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Tarom

TAROM
IATA-Code: RO
ICAO-Code: ROT
Rufzeichen: TAROM
Gründung: 1920 als CFRNA
Sitz: Bukarest, Rumänien Rumänien
Drehkreuz:

Cluj-Napoca

Heimatflughafen: Bukarest-Otopeni
Unternehmensform: Societate pe actiuni (Aktiengesellschaft)
IATA-Prefixcode: 281
Leitung: Ruxandra Brutaru (Vorstandsvorsitzende)
Mitarbeiterzahl: 2460[1]
Bilanzsumme: -27 Mio. US-$ (2009)
Fluggastaufkommen: 1,63 Mio. (2009)[1]
Allianz: SkyTeam[2]
Vielfliegerprogramm: Flying Blue (von Air France-KLM)
Flottenstärke: 24
Ziele: National und international

TAROM (kurz für Transporturile Aeriene Române) ist die staatliche Fluggesellschaft Rumäniens mit Sitz in Bukarest und Basis auf dem Flughafen Bukarest-Otopeni sowie Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgänger von TAROM ist die 1920 gegründete CFRNA (French-Romanian Company for Air Navigation). Zum Einsatz kamen Maschinen des französischen Herstellers Potez für die Passagier- und Postlinienverbindung von Bukarest nach Paris, mit mehreren Zwischenlandungen in europäischen Metropolen. 1926 wurde der Name in CIDNA geändert und 1930 in LARES (Liniile Aeriene Române Exploatate de Stat). 1937 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Mitwettbewerber SARTA (Societatea Romnâ de Transporturi Aeriene).

Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 8. August 1945, folgte die Neugründung als rumänisch-sowjetische Fluggesellschaft TARS (Transporturi Aeriene Româno-Sovietice). Beide Staaten hielten je 50% Anteile an der Gesellschaft. Der sowjetische Anteil wurde am 18. September 1954 von der rumänischen Regierung übernommen, und die Gesellschaft erhielt den heutigen Namen TAROM.

Bis 1960 bestand das Streckennetz hauptsächlich aus nationalen und europäischen Verbindungen. 1966 erfolgte der erste Trans-Atlantik-Flug und 1974 die erste Linienverbindung nach New York (John F. Kennedy International Airport). Die Strecken wurden mit Maschinen sowjetischer Bauart sowie mit Boeing 707 durchgeführt. In den 1990er-Jahren wurden die Maschinen durch Airbus A310 ersetzt. Zwischen 2001 und 2003 wurden alle Langstreckenverbindungen eingestellt.

Seit Juni 2010 ist TAROM Vollmitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam.[2] Kurz zuvor war bereits das bisherige Vielfliegerprogramm Smart Miles durch Flying Blue von Air France-KLM ersetzt worden.

Flugziele

TAROM bedient neben mehreren Zielen innerhalb Rumäniens Destinationen in Europa und dem Nahen Osten. Angeflogen werden beispielsweise Timioara, Barcelona, London und Tel Aviv. Ziele im deutschsprachigen Raum sind Frankfurt am Main, München, Salzburg (nur saisonal) und Wien. Langstrecken, wie beispielsweise zuletzt in die USA, werden derzeit nicht mehr angeboten.

Flotte

Mit Stand Januar 2012 besteht die Flotte der TAROM aus 24 Flugzeugen[3] mit einem Durchschnittsalter von 11,3 Jahren:[4]

Flugzeugtyp aktiv bestellt Bemerkungen
Airbus A310-300 02 1 betrieben für die Regierung Rumäniens
Airbus A318-100 04
ATR 42-500 07
ATR 72-500 02
Boeing 737-300 04
Boeing 737-700 04 mit Winglets ausgestattet
Boeing 737-800 01 mit Winglets ausgestattet
Gesamt 24 -

Vor dem Umbruch des Ostblocks flog TAROM großteils Flugzeuge der sowjetischen Hersteller Antonow, Tupolew PSC und Iljuschin. Daneben waren aber auch die Typen Rombac 1-11, ein rumänischer Lizenzbau der britischen BAC 1-11, sowie Boeing 707 im Einsatz.

Zwischenfälle

TAROM verzeichnet seit 1960 insgesamt 23 Zwischenfälle mit Flugzeugverlusten, wobei bei 14 hiervon auch Todesopfer zu beklagen waren, sowie zwei Flugzeugentführungen.[5] Alle fünf Vorfälle seit Ende der Sowjetunion sind hier exemplarisch aufgelistet:

  • Am 14. August 1991 kollidierte eine Frachtmaschine vom Typ Iljuschin Il-18 aus Bukarest kommend aufgrund eines zu tiefen Landeanflugs auf Timioara mit bergigem Gelände. Alle neun Menschen an Bord kamen ums Leben.[6]
  • Am 31. März 1995 ereignete sich das schwerste Unglück in der Geschichte der TAROM. Ein Airbus A310-300 auf dem Weg von Bukarest nach Brüssel stürzte infolge einer Fehlfunktion der Triebwerke kurz nach dem Start ab, wobei alle 60 Menschen an Bord ums Leben kamen. Beim Umschalten vom Startbetrieb in den Reiseflug wurde der Schub durch ein automatisches System nur auf einem der beiden Triebwerke deutlich reduziert, während das andere auf hoher Leistung verblieb. Durch den Unterschied drehte sich die Maschine und geriet in eine unkontrollierbare Lage. Sie stürzte schließlich bei Balotesti auf freies Gelände.[7]
  • Am 30. Dezember 1995 setzte eine BAC 1-11 bei schlechtem Wetter hart auf der Landebahn in Istanbul auf, woraufhin das Bugfahrwerk einbrach und die Maschine seitlich von der Bahn rutschte. Es gab keine Todesopfer, die Maschine wurde jedoch irreparabel beschädigt.[8]
  • Am 7. Juni 1997 schlug erneut eine BAC 1-11 bei der Landung in Stockholm hart auf die Bahn auf und wurde strukturell irreparabel beschädigt. Zum Unfallzeitpunkt traten schwere Windböen auf.[9]
  • Am 30. Dezember 2007 kollidierte eine Boeing 737-300 in Bukarest während des Startlaufs in dichtem Nebel mit einem auf der Startbahn zurückgelassenen Baufahrzeug. Die Maschine wurde irreparabel beschädigt, es gab jedoch keine Todesopfer.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b FlugRevue September 2010, S.32-35, Osteuropas Spätzünder - Tarom auf Erneuerungskurs
  2. a b airliners.de - SkyTeam ändert Mitgliedsregelungen 25. Juni 2010
  3. ch-aviation.ch - Flotte der TAROM (englisch) abgerufen am 1. Januar 2012
  4. airfleets.net - Flottenalter der TAROM (englisch) abgerufen am 1. Januar 2012
  5. aviation-safety.net - ASN Aviation Safety Database (englisch) abgerufen am 15. Oktober 2011
  6. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, abgerufen am 15. Oktober 2011
  7. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, abgerufen am 15. Oktober 2011
  8. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, abgerufen am 15. Oktober 2011
  9. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, abgerufen am 15. Oktober 2011
  10. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network, abgerufen am 15. Oktober 2011

Weblinks


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