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Flughafen Bern-Belp

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Regionalflugplatz Bern-Belp
Flughafen Bern-Belp
Kenndaten
ICAO-Code LSZB / LSMB
IATA-Code BRN
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 6 km südöstlich von Bern
Bahn S-Bahn-Linien S3, S31, S4, S44 bis Belp
Nahverkehr Airportbus Bern (Linie 334 (Bern Flughafen Belp Bahnhof)), Tangento (Linie 160 (Belp Bahnhof Konolfingen Bahnhof))
Basisdaten
Eröffnung 1929
Betreiber Flughafen Bern AG
Fläche 55 ha
Terminals 1
Passagiere 190'032 (2015)
Flug-
bewegungen
54300 (2014)
Start- und Landebahnen
14/32 1730 m × 30 m Asphalt
14R/32L 650 m × 30 m Gras[1]

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Standorte der 11 Schweizer Regionalflugplätze

Der Regionalflugplatz Bern-Belp ist der Flugplatz der schweizerischen Bundesstadt Bern und die Heimatbasis der Sky Work Airlines. Er wird von der privatwirtschaftlichen "Flughafen Bern AG" unter Leitung von Mathias Gantenbein (bis Ende Oktober 2015 Mathias Häberli) betrieben, die ihn entgegen seiner Klassierung als "Flughafen" bezeichnet.

Geographische Lage und Verkehrsanbindung

Der Flugplatz liegt sechs Kilometer südöstlich von Bern auf dem Gebiet der Gemeinde Belp. Seine Lage im Belpmoos, einer Schwemmebene im Aaretal, hat dem Flugplatz seine lokal geläufige Bezeichnung verschafft.

Die Zufahrt für den privaten Verkehr erfolgt über die Autobahnausfahrt A6 Rubigen. Es stehen gebührenpflichtige Parkplätze im Freien zur Verfügung. Mit dem öffentlichen Verkehr ist der Flugplatz ebenfalls gut erreichbar: Der Airportbus Bern fährt im Halbstundentakt zum Bahnhof Belp, von wo die S-Bahnlinien S3, S4, S31 und S44 zum Berner Hauptbahnhof verkehren. Die Reisezeit zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof Bern beträgt 29 Minuten. Ausserdem verbindet der Regionalbus Tangento den Flughafen Bern-Belp mit den umliegenden Gemeinden Konolfingen, Tägertschi, Münsingen, Rubigen und Belp.[2]

Eine direkte Busverbindung zwischen dem Hauptbahnhof Bern und dem Flugplatz wurde im Frühjahr 2009 eingeführt (werktags drei bis vier Verbindungen, am Wochenende sechs), 2012 jedoch zugunsten der aktuellen Lösung wieder aufgegeben.[3]

Geschichte

Die 1929 als Genossenschaft initiierte Alpar, deren Name sich auf die Alpen und die Aare bezog, war nicht nur Betreiberin des Flugplatzes, sondern auch die erste Flugverkehrsgesellschaft mit Sitz in Bern gewesen. Die Alpar hatte am 8. Juni 1929 den Flugbetrieb mit einer Fokker F XI aufgenommen, einen Monat vor der offiziellen Flugplatz-Eröffnungsfeier auf dem Flugplatz von Bern-Belp. Bis zu dreimal pro Woche beflog die Alpar die Strecke BernBielBasel mit Anschluss an die Flüge nach Paris und London. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb eingestellt. Der Flugbetrieb, eine Flugschule sowie die Rundflüge reichten nicht aus, um ohne Beiträge des Kantons und der Stadt Bern über die Runden zu kommen; deren Zuschüsse blieben «konstant hoch».[4] 1950 wurde die Genossenschaft in die Alpar Flug- und Flugplatzgesellschaft AG umgewandelt, welche gerade wegen der Unbekanntheit ihres damals über 60-jährigen Namens seit Mai 2014 unter dem Namen Flughafen Bern AG auftritt.[5]

Ausstattung

Der Flugplatz verfügt über eine befestigte Start- und Landebahn 14/32 von 1'730 m Länge und eine Graspiste. Erstere wurde im Jahr 2008 um 220 m ausgebaut, um den neuen Sicherheitsbestimmungen im europäischen Luftverkehr zu genügen. Ein neu installiertes Instrumentenlandesystem auf der Bahn ist per September 2008 offiziell in Betrieb gegangen. Auf Anfang 2015 soll ein neues GPS-Anflugverfahren eingeführt werden.[6] Dies stösst aber bei den Anwohnern im Süden auf starken Widerstand, sie fürchten sich von vermehrtem Fluglärm.[7] Auch die allgemeine Luftfahrt wehrt sich gegen das Projekt, da die Kontrollzone des Flugplatzes bis nach Thun ausgedehnt werden soll.[8]

Nutzung

Fluggesellschaften und Ziele

Bern-Belp ist die Heimatbasis der Sky Work Airlines, die von hier aus die meisten Ziele anbietet. Sie fliegt, nebst saisonalen Warmwasserzielen rund ums Mittelmeer, auch mehrere europäische Städteziele an. Ziele in Deutschland sind Berlin Tegel, Hamburg, München und Köln/Bonn. Zum Sommerflugplan 2013 wurde neu München ins Streckennetz ab Bern aufgenommen. Daneben fliegen auch Etihad Regional, Germania und Helvetic Bern ganzjährig oder saisonal an.

Zudem finden sich am Flugplatz Segelflug- und Helikopterbetriebe, darunter eine Basis der Schweizerischen Rettungsflugwacht und der Hauptsitz der Heliswiss sowie Wartungseinrichtungen. Auf dem Flughafengelände gibt es auch eine Flugschule mit Rundflugbetrieb, die alpaviation AG.

Lufttransportdienst des Bundes

Auf dem Regionalflugplatz Bern-Belp sind auch die Flugzeuge des Lufttransportdienstes des Bundes der Schweizer Luftwaffe sowie des BAZL stationiert.

Statistik

Jahr Flugbewegungen Veränderung Flugbewegungen Passagiere Zuwachs Passagiere
2016 50'199 1,9 % 183'319 3,5 %
2015 51'144 5,9 % 190'032 1,5 %
2014 54'300 0,5 % 192'846 26 %
2013 54'666 10,5 % 260555 4,1 %
2012 59'669 3,9 % 271111 +46,6 %
2011 62'101 +10,7 % 184831 +82,5 %
2010 56'093 0,2 % 101'285 5,9 %
2009 56'201 +14,9 % 107'626 +0,3 %
2008 48'901 4,5 % 107'287 +0,6 %
2007 51'217 0,1 % 106'614 +8,3 %
2006 51'279 1,3 % 98'398 +3,1 %
2005 51'963 95'420

Trivia

  • Der im Berndeutschen Bäupmoos genannte Flugplatz wurde zum Namensgeber eines der berühmtesten Lieder der Band Patent Ochsner.
  • Der Biderhangar, ein Hangar des Flugpioniers Oskar Bider, ist als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung klassifiziert.

Siehe auch

Literatur

  • Rolf Ellwanger: Bern airport gestern und heute. Die Geschichte des Flughafens Bern-Belp. Gümligen 1999, ISBN 3-905531-04-6.
  • Sandro Fehr: Die Erschliessung der dritten Dimension. Entstehung und Entwicklung der zivilen Luftfahrtinfrastruktur in der Schweiz, 19191990. Chronos Verlag, Zürich 2014, ISBN 978-3-0340-1228-7.

Weblinks

 Commons: Flughafen Bern-Belp  Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. AIP Switzerland. S. LSZB AD 2 - 5 (online [abgerufen am 12. November 2015] letzte Berichtigungen: AIRAC AIP-Berichtigung 010/2015 (Inkrafttretungsdatum: 12. November 2015), AIP-Berichtigung 012/2015 (Inkrafttretungsdatum 12. November 2015)).
  2. Busfahrplan Sommer 2012. Archiviert vom Original am 17. Dezember 2012; abgerufen am 27. März 2011 (PDF; 1,7 MB).
  3. Mit dem Bus direkt zum Flughafen (Memento vom 14. September 2009 im Internet Archive) aufgerufen am 16. Februar 2014
  4. Benedikt Meyer: Im Flug. Schweizer Airlines und ihre Passagiere, 1919-2002. Chronos, Zürich 2014, ISBN 978-3-0340-1238-6
  5. AG Antrag zum Namenswechsel an der GV 2014
  6. Pressemitteilung Alpar AG vom Mai 2013
  7. Blick: GPS löst Berner Fluglärmstreit aus
  8. Stellungnahme des Aeroclubs der Schweiz

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