO, ließ sich dafür von den Kaizen-Erfahrungen des ehemaligen CFO, Ulrik Svensson inspirieren.[7][8]
Am 21. Juni 2007 verkündete die Deutsche Lufthansa AG die komplette Übernahme der Swiss zum 1. Juli 2007.[9] Zu diesem Zeitpunkt hatte die Lufthansa 100 Prozent der Anteile des Schweizer Unternehmens. Zuvor gehörte aus rechtlichen Gründen die Swiss bis zur Neuaushandlung von Landerechten mit vielen aussereuropäischen Ländern nur zu 49 Prozent der Lufthansa. Die restlichen 51 Prozent verblieben bei der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schweizer Stiftung Almea. Almea und Lufthansa waren in diesem Verhältnis (51:49) Eigentümer der Firma AirTrust AG, die wiederum Alleineigentümerin der Swiss war. Somit galt die Swiss als Schweizer Firma und konnte so die vorhandenen Verkehrsrechte in den Ländern ausserhalb der Europäischen Union beibehalten, die seit jeher weltweit zwischenstaatlich geregelt und nicht an andere Staaten veräussert werden.
Am 8. Februar 2008 wurde die Übernahme der Gesellschaft Edelweiss Air AG durch die Swiss bekanntgegeben welche im Zuge einer strategischen Partnerschaft zwischen dem bisherigen Besitzer Kuoni und Swiss den Besitzer wechselte. Die Chartergesellschaft wird mit eigener Geschäftsleitung, eigener Flotte und eigener Crew weiterbetrieben. Die Marke «Edelweiss» wird beibehalten.
Am 18. Juli 2008 gab Swiss die Übernahme der in der Geschäftsluftfahrt tätigen Servair Private Charter AG bekannt. Sie wird unter dem Namen Swiss Private Aviation und mit dem bisherigen Management und den Mitarbeitern weitergeführt. Mit der Übernahme schuf Swiss eine Plattform für den Betrieb der Lufthansa Private Jet Flotte (LPJ), welche 2007 in Kooperation mit NetJets durch Lufthansa gegründet worden ist und vorübergehend bis zu diesem Zeitpunkt von Swiss European Air Lines betrieben wurde.[10] Allerdings war das Vorhaben nicht erfolgreich und so wurde 2011 Konkurs angemeldet und Lufthansa Private Jet wieder zurück in die Lufthansa Passage verlagert.
2008 erwirtschaftete Swiss einen Umsatz von 5,267 Milliarden Schweizer Franken (2007: 4,895 Milliarden Franken) und einen Betriebsgewinn von 507 Millionen Franken (2007: 542 Millionen Franken). Der Personalbestand lag per Ende 2008 bei 7'337 Mitarbeitern bzw. 6'026 Vollzeitstellen (Ende 2007: 7'277 Mitarbeiter bzw. 6'022 Vollzeitstellen).[4]
2009 wurde Swiss unter 160 bewerteten Fluggesellschaften als «Beste Fluggesellschaft Europas» auf der Kurz- und Langstrecke ausgezeichnet. An der vom britischen Beratungsunternehmen Skytrax durchgeführten Umfrage nahmen mehr als 15,4 Millionen Fluggäste aus 95 verschiedenen Nationen teil.[11]
Swiss beförderte im Jahr 2010 bei einem durchschnittlichen Sitzladefaktor für das gesamte Streckennetz von 82,3 Prozent 14,1 Millionen Passagiere (2009: 13.8 Millionen; 2008: 13,5 Millionen; 2007: 12,2 Millionen) und ist damit die grösste Fluglinie der Schweiz.
Im August 2011 veröffentlichte Swiss ihr neues Logo, welches dem der Swissair sehr ähnelt. Der Schriftzug SWISS wird durch eine Heckflosse mit Schweizerkreuz ergänzt. Dieses Logo ersetzt ab Oktober das bisherige Logo, den Swiss Cube. Auch ein neues Motto wurde bekannt gegeben. Our sign is a promise, zur Betonung Schweizer Werte der Swiss. Das neue Logo erzeugte eine online Protestwelle auf diversen sozialen Netzwerken.[12] [13]. Vorlage:Clear
Der Flughafen Zürich ist das Drehkreuz der Swiss; Zürich werden die meisten Flüge abgewickelt. Das Streckennetz von Swiss umfasst (Stand: Sommer 2012) 70 Ziele (47 europäische und 23 interkontinentale) in 37 Ländern.[2] Allein in den Vereinigten Staaten werden Boston, Chicago, Miami, Los Angeles und San Francisco (seit Sommer 2010) täglich angeflogen, New York wird dreimal täglich ab Zürich sowie täglich aus Genf angeflogen. Von Genf aus werden im Codeshare mit Air Canada auch Montreal und Washington (United) direkt angesteuert.
Die Flotte der SWISS besteht aus 98 Flugzeugen[14] (Stand: April 2013) mit einem Durchschnittsalter von 10,4 Jahren:[15]
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[16] | Anmerkungen | Sitzplätze[17] (First/Business/Economy) |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-112 | 6 | 108-138 (-/60/48) | ||
| Airbus A320-214 | 28 | 2 | 4 verleast an Edelweiss Air | 136-168 (-/64/72) |
| Airbus A321-111 | 6 | 176-200 (-/68/108) | ||
| Airbus A321-212 | 2 | 1 | 176-200 (-/68/108) | |
| Airbus A330-223 | 1 | verleast an Edelweiss Air | ||
| Airbus A330-343X | 15 | 1 | 1 verleast an Edelweiss Air | 236 (8/45/183) |
| Airbus A340-313X | 15 | 219 (8/47/164) | ||
| Boeing 777-300ER | 6 | Auslieferung vsl. ab 2016 | - offen - | |
| Fokker 100 | 3 | im Wetlease von Helvetic Airways | 100 (-/-/100) | |
| Dash 8-Q400 | 1 | im Wetlease von Augsburg Airways | 72 (-/-/72) | |
| Saab 2000 | 1 | im Wetlease von Darwin Airline | 50 (-/-/50) | |
| Avro RJ100 | 20 | betrieben durch Swiss European Air Lines | ||
| Gesamt | 98 | 10 |
Mitte November sowie anfangs Dezember 2006 wurden insgesamt zwei zusätzliche Airbus A330-223 (in Zweiklassenkonfiguration) von der Lufthansaflotte in die Swissflotte übertragen und ersetzten einen kurzzeitig angemieteten Airbus A300. Für den Mittelstreckenverkehr war seit Mitte Dezember 2006 eine zusätzliche A320 im Dienst, der im Frühjahr 2007 zwei ältere A321 von Turkish Airlines sowie zwei weitere A320 folgten, um den Zubringerverkehr auszubauen. Zum Sommerflugplan 2008 wurden drei A340-300 von Air Canada und Austrian Airlines integriert.[18] Drei weitere A340-313X wurden 2008 von Air Canada übernommen und haben die zwei A330-223 mit Zweiklassenkonfiguration ersetzt.
Der Mutterkonzern Lufthansa bestellte am 19. September 2007 neun neue Airbus A330-343X als Ersatz für die kleineren Maschinen vom Typ A330-223. Die Auslieferung dieser Maschinen hat 2009 begonnen. Zusätzlich wurden vier weitere A320 beschafft, wovon bereits zwei im Rahmen des Sommerflugplan 2008 in Betrieb (Leasing) genommen worden, die übrigen werden in den Jahren 2011 und 2012 folgen.[19]
Am 14. Dezember 2008 gab Lufthansa bekannt, zwei Airbus A330-300X aus einer eigenen Bestellung an Swiss zu übergeben. Dadurch steigt die Anzahl der bestellten A330-300X der Swiss von neun auf elf.[20]
Mit der Übernahme der Edelweiss Air durch die Swiss, wurden drei Flugzeuge vom Typ A320 ins Eigentum der Swiss übertragen und langfristig an Edelweiss verleast.
Am 22. September 2010 gab Lufthansa bekannt, für Swiss fünf Airbus A330-300, zwei A321 und zwei A320 bestellt zu haben. Die erste Maschine des Typs A330-343X wurde der Swiss am 11. Januar 2012 übergeben, bis 2014 folgen die restlichen Maschinen.[21][22]
Am 14. März 2013 gab Swiss die Bestellung von sechs Maschinen des Typs Boeing 777-300ER bekannt. Die bestellten Maschinen sollen die älteren sechs Flugzeuge des Typs Airbus A340 ersetzen. Die Triple-Seven werden auf gut ausgelasteten Strecken nach Nord- und Südamerika sowie nach Asien und auf saisonal gut ausgelasteten Strecken zum Einsatz kommen. Als Ersatz für die verbleibenden neun A340 wird bis 2015 der Typ entschieden.
Mit Ausnahme der A330 mit Triebwerken von Pratt & Whitney (Codeziffer 2) respektive Rolls-Royce (Codeziffer 4), ist die gesamte Airbus-Flotte mit der CFM56-Triebwerksfamile von CFM International (Codeziffer 1) ausgerüstet. Die Codeziffern stehen bei Airbus-Modellen an der zweiten Stelle der vollständigen dreistelligen Variantenbezeichnung.
Das ehemalige Swiss-Vielfliegerprogramm «Swiss Travel Club» (früher Qualiflyer von Swissair) wurde am 1. April 2006 ins Miles-&-More-Programm der Lufthansa überführt, dem sich auch Austrian angeschlossen hat.
Vertragliche Änderungen ergaben sich für Mitglieder der höchsten Klasse («Swiss Circle»). Ursprünglich waren zur Aufnahme 200.000 Meilen notwendig, davon 150.000 im ersten Jahr der Mitgliedschaft (Aufnahme erfolgte nur auf Empfehlung des Swiss-Management). Im Lufthansa-Vielfliegerprogramm sind für die vergleichbare Klasse hingegen 600.000 Meilen in zwei Jahren notwendig.
Swiss WorldCargo ist die Cargo-Division der Swiss. Sie wurde am 1. April 2002 gebildet und hat ihren Hauptsitz im Hauptgebäude der Swiss am Flughafen Zürich.
Als Anbieter von Airport-to-Airport-Luftfrachtdienstleistungen ist sie auf den Transport hochwertiger Güter und betreuungsintensiver Fracht spezialisiert. Das Streckennetz der Swiss WorldCargo umfasst mehr als 150 Destinationen in über 80 Ländern, ein Grossteil davon in Europa. Das Netzwerk wird durch LKW-Verbindungen ergänzt.
2010 betrug der Cargo-Anteil am Umsatzerlös der Swiss rund 11,5 Prozent, was bei einem Konzernumsatz von 5,267 Milliarden Schweizer Franken rund 600 Millionen Franken entspricht. Der Volumenmässige Frachtladefaktor (interkontinental) war 78 Prozent.[23]
Swiss besitzt keine reinen Frachtflugzeuge.
| Tochtergesellschaften (100,0 %) |
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| Lufthansa Regional | ||
| Kapitalbeteiligungen |
JetBlue Airways (19,0 %) Luxair (13,0 %) Brussels Airlines (45,0 %) |
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| Technik |
Lufthansa Technik Lufthansa Technical Training Lufthansa Flight Training Lufthansa Systems |
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| Catering | LSG Sky Chefs | |
| Sonstige | AirPlus Fraport Terminal 2 am Flughafen München Delvag Miles & More | |
| Allianzen | Star Alliance Lufthansa Regional | |
| Ehemalige | Lufthansa Italia |