| Turkish Airlines AO | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | TK | |
| ICAO-Code: | THY | |
| Rufzeichen: | TURKISH | |
| Gründung: | 1933 | |
| Sitz: | Istanbul, Türkei | |
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Flughafen Istanbul-Atatürk | |
| Unternehmensform: | Anonim Ortaklk | |
| ISIN: | AT0000A0E8Z0 | |
| IATA-Prefixcode: | 235 | |
| Leitung: | Temel Kotil (CEO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 11.525 | |
| Umsatz: | 3,98 Milliarden Euro (2010)[1] | |
| Bilanzsumme: | 3,66 Milliarden Euro[2] | |
| Fluggastaufkommen: | 29 Millionen (2010)[1] | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Miles & Smiles | |
| Flottenstärke: | 180 (+ 58 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
Turkish Airlines (türkisch: Türk Hava Yollar A. O.) ist die teilstaatliche Fluggesellschaft der Türkei mit Sitz in Istanbul und Mitglied der internationalen Luftfahrt-Allianz Star Alliance sowie der Arab Air Carriers Organization.[3][4] 49,12 % der Anteile gehören dem Staat, 50,88 % werden an der Istanbuler Börse gehandelt.[5]
Inhaltsverzeichnis |
Turkish Airlines wurde im Mai 1933 unter dem Namen Türkiye Devlet Hava Yollari (DHY) gegründet. Die Flotte bestand zu dem Zeitpunkt aus zwei Kingbird mit je fünf Sitzplätzen, zwei Junkers F 13 mit je 4 Sitzplätzen und einer Havilland Dragon mit 10 Sitzen. 1938 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs DC-3 ergänzt. Der erste Auslandsflug erfolgte 1947 von Ankara über Istanbul nach Athen. Zwischen 1958 und 1960 wurden mehrere Flugzeuge der Hersteller Vickers Viscount und Fokker (F-27) eingekauft.
1967 wurde das erste Düsenflugzeug in die Flotte der Luftlinie integriert, eine Douglas DC-9-14. 1971 wurde die Flotte mit einer vorerst geleasten Boeing 707 verstärkt. Am 1. Dezember 1972 wurde das erste Großraum-Flugzeug (DC-10) an Turkish Airlines (THY) ausgeliefert. Somit war THY der erste nicht amerikanische Betreiber dieses Fluggerätes. 1973 wurden die Maschinen F-27 durch Modelle des Typs F-28 ersetzt. 1974 wurden die ersten Boeing 727 in die Flotte integriert.
Im Jahre 1974 gründete Turkish Airlines die Tochtergesellschaft Cyprus Turkish Airlines.
1985 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs Airbus A310 ergänzt. Im Juni 1986 wurde die erste Verbindung nach Fernost durch einen Flug nach Singapur eingerichtet, im August 1988 startete der erste Flug nach New York.
1987 wurde zusammen mit Investmentbanken die Fluggesellschaft Boaziçi Hava Tamaclk (BHT) gegründet. Da die gewünschten Auslastungen nicht erreicht wurden, zog man sich 1989 aus dem Fracht- und Charterbereich BHT zurück.
1989 gründete Turkish Airlines die Inlandsairline Türk Hava Tamaclk (THT) mit Regionalflugzeugen des Typs ATP. Im selben Jahr wurde zusammen mit der Deutschen Lufthansa SunExpress gegründet.
1991 unternahm Turkish Airlines eine Flottenerweiterung durch Flugzeuge des Typs Boeing 737. Im Juni 1993 wurden die bis heute größten Fluggeräte der Airline in die Flotte integriert: Airbus A340-300. Es folgten im selben Jahr kleinere Maschinen für Inlandsflüge des Typs Avro RJ 100. Im August 1993 fanden auf den Flugzeugen des Typs A340 die ersten First-Class-Flüge statt. 1994 wurde die dritte A340 dazugekauft, die Modelle DC-9 dagegen ausgemustert.
1994 entschied man sich, die THT in die THY einzugliedern. 1996 gab die Lufthansa ihre 49 %ige Teilhaberschaft an SunExpress an den Ferienflieger Condor, später Thomas Cook, ab. Im Jahr 2007 erwarb Lufthansa wieder diese Anteile.
1998 unterzeichnete Turkish Airlines ein Geschäftsabkommen (Allianz) mit den fünf der größten Airlines in Europa und weiteren zu The Qualiflyer Group. Neben der Verstärkung der Flotte um 15 Boeing 737-800 (Erstlieferung Mai 1998)[6] wurde 1999 der zweite große Wartungshangar in Betrieb genommen. Turkish Airlines fertigt somit noch mehr internationale und renommierte Fluggesellschaften als Kunden ab. Ab demselben Jahr gilt ein Rauchverbot auf allen Turkish Airlines Maschinen.
Die Fluggesellschaft unternahm im Jahr 2000 eine Flottenaufstockung durch sieben zusätzliche 737-800 und einen A340. Die ersten Handelsflüge nach Sydney (Australien) wurden anlässlich der Olympischen Sommerspiele aufgenommen. Das Frequent-Flyer-Programm Miles&Smiles wurde im selben Jahr eingeführt.
2002 flog Turkish Airlines die türkische Fußballnationalmannschaft als Belohnung für den dritten Platz in der WM in Südkorea/Japan im Fußball-Design-lackierten Airbus A340 nach Hause. Das Farbmuster erntete international große Anerkennung.
2003 wurden Online-Tickets und Reisen ohne Flugschein eingeführt. Turkish Airlines führte eine Kampagne zur Bereitstellung von automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) in allen Flugzeugen und Schulung der Crew zur Durchführung der Wiederbelebungsmaßnahmen.
2005 gab es eine Flottenaufstockung durch vier neue Modelle: Airbus A320, A321 und die erste A330. Bei Boeing werden 15 weitere B737-800 bestellt.[7] Im selben Jahr wurde das Erscheinungsbild und das Servicekonzept von Turkish Airlines erneuert: die Flugzeuge erhalten eine neu gestaltete Lackierung mit einer Tulpe im Heckbereich. Ab 2006 schloss Turkish Airlines ein Abkommen mit Kenia Airways und unternahm Verhandlungen über den Eintritt in die Star Alliance. Im selben Jahr unterzeichneten Pratt & Whitney und Turkish Airlines Technic ein Abkommen für den Bau eines großen Wartungzentrums am Flughafen Sabiha Gökçen in Istanbul, welches das achte Wartungszentrum von P&W weltweit werden wird.
Seit 2006 ist Turkish Airlines ist nach den Qualitätsstandards OHSAS 18001:1999, ISO 9001:2000 und ISO 14001:2004 zertifiziert.[8]
2008 gründete Turkish Airlines die Billigfluggesellschaft AnadoluJet, um der wachsenden Konkurrenz um Billigflüge auf inländischen Strecken gerecht zu werden. Im Dezember 2008 wurden 49 % der Anteile der bosnisch-herzegowinischen Fluggesellschaft B&H Airlines übernommen.[9] Außerdem bekundet die Turkish Airlines Übernahmeinteresse an der angeschlagenen serbischen Fluggesellschaft JAT Airways und an Polens nationalem Carrier LOT.[10] Am 24. und 25. Dezember 2008 wurde die Flotte um zwei Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-300ER erweitert. Mit diesen Maschinen bietet THY zum ersten Mal auch First Class Flüge, u.a. zu den Zielen Singapur, Hong Kong, London, New York und Tokyo an.[11] Seit dem 1. April 2008 ist Turkish Airlines Mitglied der 1997 gegründeten Luftfahrtallianz Star Alliance.
2010 baut die Fluglinie ihr sportliches Engagement und damit ihre Marketingstrategie europaweit aus. Sie fungiert als Official Carrier oder Hauptsponsor für verschiedene Fußball- und Basketballvereine wie FC Barcelona, Manchester United, Schachtar Donezk und dem Athener Klub Maroussi BC. Zudem ist die Airline Titelsponsor der europäischen Basketball-Liga, die damit ab 2011 offiziell Turkish Airlines Euroleague Basketball heißt.[12]
Die Airline führte auf Langstrecken neben der regulären Economy- eine neue Premium-Economy-Klasse ein, die mit 116 cm Sitzabstand und eigenen Sitzen der Business-Klasse sehr nahe kommen.[13] Daneben bietet das Unternehmen als erste Fluggesellschaft weltweit Live-Fernsehen auf Transatlantikflügen an. Weiterhin soll auch der Internetzugang über dem Ozean ermöglicht werden.[14]
Das Streckennetz besteht aus 44 Zielen in der Türkei und 188 Zielen weltweit (Stand: November 2011).[15] Es wird über das Drehkreuz in Istanbul mit dem Flughafen Istanbul-Atatürk (IST) im europäischen Teil bedient. Weitere Hauptflughäfen sind in Ankara (Esenboga International Airport, ESB) und Izmir (Adnan Menderes Airport, ADB) gelegen. 2008 transportierte Turkish Airlines 22,5 Millionen Passagiere (2006 waren es 16 Mio. Passagiere).
Turkish Airlines unterhält darüber hinaus Codeshare-Abkommen mit Malaysia Airlines (seit 1999), Austrian Airlines, American Airlines, LOT, Czech Airlines (alle seit 2000), SunExpress (seit 2001), Lufthansa (seit 2007), All Nippon Airways (seit 2008), Singapore Airlines, Asiana Airlines, Etihad (seit 2009)[16] sowie seit 2010 mit Spanair.[17] Weiters mit Egyptair, Royal Air Maroc und Syrian Arab Airlines.[18]
Mit Stand Dezember 2011 besteht die Flotte der Turkish Airlines aus 180 Flugzeugen[19] mit einem Durchschnittsalter von 6,5 Jahren[20]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[21][22] | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Airbus A310-300F | 4 | Frachtmaschinen der Turkish Airlines Cargo | |
| Airbus A330-200F | 2 | 3 | Frachtmaschinen der Turkish Airlines Cargo |
| Airbus A319-100 | 10 | 1 betrieben für B&H Airlines | |
| Airbus A320-200 | 27 | ||
| Airbus A321-200 | 28 | 16 | |
| Airbus A330-200 | 7 | ||
| Airbus A330-300 | 7 | 3 | |
| Airbus A340-300 | 9 | ||
| Boeing 737-400 | 3 | ||
| Boeing 737-700 | 14 | ||
| Boeing 737-800 | 54 | 19 | |
| Boeing 737-900ER | 2 | 15 | |
| Boeing 777-300ER | 13 | 2 geleast von Jet Airways | |
| Gesamt | 180 | 58 |
Alle Flugzeuge der Turkish Airlines werden traditionell nach türkischen Städten benannt. Hierbei gilt folgendes Prinzip: Große Modelle (A340/330) erhalten Großstädte als Paten. Je kleiner der Flugzeugtyp, desto kleiner die namengebende Stadt. Durch die Flottenerweiterung überstieg die Anzahl der Flugzeuge die der 81 türkischen Provinzen, wodurch man die Flugzeuge auch nach bekannten Örtlichkeiten und Begriffen tauft.[23]
Während die Anzahl der Flugzeuge im Juni 2008 noch 105 betrug, erhöhte sie sich im Laufe des Sommers kontinuierlich und erreichte im September 115 und Dezember 2008 erstmals 120.[24] Durch neue Bestellungen an modernen Flugzeugen sollen sich sowohl die Flottenstärke, als auch die Anzahl der Destinationen kontinuierlich erhöhen. Die Beschaffung neuer Flugzeuge der jüngsten Generation hat neben dem wirtschaftlichem Aspekt durch etwa geringeren Kerosinverbrauch auch strategische Gründe. Durch Aufnahme von Flügen zu neuen Flugzielen in Nord- und Südamerika, Australien und dem Fernen Osten beabsichtigt die Turkish Airlines, ihren Anteil an Langstreckenflügen zu erhöhen.
Im Oktober 2010 nahm sie ihre erste eigene Boeing 777-300ER entgegen. Sie erhielt eine neue Lackierung und den Namen Dolmabahce. Sie hat die Registrierung TC-JJE und wird wie alle anderen Boeing 777-300ER hauptsächlich für die Flüge nach Tokio, Hongkong, Bangkok und London eingesetzt. Mit dieser neuen B777-300ER wurde zum ersten Mal die Comfort Class eingeführt. Sie ist als Premium-Economy zwischen der Economy- und der Business-Klasse angesiedelt.
Seit 1959 verlor THY 23 Flugzeuge, wobei insgesamt 901 Menschen starben. Seit 1990 verlor Turkish Airlines sechs Maschinen mit insgesamt 147 Todesopfern.[45]
Gründungsmitglieder: Air Canada | Lufthansa | SAS Scandinavian Airlines | Thai Airways International | United Airlines
Weitere Mitglieder: Adria Airways | Aegean Airlines | Air China | Air New Zealand | All Nippon Airways | Asiana Airlines | Austrian | British Midland Airways | Brussels Airlines | Continental Airlines | EgyptAir | Ethiopian Airlines | LOT | Singapore Airlines | South African Airways | Spanair | Swiss International Air Lines | TAM Linhas Aéreas | TAP Portugal | Turkish Airlines | US Airways
Regionale Mitglieder: Blue1 | Croatia Airlines
Beschlossene Beitritte: Avianca | TACA | Copa Airlines | Shenzhen Airlines
Ehemalige Mitglieder: Ansett Australia | Mexicana de Aviación | Shanghai Airlines | VARIG
Afriqiyah Airways | Air Algérie | Air Arabia | EgyptAir | Emirates | Etihad Airways | Gulf Air | Iraqi Airways | Jordan Aviation | Kuwait Airways | Libyan Airlines | Middle East Airlines | Oman Air | Palestinian Airlines | Qatar Airways | RAK Airways | Royal Air Maroc | Royal Jordanian | Saudi Arabian Airlines | Sudan Airways | Syrian Arab Airlines | Trans Mediterranean Airways | Tunisair | Turkish Airlines | Yemenia