| Turkish Airlines AO | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | TK | |
| ICAO-Code: | THY | |
| Rufzeichen: | TURKISH | |
| Gründung: | 1933 | |
| Sitz: | Istanbul, Türkei | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Istanbul-Atatürk | |
| Unternehmensform: | Anonim Ortaklk (Aktiengesellschaft) | |
| ISIN: | AT0000A0E8Z0 | |
| IATA-Prefixcode: | 235 | |
| Leitung: | Temel Kotil (CEO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 15'857[1] | |
| Umsatz: | US$ 8,32 Milliarden[1] | |
| Fluggastaufkommen: | 39,1 Millionen[1] | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Miles & Smiles | |
| Flottenstärke: | 212[1] | |
| Ziele: | 204 (National und International)[1] | |
Turkish Airlines (türkisch: Türk Hava Yollar A. O.) ist die teilstaatliche Fluggesellschaft der Türkei mit Sitz in Istanbul und Mitglied der internationalen Luftfahrt-Allianz Star Alliance[2] sowie Partner Airline der Arab Air Carriers Organization.[3] 49,12 % der Anteile gehören dem Staat, 50,88 % werden an der Istanbuler Börse gehandelt.[4]
Inhaltsverzeichnis |
Turkish Airlines wurde im Mai 1933 unter dem Namen Türkiye Devlet Hava Yollari (DHY) gegründet. Die Flotte bestand zu dem Zeitpunkt aus zwei Kingbird mit je fünf Sitzplätzen, zwei Junkers F 13 mit je 4 Sitzplätzen und einer Havilland Dragon mit 10 Sitzen. 1938 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs DC-3 ergänzt. Der erste Auslandsflug erfolgte 1947 von Ankara über Istanbul nach Athen. Zwischen 1958 und 1960 wurden mehrere Flugzeuge der Hersteller Vickers Viscount und Fokker (F-27) eingekauft.
1967 wurde das erste Düsenflugzeug in die Flotte der Luftlinie integriert, eine Douglas DC-9-14. 1971 wurde die Flotte mit einer vorerst geleasten Boeing 707 verstärkt. Am 1. Dezember 1972 wurde das erste Großraum-Flugzeug (DC-10) an Turkish Airlines (THY) ausgeliefert. Somit war THY der erste nicht amerikanische Betreiber dieses Fluggerätes. 1973 wurden die Maschinen F-27 durch Modelle des Typs F-28 ersetzt. 1974 wurden die ersten Boeing 727 in die Flotte integriert.
Im Jahre 1974 gründete Turkish Airlines die Tochtergesellschaft Cyprus Turkish Airlines.
1985 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs Airbus A310 ergänzt. Im Juni 1986 wurde die erste Verbindung nach Fernost durch einen Flug nach Singapur eingerichtet, im August 1988 startete der erste Flug nach New York.
1987 wurde zusammen mit Investmentbanken die Fluggesellschaft Boaziçi Hava Tamaclk (BHT) gegründet. Da die gewünschten Auslastungen nicht erreicht wurden, zog man sich 1989 aus dem Fracht- und Charterbereich BHT zurück.
1989 gründete Turkish Airlines die Inlandsairline Türk Hava Tamaclk (THT) mit Regionalflugzeugen des Typs ATP. Im selben Jahr wurde zusammen mit der Deutschen Lufthansa SunExpress gegründet.
1991 begann Turkish Airlines eine Flottenerweiterung mit Flugzeugen des Typs Boeing 737. Im Juni 1993 wurden die ersten Airbus A340-300 in die Flotte integriert. Es folgten im selben Jahr kleinere Maschinen für Inlandsflüge des Typs Avro RJ 100. Im August 1993 fanden auf den Flugzeugen des Typs A340 die ersten Flüge mit First-Class statt. 1994 wurde die dritte A340 dazugekauft, die Modelle DC-9 dagegen ausgemustert.
1994 entschied man sich, die THT in die THY einzugliedern. 1996 gab die Lufthansa ihre 49 %ige Teilhaberschaft an SunExpress an den Ferienflieger Condor, später Thomas Cook, ab. Im Jahr 2007 erwarb Lufthansa wieder diese Anteile.
1998 unterzeichnete Turkish Airlines ein Geschäftsabkommen (Allianz) mit den fünf der größten Airlines in Europa und weiteren zu The Qualiflyer Group. Neben der Verstärkung der Flotte um 15 Boeing 737-800 (Erstlieferung Mai 1998)[5] wurde 1999 der zweite große Wartungshangar in Betrieb genommen. Turkish Airlines fertigt somit noch mehr internationale und renommierte Fluggesellschaften als Kunden ab. Ab demselben Jahr gilt ein Rauchverbot auf allen Turkish Airlines Maschinen.
Die Fluggesellschaft unternahm im Jahr 2000 eine Flottenaufstockung durch sieben zusätzliche Boeing 737-800 und einen Airbus A340. Die ersten Handelsflüge nach Sydney (Australien) wurden anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2000 aufgenommen. Auch das Vielfliegerprogramm Miles&Smiles wurde im Jahr 2000 eingeführt.
2003 wurden Online-Tickets und Reisen ohne Flugschein eingeführt. Turkish Airlines führte eine Kampagne zur Bereitstellung von automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) in allen Flugzeugen und Schulung der Crew zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen.
2005 gab es eine Flottenvergrößerung durch vier neue Airbus-Modelle: A320, A321 und den ersten A330. Bei Boeing wurden 15 weitere B737-800 bestellt.[6] Im selben Jahr wurden das Erscheinungsbild und das Servicekonzept von Turkish Airlines erneuert: die Flugzeuge erhielten eine neu gestaltete Lackierung mit einer Tulpe im Heckbereich. Ab 2006 schloss Turkish Airlines ein Abkommen mit Kenia Airways und führte Verhandlungen über den Eintritt in die Star Alliance. Im selben Jahr unterzeichneten Pratt & Whitney und Turkish Airlines Technic ein Abkommen für den Bau eines großen Wartungzentrums am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen, das das achte Wartungszentrum von P&W weltweit werden wird.
Seit 2006 ist Turkish Airlines nach den Qualitätsstandards OHSAS 18001:1999, ISO 9001:2000 und ISO 14001:2004 zertifiziert.[7]
2008 gründete Turkish Airlines angesichts wachsender Konkurrenz um Billigflüge auf inländischen Strecken die Billigfluggesellschaft AnadoluJet. Im Dezember 2008 wurden 49 % der Anteile der bosnisch-herzegowinischen Fluggesellschaft B&H Airlines übernommen.[8] Turkish Airlines bekundete auch Übernahmeinteresse an der angeschlagenen serbischen Fluggesellschaft JAT Airways sowie an Polens nationalem Carrier LOT; diese Pläne wurden später wieder verworfen.[9][10] Am 24. und 25. Dezember 2008 wurde die Flotte um zwei Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-300ER erweitert. Mit diesen Maschinen bietet THY auch First Class Flüge an, u.a. zu den Zielen Singapur, Hong Kong, London, New York und Tokyo.[11] Seit dem 1. April 2008 ist Turkish Airlines Mitglied der 1997 gegründeten Luftfahrtallianz Star Alliance.
2010 erhöhte TA im Rahmen ihrer Marketingstrategie ihr Sportsponsoring. Sie fungiert als 'Official Carrier' oder Hauptsponsor für einige Fußball- und Basketballvereine wie FC Barcelona, Manchester United, Schachtar Donezk und den Athener Klub Maroussi BC. 2011 war TA Titelsponsor der europäischen Basketball-Liga, die damit ab 2011 offiziell Turkish Airlines Euroleague Basketball hieß.[12]
TA führte auf Langstrecken neben der regulären Economy- eine neue Premium-Economy-Klasse ein, die mit 116 cm Sitzabstand und eigenen Sitzen der Business-Klasse sehr nahe kommen.[13] Daneben bietet TA (nach eigenen Angaben als erste Fluggesellschaft weltweit) Live-Fernsehen auf Transatlantikflügen an. Weiterhin soll auch der Internetzugang über dem Ozean ermöglicht werden.[14]
Im Juni 2012 wurde bekannt, dass Turkish Airlines seine Langstreckenflotte erweitern will, und zwar um mindestens 15 Großraumflugzeuge. Es sollen weder Airbus A380 noch Boeing 747-8 bestellt werden. [15]
Im Februar 2013 gab TA bekannt, dass der Ausschank und Verkauf von alkoholischen Getränke auf den Flügen nach Saudi Arabien, Iran, Ägypten, Kuwait, Pakistan, Irak, Somalia, Senegal und Niger komplett eingestellt worden ist. Als Gründe wurden Bedarfsmangel und logistische Probleme genannt. Dieses vorgehen wurde in den Medien stark kritisiert, ebenso das neue Design der einheitlichen Arbeitskleidung des Kabinenpersonals. Kritiker sehen hierin eine Einflussnahme der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP unter dem Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoan. [16]
Ebenfalls im Februar 2013 gab TA bekannt, dass eine neue staatliche Fluggesellschaft für den Staat Niger gegründet werden soll, in der TA die Aufbau- und Kompetenzleistungen übernehmen soll. Air Niger war die letzte Fluggesellschaft in Niger, die 1985 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten eingestellt worden ist. Das Drehkreuz wird in Niamey liegen und die Gesellschaft Niger Airways heißen. 51 Prozent der Anteile sollen Niger gehören; 49 Prozent TA.[17]
Turkish-Airlines-Chef Temel Kotil bezeichnete TA im März 2013 als die weltweit am schnellsten wachsende Fluggesellschaft. [18]
Das Streckennetz besteht aus 35 Zielen in der Türkei und 184 internationalen Zielen (Insgesamt 219 Ziele Weltweit) (Stand: Februar 2013).[19] Es wird über das Drehkreuz in Istanbul mit dem Flughafen Istanbul-Atatürk (IST) im europäischen Teil bedient. Weitere Hauptflughäfen sind in Ankara (Esenboga International Airport, ESB) und Izmir (Adnan Menderes Airport, ADB) gelegen. 2012 transportierte Turkish Airlines 38,1 Millionen Passagiere (2006 waren es 16 Mio. Passagiere). Laut Airline Guide fliegt Turkish Airlines mit 90 Ländern die meisten Länder weltweit an.[19]
Turkish Airlines unterhält darüber hinaus Codeshare-Abkommen mit Malaysia Airlines (seit 1999), Austrian Airlines, American Airlines, LOT, Czech Airlines (alle seit 2000), SunExpress (seit 2001), Lufthansa (seit 2007), All Nippon Airways (seit 2008), Singapore Airlines, Asiana Airlines, Etihad (seit 2009)[20] Weiters mit Egyptair, Royal Air Maroc, Syrian Arab Airlines[3] Luxair.[21], Ethiopian Airlines, Garuda Indonesia, TAP Portugal, Pakistan International Airlines, Swiss, Air Malta, United Airlines, US Airways, und Air China.[22]
Mit Stand April 2013 besteht die Flotte der Turkish Airlines aus 205 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 6,5 Jahren[23]
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Airbus A310-300F | 3 | 0 | Frachtmaschinen der Turkish Airlines Cargo |
| Airbus A330-200F | 3 | 2 | Frachtmaschinen der Turkish Airlines Cargo |
| Airbus A319-100 | 14 | 0 | |
| Airbus A320-200 | 32 | 0 | |
| Airbus A320neo | 0 | 4 | |
| Airbus A321-200 | 35 | 6 | Einer in "Star Alliance - 15 Years" - Sonderlackierung |
| Airbus A321neo | 0 | 53 | Zudem 35 als Option |
| Airbus A330-200 | 8 | 0 | |
| Airbus A330-300 | 10 | 17 | |
| Airbus A340-300 | 7 | 0 | |
| Boeing 737-400 | 1 | 0 | |
| Boeing 737-700 | 14 | 0 | |
| Boeing 737-800 | 56 | 33 | |
| Boeing 737-900ER | 10 | 5 | |
| Boeing 737-MAX 8 | 0 | 65 | Zudem 25 als Option |
| Boeing 737-MAX 9 | 0 | 10 | |
| Boeing 777-300ER | 12 | 15 | |
| Gesamt | 205 | 210 |
Alle Flugzeuge der Turkish Airlines werden traditionell nach türkischen Städten benannt. Hierbei gilt folgendes Prinzip: Große Modelle (A340/330) erhalten Großstädte als Paten. Je kleiner der Flugzeugtyp, desto kleiner die namengebende Stadt. Durch die Flottenerweiterung überstieg die Anzahl der Flugzeuge die der 81 türkischen Provinzen, wodurch man die Flugzeuge auch nach bekannten Örtlichkeiten und Begriffen tauft.[24]
Während die Anzahl der Flugzeuge im Juni 2008 noch 105 betrug, erhöhte sie sich im Laufe des Sommers kontinuierlich und erreichte im September 115 und Dezember 2008 erstmals 120.[25] Durch neue Bestellungen an modernen Flugzeugen sollen sich sowohl die Flottenstärke, als auch die Anzahl der Reiseziele kontinuierlich erhöhen. Die Beschaffung neuer Flugzeuge der jüngsten Generation hat neben dem wirtschaftlichem Aspekt durch etwa geringeren Kerosinverbrauch auch strategische Gründe. Durch Aufnahme von Flügen zu neuen Flugzielen in Nord- und Südamerika, Australien und dem Fernen Osten beabsichtigt die Turkish Airlines, ihren Anteil an Langstreckenflügen zu erhöhen.
Im Oktober 2010 nahm sie ihre erste eigene Boeing 777-300ER entgegen. Sie erhielt eine neue Lackierung und den Namen Dolmabahce. Sie hat die Registrierung TC-JJE und wird wie alle anderen Boeing 777-300ER hauptsächlich für die Flüge nach New York, Los Angeles, Tokio, Peking, Seoul, Hongkong, Shanghai, Sao Paulo, Buenos Aires, Toronto, Bangkok, London, Paris, Frankfurt, Dubai und ab April 2013 Houston. eingesetzt. Mit dieser neuen B777-300ER wurde zum ersten Mal die Comfort Class eingeführt. Sie ist als Premium-Economy zwischen der Economy- und der Business-Klasse angesiedelt.
Im März 2013 wurde bestätigt, dass THY, um den Flugzeugbestand auf 375 Stück zu erhöhen, die bis dato größte Bestellung in der türkischen Luftfahrtgeschichte getätigt hat. Bis 2020 sollen 140 neue Flugzeuge beschafft werden: 2 A330-200F, 31 A321-200, 4 A320neo sowie 53 A321neo (plus 35 als Option) und 17 A330-300 von Airbus[26][27][28] sowie 13 737-800, 5 737-900ER und 15 777-300ER von Boeing[29].
Seit 1959 verlor THY 23 Flugzeuge, wobei insgesamt 902 Menschen starben. Seit 1990 verlor Turkish Airlines sieben Maschinen mit insgesamt 148 Todesopfern.[58][59]
<ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Airbus.<ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen bestellung.<ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Bestellungen.<ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Boeing.Afriqiyah Airways | Air Algérie | Air Arabia | EgyptAir | Emirates | Etihad Airways | Gulf Air | Iraqi Airways | Jordan Aviation | Kuwait Airways | Libyan Airlines | Middle East Airlines | Oman Air | Palestinian Airlines | Qatar Airways | RAK Airways | Royal Air Maroc | Royal Jordanian | Saudia | Sudan Airways | Syrian Arab Airlines | Trans Mediterranean Airways | Tunisair | Turkish Airlines | Yemenia