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British Airways

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
British Airways Plc.
IATA-Code: BA
ICAO-Code:
  • BAW
  • SHT (Inlandsflüge)
  • XMS (Weihnachtscharterflüge)[1]
Rufzeichen:
  • SPEEDBIRD
  • SHUTTLE (Inlandsflüge)
  • SANTA (Weihnachtscharterflüge)[1]
Gründung: 1974
Sitz: London, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

London-Heathrow

Unternehmensform: Plc.
ISIN: GB0001290575
IATA-Prefixcode: 125
Leitung: Keith Williams (CEO)
Mitarbeiterzahl: 39.304[2] (2015)
Umsatz: £ 11,3 Milliarden[2] (2015)
Bilanzsumme: £ 2,5 Milliarden[2] (2015)
Fluggastaufkommen: 43,3 Millionen[2] (2015)
Allianz: Oneworld Alliance
Vielfliegerprogramm: Executive Club
Flottenstärke: 269 (+ 71 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.britishairways.com

British Airways (kurz BA) ist die nationale Fluggesellschaft des Vereinigten Königreichs mit Sitz in London und Basis auf dem Flughafen London Heathrow. Sie ist eine der weltgrößten Fluggesellschaften und Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Zusammen mit Iberia bildet sie die Holding International Airlines Group.

Geschichte

Erste Jahre

Die Geschichte von British Airways beginnt mit der Fusion von Instone, Handley Page, Daimler Airway und British Air Marine Navigation zu Imperial Airways am 31. März 1924, die Interkontinentalflüge anbot. 1935 schlossen sich vier britische Fluglinien, die einen Flugdienst innerhalb Europas anboten, zu British Airways zusammen. Aufgrund eines vom Parlament erlassenen Gesetzes wurden Imperial Airways und British Airways 1939 verstaatlicht und zur British Overseas Airways Corporation (BOAC) verschmolzen. Im August 1946 wurde der innereuropäische Flugverkehr unter dem Namen British European Airways (BEA) aus dem Konzern ausgegliedert. Ein Helikopterflugdienst namens British Airways Helicopters wurde 1964 gegründet, zu seinen Aufgaben gehörte auch die Seenotrettung.

Das Jet-Zeitalter

Im Jahr 1967 übernahm BEA die BKS Air Transport (ab November 1970 Northeast Airlines) sowie die Cambrian Airways, um sich weitere regionale Transportstrecken zu sichern. Die BEA gründete Anfang 1969 die BEA Airtours, später British Airtours, die Charter- und Reiseflüge anbot. Am 1. September 1972 wurden BOAC und BEA zur heutigen British Airways verschmolzen, der erste Auftritt unter dem neuen Namen erfolgte am 1. April 1974. Im März 1976 gingen die Tochtergesellschaften Cambrian Airways und Northeast Airlines in der British Airways auf.

Im Juli 1979 gab die britische Regierung ihre Pläne bekannt, British Airways zügig privatisieren zu wollen. Massive Verluste auf Grund einer anhaltenden Rezession verzögerten diese Pläne aber. Durch den ebenso rasanten wie massiven Anstieg der Treibstoffpreise infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise, wurden bei BA drastische Maßnahmen nötig, um das Überleben des Betriebs zu sichern. Kurzfristig wurden nicht profitable Routen eingestellt, Personal abgebaut und Flugzeuge stillgelegt, mittelfristig erfolgte bis Mai 1982 im Unternehmen eine umfangreiche Neustrukturierung in verschiedene Geschäftsbereiche mit eigenen Wirtschaftsplänen. Am 1. Mai 1984 wurde das Unternehmen zu British Airways Plc. und war damit vollständig privatisiert. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre ging es dem Unternehmen wirtschaftlich gut, sodass zunehmend Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften angestrebt wurden. Außerdem wurde das eigene Branding überarbeitet und modernisiert.

1990er

1992 übernahm British Airways die kleine deutsche Fluggesellschaft Delta Air, die in Deutsche BA umbenannt wurde. Damit wollte British Airways auf dem deutschen Markt stärker in Erscheinung treten. Da diese jedoch keine Gewinne erbrachte, wurde sie am 2. Juni 2003 an die Intro Verwaltungsgesellschaft verkauft.

Seit Anfang der 1990er hatte British Airways, wie andere ehemals staatliche Fluggesellschaften, mit einer zunehmenden Konkurrenz an Billigfluggesellschaften zu kämpfen. Dennoch war British Airways im Rezessionsjahr 1992 die weltweit einzige internationale Fluggesellschaft, die keinen Verlust machte. Im Gegensatz zu den europäischen Hauptkonkurrenten Lufthansa und Air France erkannte British Airways bereits in den 1990er Jahren das Problem und begann ihr Konzept zu überarbeiten. Durch die starke Konkurrenz von EasyJet und Ryanair auf innereuropäischen Strecken begann ein Teilrückzug von diesen Verbindungen und eine Verstärkung des Interkontinentalverkehrs, insbesondere nach Südostasien und Nordamerika.

1999 unterzeichnete BA ein Franchise-Abkommen mit Comair, die seitdem Crews und Flugzeuge im British-Airways-Design ausstattet, seit 2000 ist sie mit 18 % an der Fluggesellschaft beteiligt. Ebenfalls 1999 gründete British Airways die internationale Luftfahrtallianz oneworld mit.

2000er

Unter anderem bedingt durch den Teilrückzug vom innereuropäischen Markt konnte die irische Billigfluggesellschaft Ryanair 2003 erstmals behaupten, auf Verbindungen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa mehr Passagiere als British Airways befördert zu haben. Sie versuchte dieser Entwicklung mit der 2002 gegründeten Tochtergesellschaft BA Citiexpress entgegenzutreten. Da diese jedoch rote Zahlen schrieb, wurde sie im Januar 2006 in BA Connect umbenannt und neu positioniert. British Airways bot nun Flüge ab 25 GBP an, von allen britischen Flughäfen mit Ausnahme der Londoner Flughäfen. Am 1. März 2007 wurde die weiterhin verlustbringende Tochtergesellschaft jedoch schließlich an die britische Billigfluggesellschaft Flybe verkauft. Ausgenommen hiervon sind die Routen vom London City Airport, die unter dem neuen Namen BA Cityflyer weiterbetrieben werden sollen. Gleichzeitig übernahm British Airways 15 Prozent der Anteile an Flybe.

Am 24. Oktober 2003 stellte British Airways als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein. Infolge des Absturzes einer Concorde der Air France in Paris im Juli 2000 und den Terroranschlägen des 11. September 2001 konnten die Betriebskosten nicht mehr gedeckt werden. Hinzu kam die Entscheidung des Luftfahrtkonzerns EADS, die Kosten für die Ersatzteile drastisch zu erhöhen.

Am 12. November 2009 kündigten British Airways und Iberia ihre Fusion zur weltweit drittgrößten Fluggesellschaft an. Die beiden Gesellschaften strebten den Abschluss der 7-Milliarden-US-Dollar Fusion für Ende des Jahres 2010 an.[3] Am 8. April 2010 wurde der Vertrag über die Fusion unterzeichnet. Demnach werden beide Gesellschaften in ein neues Unternehmen namens International Airlines Group eingebracht, woran British Airways 55 % und Iberia 45 % halten werden. Mittelfristig soll  obwohl beide Unternehmen erhalten bleiben  dadurch ein jährliches Einsparungspotential von 400 Millionen Euro ausgenutzt werden.[4]

2010er

Im Juli 2010 erhielten British Airways und Iberia von der EU die Genehmigung, sich wirtschaftlich unter einer gemeinsamen Dachgesellschaft zusammenzuschließen. Als CEO der International Airlines Group fungiert der bisherige BA-Chef William Walsh. Beide Gesellschaften behalten weiterhin ihre individuellen Marken und Produkte, der Name der Holding wird dafür nicht benutzt. Am 21. Januar 2011 wurde der Zusammenschluss mit dem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen.[5]

Ebenfalls im Juli 2010 erhielten British Airways, Iberia und American Airlines darüber hinaus die Genehmigung von der EU und dem US-Verkehrsministerium, das Geschäft mit Transatlantikverbindungen zukünftig in Form eines Bündnisses kooperativ zu betreiben.[6]

Im Januar 2014 gab British Airways bekannt, sich aus dem Geschäft mit reinen Frachtflügen unter der Marke British Airways World Cargo zurückzuziehen. Ein entsprechender Vertrag mit Global Supply Systems über den Betrieb von drei Boeing 747-8F wurde entsprechend zum April 2014 gekündigt.[7]

Geschäftszahlen

Geschäftsjahr[2] Fluggastaufkommen (in Mio.) Mitarbeiterzahl Umsatz (in Mrd. £) Gewinn/Verlust (in Mio. £)
2004 37 7,6 230
2005 35 52.000 7,8 415
2009 33 42.000 9,0 358
2010 32 38.000 8,0 425
2014 41,516 39,710 11,719 702
2015 43,323 39.304 11,333 2.508

Beteiligungen und Allianzen

British Airways hält 13,55 % an der spanischen Fluglinie Iberia, 14,6 % an der britischen Billigfluggesellschaft Flybe sowie 9,6 % an der südafrikanischen Fluggesellschaften-Betreibergesellschaft Comair.[8] Bis 2004 hielt BA zudem 18,25 Prozent an Qantas Airways, an die sie auch weiterhin sieben Boeing 767 vermietet hat. Es bestehen Franchise-Vereinbarungen mit Sun Air of Scandinavia in Dänemark. Die Vereinbarungen mit GB Airways und Loganair wurden am 30. März 2008 beziehungsweise am 25. Oktober 2008 aufgelöst.

BA suchte seit etwa Mitte der 90er nach einer Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit mit American Airlines. Die beiden letzten Versuche, sich mit der größten US-Fluggesellschaft zusammenzuschließen, waren immer wieder von Regierungsbehörden gestoppt worden. Im Juli 2010 allerdings erhält BA zunächst von der EU die Erlaubnis, sich mit der spanischen Iberia zusammenzuschließen, sowie mit Iberia und American Airlines das transatlantische Geschäft als Joint Business mit gemeinsamen Umsatztöpfen zu betreiben. Diese Entwicklung wird allgemein als Schlüsselvorgang gesehen, sich im wirtschaftlich wichtigsten Markt neu zu positionieren.

Flugziele

British Airways bedient als eine von wenigen Fluggesellschaften Ziele auf sechs Kontinenten. Ihre Heimatbasis ist das eigens für sie errichtete Terminal 5 auf dem Flughafen London Heathrow. Von dort und ihren anderen Londoner Drehkreuzen werden neben vielen Zielen in Europa auch Städte in Nord- und Südamerika, Afrika, Asien sowie im Nahen und Mittleren Osten angeflogen. Vom London City Airport wird New York mit einem Airbus A318-100 in einer reinen Business Class-Konfiguration bedient.

Ziele im deutschsprachigen Raum sind derzeit Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart und Friedrichshafen in Deutschland, in Österreich Wien, Salzburg und Innsbruck sowie Basel, Zürich und Genf in der Schweiz.[9]

Codesharing

British Airways unterhält Codeshare-Abkommen mit folgenden Fluggesellschaften:[10] (oneworld-Mitglieder sind mit * gekennzeichnet)

Flotte

Aktuelle Flotte

Mit Stand Januar 2017 besteht die Flotte der British Airways aus 269 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 12,7 Jahren:[11]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[12][13] Anmerkungen Sitzplätze[14]
(First/Business/Eco+/Eco)
Airbus A318-100 002 betrieben durch British Airways Ltd 32 (-/32/-/-)
Airbus A319-100 044 123 (-/40/-/82)
143 (-/-/-/143)
Airbus A320-200 067 10 mit Sharklets ausgestattet 144 (-/48/-/96)
162 (-/-/-/162)
Airbus A320neo 25 - offen -
Airbus A321-200 018 154 (-/23/-/131)
177 (-/54/-/123)
188 (-/-/-/188)
Airbus A321neo 10 - offen -
Airbus A350-1000 18 + 18 Optionen[15]
Airbus A380-800 012 469 (14/97/55/303)
Boeing 747-400 037 British Airways betreibt die weltgrößte 747-Flotte 275 (14/86/30/145)
299 (14/70/30/185)
345 (14/52/36/243)
Boeing 767-300ER 007 189 (-/24/24/141)
244 (-/86/-/158)
252 (-/-/-/252)
259 (-/-/-/259)
Boeing 777-200 003 275 (-/48/24/203)
Boeing 777-200ER 043 224 (14/48/40/122)
275 (-/48/24/203)
Boeing 777-300ER 012 299 (14/56/44/185)
Boeing 787-8 008 04 214 (-/35/25/154)
Boeing 787-9 016 02 216 (8/42/39/127)
Boeing 787-10 12 - offen -
Gesamt 269 71

Weitere Flugzeuge werden durch die Tochtergesellschaft BA CityFlyer eigenständig betrieben und in Südafrika durch Comair auf Franchisebasis für British Airways.

Ehemalige Flotte

Nach ihrer Gründung setzte British Airways ab 1974 folgende Flugzeugtypen ein:[16][17][18][11][19]

Flugzeugtyp Einflottung Ausmusterung
Aérospatiale-BAC Concorde 1976 2003
Airbus A320-100 1988 2008
BAC 1-11-400 1974 1996
BAC 1-11-510ED 1974 1993
BAe 146 1992 1994
BAe ATP 1988 2008
Boeing 707-300 1974 1984
Boeing 707-400 1974 1981
Boeing 737-200 1977 2001
Boeing 737-300 1988 2009
Boeing 737-400 1991 2015
Boeing 737-500 1996 2009
Boeing 747-100 1974 1999
Boeing 747-200 1977 2003
Boeing 757-200 1983 2011
Hawker Siddeley Trident 1 1974 1983
Hawker Siddeley Trident 2/3 1974 1985
Hawker-Siddeley HS 748 1975 1990
Lockheed L-1011-1 TriStar 1974 1990
Lockheed L-1011-200 TriStar 1980 1991
Lockheed L-1011-500 TriStar 1979 1987
McDonnell Douglas DC-10-30 1988 1999
Vickers VC10 1974 1979
Vickers Super VC10 1974 1981
Vickers Vanguard 1974 1979
Vickers Viscount 700 1974 1975
Vickers Viscount 800 1974 1982

Tochterfluggesellschaften

OpenSkies

Im Jahr 2008 wurde die Tochtergesellschaft OpenSkies mit Basis auf dem Flughafen Paris-Orly gegründet. Sie führt mit Boeing 757-200 Flüge zum John F. Kennedy International Airport durch. Zwischendurch erfolgte eine tägliche Verbindung zwischen New York und Amsterdam. Im Juli 2008 erweiterte British Airways die OpenSkies-Flotte durch Übernahme der französischen Fluggesellschaft L'Avion, mit der zuvor bereits eine Codesharing-Vereinbarung existierte. Bis Anfang 2009 wurde die Fluggesellschaft vollständig integriert.[20]

BA CityFlyer

BA CityFlyer ging 2007 aus der an Flybe verkauften Tochtergesellschaft BA Connect hervor und operiert ausschließlich vom London City Airport. Insgesamt werden von dort nationale und europäische Ziele angeflogen. Seit September 2009 ersetzte BA CityFlyer ihre Flotte von Avro RJ85 und RJ100 durch Embraer 170 und 190.[21]

Zwischenfälle

In der Geschichte der heutigen British Airways seit 1974 kam es zu vier Totalverlusten von Flugzeugen aufgrund von Unfällen.[22]

Die beiden Vorgängergesellschaften hatten 30 (BEA) [23][24] bzw. 69 (BOAC)[25][26] unfallbedingte Totalverluste zu verzeichnen. Imperial Airways kam, zusammen mit der ersten British Airways, auf weitere 33.[27][28][29]

  • Am 17. Januar 2008 prallte auf British-Airways-Flug 38 eine Boeing 777-200ER (Luftfahrzeugkennzeichen G-YMMM) aus Peking kommend auf dem Flughafen London Heathrow beim Landeanflug mit stehenden Triebwerken etwa 400 Meter vor Beginn der Südbahn auf der vorgelagerten Grünfläche auf, wobei das Fahrwerk abriss. 136 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert; 13 Menschen wurden leicht verletzt. Die Unglücksursache war auf Eis in den Treibstoffleitungen zurückzuführen. Dieses wurde durch die Erhöhung der Schubkraft beim Anflug auf London aufgrund von Unwetter gelöst und verstopfte so die für die Kerosin-Vorwärmung zuständigen Öl-Wärmetauscher.[30][31][32]
  • Am 8. September 2015 geriet auf British-Airways-Flug 2276 beim Start auf dem McCarran International Airport im Las Vegas bei einer Boeing 777-200ER (Luftfahrzeugkennzeichen G-VIIO) das Triebwerk 1 in Brand. Die 159 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder konnten sich über Notrutschen in Sicherheit bringen.[33][34] Die US-amerikanische Flugsicherheitsbehörde NTSB führt eine Untersuchung durch.[35] Laut Zwischenbericht des NTSB war die Ursache dieses Zwischenfalls in dem Hochdruckkompressor des Triebwerks zu finden. Es wurden auf der Landebahn Teile der achten Stufe dieses Kompressors gefunden.[36]
  • Am 18. April 2016 kollidierte während des Anflugs auf den Flughafen London Heathrow ein Airbus A320-200 mit einem unbekannten Gegenstand. Laut Aussage des Piloten handelte es sich womöglich um die Drohne eines Privatbesitzers, der nun mit Hochdruck von der Polizei gesucht wird. Die A320-200 konnte sicher landen und nach einer gründlichen Untersuchung weiter eingesetzt werden. Bei diesem Zwischenfall kam es weder zu Verletzungen noch zu Schäden am Flugzeug.[37]

Auszeichnungen

2006 wurde British Airways von Skytrax als beste Fluggesellschaft der Welt ausgezeichnet und löste damit Cathay Pacific auf dem ersten Platz ab.

Im Dezember 2007 wurde British Airways zum dritten Mal in Folge bei den World Travel Awards in der Kategorie World's Leading Airline (weltbeste Fluggesellschaft) ausgezeichnet. Des Weiteren gewann British Airways die Auszeichnungen Europe's Leading First Class Airline (beste First-Class-Fluggesellschaft Europas) und Europe's Leading Airline Website (beste Fluggesellschafts-Webseite Europas).[38] Lässt man die Kategorien, welche Billig- oder Charterfluggesellschaften betreffen, weg, so war British Airways in sämtlichen Kategorien außer einer nominiert. Außerdem wurde die Luftfahrtallianz oneworld seit dem Bestehen dieser Kategorie ununterbrochen und somit zum fünften Mal in Folge zur weltweit besten Luftfahrtallianz (World's Leading Airline Alliance) gewählt. 2012 wurde British Airways zudem von Skytrax in der Kategorie Best Translantic Airline (beste Transatlantik-Fluggesellschaft) zum Gewinner gekürt.[39]

Kontroversen

Diskriminierungsvorwürfe

2006 löste die Fluglinie eine Kontroverse aus, als sie der koptisch-orthodoxen Angestellten Nadia Eweida in Uniform das sichtbare Tragen eines etwa zwei Zentimeter großen Kreuzanhängers untersagte, jedoch Angehörigen der Sikh das Tragen von Turbanen sowie bei weiblichen Muslimen Kopftücher erlaubte. Die Fluglinie teilte zu dieser Differenzierung mit, dass Kreuze nicht offen getragen werden müssten, um die christliche Religion auszuleben, während Turbane und Kopftücher nicht verborgen werden könnten. Bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise British Midland Airways, bestehen bereits seit längerer Zeit vergleichbare Regelungen. Inzwischen hat das Unternehmen eingelenkt und das Kreuzverbot wieder abgeschafft. Der ehemalige Premierminister Tony Blair riet dem Vorstandsvorsitzenden Martin Broughton zum Nachgeben.

Im November 2006 kam zudem ein Fall von Männerdiskriminierung heraus, da gemäß der Richtlinie der British Airways erwachsene Männer aus Kinderschutzgründen (engl. Child-Welfare-Programme) nicht neben Kindern ohne Begleitung sitzen dürfen. Umplatzierungswünsche werden durch das Flugpersonal ohne Angaben von Gründen an die Männer herangetragen. In dem konkret bekannt gewordenen Fall wurde ein Abflug bis zur räumlichen Trennung verweigert. In offiziellen Stellungnahmen wurde seitens British Airways mitgeteilt, dass es als verantwortungsvolle Fluggesellschaft ihre Pflicht sei, alleinreisende Kinder von Männern zu trennen.[40] Vergleichbare Richtlinien gibt es auch bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise Qantas Airways und Air New Zealand.[41]

Gepäckverluste

Eine Studie des Airport Transport Users Council stufte British Airways für das Jahr 2006 als die europäische Fluglinie mit den meisten Gepäckverlusten ein.[42] Nach Angaben der BBC verlor British Airways im Jahr 2006 pro Tag 3000 Gepäckstücke. Ein wesentliches Problem stellt hierbei das Drehkreuz London-Heathrow mit seiner teilweise veralteten Infrastruktur dar. Dieses Problem sollte mit der Eröffnung des neuen Terminal 5 im Jahr 2008 behoben werden. Gesondert ist die mehrfache Sperrung des Flughafens London Heathrow im Jahr 2006 aufgrund schlechten Wetters und Terrorwarnungen zu berücksichtigen. Die Verlustrate während derartiger Ereignisse liegt deutlich höher als unter normalen Umständen und wirkt sich wesentlich auf die Statistik aus. So gingen beispielsweise im Juni 2007 innerhalb eines Wochenendes 12.000 Stücke infolge verschärfter Sicherheitsmaßnahmen verloren.[43]

Kartellstrafen

Im Juli 2007 verhängte das britische Kartellamt eine Strafe von 121,5 Millionen Pfund (ca. 180 Millionen Euro) gegen British Airways. Grund für die bis dahin höchste von der Wettbewerbsbehörde verhängte Strafe waren illegale Absprachen bezüglich der Kerosinzuschläge zwischen British Airways und Virgin Atlantic von August 2004 bis Januar 2006. Weitere 300 Millionen US-Dollar (148 Millionen Pfund) muss British Airways an das US-Justizministerium zahlen, das ebenfalls in diesem Fall ermittelte. Damit beläuft sich die Gesamtstrafe auf etwa 270 Millionen Pfund. British Airways hatte bereits im Vorfeld der Entscheidung mitgeteilt, dass die Fluggesellschaft vorsorglich 350 Millionen Pfund für mögliche Strafzahlungen zurückgelegt habe.[44]

Trivia

  • British Airways nahm 1919 mit der Verbindung LondonParis als erste Fluggesellschaft der Welt einen täglichen internationalen Flugdienst auf.
  • 1952 stellte der Vorläufer der British Airways, BOAC, auf der Strecke LondonJohannesburg mit einer De Havilland Comet das erste Jet-Passagierflugzeug der Welt in Dienst.
  • British Airways stellte am 24. Oktober 2003 als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein.
  • British Airways war der erste europäische komplett privatisierte national carrier.
  • British Airways bietet den kürzesten planmäßigen Linienflug der Welt zwischen den beiden nordwestlichsten Inseln der Orkneys an. Der British-Airways-Flug 8872 von Westray zur östlichen Insel Papa Westray dauert für gut 1,5 Seemeilen planmäßig zwei Minuten (Abflug Westray 09:39, Ankunft 09:41) und wird von der schottischen Loganair im Auftrag von British Airways mehrmals wöchentlich durchgeführt. Bei gutem Wind schaffte ein Pilot schon den Rekord von nur 56 Sekunden, aber bei den häufigen Orkanen kann der Flug auch bis zu 12 Minuten dauern. Für diesen Flug kann man keine Tickets buchen; der Pilot kassiert direkt 14 Pfund von den maximal acht Passagieren der Britten-Norman BN-2 Islander. (Stand: Flugplan ab 29. März 2009)

Siehe auch

Weblinks

 Commons: British Airways  Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: British Airways  in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b International Civil Aviation Organization: Designators for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical Authorities and Services. Doc 8585. 149. Auflage. 2009, ISBN 978-92-9231-350-0, ISSN 1014-0123 (englisch, französisch, spanisch, russisch, trafikstyrelsen.dk [PDF; abgerufen am 4. August 2016]).
  2. a b c d e Annual Reports. In: iagshares.com. Abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).
  3. British Airways, Iberia agree to $7 billion merger. In: Reuters. 13. November 2009 (englisch).
  4. US-Airlines flirten: Iberia und BA sind eins. In: n-tv. 8. April 2010.
  5. British Airways und Iberia als IAG im Handelsregister eingetragen. In: aero.de. 21. Januar 2011.
  6. Auch USA erlauben Transatlantikbündnis. In: airliners.de. 21. Juli 2010
  7. British Airways axes B747-8(F) contract with Atlas Air. In: ch-aviation. Abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch).
  8. Geschäftsbericht 2013. In: phx.corporate-ir.net. Abgerufen 12. September 2014 (PDF, englisch)
  9. Unser Streckennetz. In: britishairways.com. Abgerufen am 1. Januar 2017.
  10. Partner und Allianzen. In: britishairways.com. Abgerufen am 1. Januar 2017.
  11. a b British Airways Fleet Details and History. In: planespotters.net. Abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).
  12. Orders & deliveries. In: airbus.com. Airbus, abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).
  13. Orders & Deliveries. In: boeing.com. Boeing, abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).
  14. Sitzpläne. In: britishairways.com. Abgerufen am 1. Januar 2017.
  15. IAG und British Airways entscheiden sich für die A350. In: airbus.com. Airbus, 23. April 2013, abgerufen am 1. Januar 2017.
  16. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.
  17. Tony Eastwood, John Roach: Jet Airliner Production List. West Drayton: The Aviation Hobby Shop, 2004.
  18. Tony Eastwood, John Roach: Turbo Prop Airliner Production List. West Drayton: The Aviation Hobby Shop, 2007.
  19. British Airways. In: rzjets.net. Abgerufen am 24. Juni 2015 (englisch).
  20. British Airways buys surviving business-class-only carrier. The New York Times, 2. Juli 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch, Cookies zwingend erforderlich! Ursprünglich auf den Seiten der International Herald Tribune).
  21. New Fuel Efficient Aircraft Fleet. In: Press Releases. British Airways, 22. Dezember 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  22. Daten über die Fluggesellschaft British Airways British Airways im Aviation Safety Network, abgerufen am 28. August 2016 (englisch).
  23. Liste der Unfälle der BEA. baaa-acro.com, 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  24. Daten über die Fluggesellschaft British Airways British European Airways im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. August 2016
  25. Liste der Unfälle der BOAC. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  26. Daten über die Fluggesellschaft British Airways British Overseas Airways Corporation im Aviation Safety Network Abgerufen am 28. August 2016 (englisch)
  27. Liste der Unfälle der Imperial Airways. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  28. Daten über die Fluggesellschaft British Airways Imperial Airways im Aviation Safety Network Abgerufen am 28. August 2016 (englisch).
  29. Daten über die Fluggesellschaft British Airways British Airways (1935) im Aviation Safety Network Abgerufen am 28. August 2016 (englisch).
  30. Airliner crash lands at Heathrow. In: BBC News. 17. Januar 2008, abgerufen am 25. Januar 2017.
  31. Accident to Boeing 777-236, G-YMMM at London Heathrow Airport on 17 January 2008 Initial Report. In: aaib.gov.uk. AAIB (englisch)
  32. Interim Report: Accident to Boeing 777-236ER, G-YMMM at London Heathrow Airport on 17 January 2008. In: aaib.gov.uk. AAIB (PDF, englisch).
  33. Zwischenfall in Las Vegas: British-Airways-Flugzeug fängt Feuer. In: Spiegel Online. 9. September 2015, abgerufen am 25. Januar 2017.
  34. Boeing 777 (G-VIIO) British Airways. In: PlaneFinder.net. Abgerufen am 9. September 2015 (englisch).
  35. NTSB Investigators to Probe Engine Fire on British Airways 777 in Las Vegas. In: NTSB. Abgerufen am 9. September 2015.
  36. NTSB Issues Second Update on British Airways Engine Fire at Las Vegas. NTSB, abgerufen am 11. Oktober 2015 (englisch).
  37. Jet von British Airways stößt mit Drohne zusammen. In: aerotelegraph.com. Abgerufen am 22. April 2016.
  38. Europes Leading Airline Website 2007. World Travel Awards, abgerufen am 22. September 2010 (englisch).
  39. Best Transatlantic Airline 2012. World Airline Award, abgerufen am 31. August 2012 (englisch).
  40. Revealed: How BA bans men sitting next to children they don't know. Daily Mail, 4. November 2006, abgerufen am 21. November 2006.
  41. Ban on men sitting next to children. The New Zealand Herald, 29. November 2005, abgerufen am 7. April 2008.
  42. Rebecca Smithers: British Airways: fly the flag lose your bag. In: The Guardian. 4. April 2007, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).
  43. Heathrow works to clear bag delay. In: BBC News. 7. Oktober 2006, abgerufen am 25. Januar 2017 (englisch).
  44. BA's price-fix fine reaches £270m. In: BBC News. 1. August 2007 (englisch).

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