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Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

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Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden
Kenndaten
ICAO-Code EDSB
IATA-Code FKB
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 35 km südwestlich von Karlsruhe,
12 km westlich von Baden-Baden
Straße
Nahverkehr Buslinie 140 Richtung Baden-BadenKarlsruheHeidelberg
Buslinie 285 Richtung Bahnhof Baden-Baden
Buslinie 234 Richtung Rastatt Bahnhof
Basisdaten
Eröffnung 1996
Betreiber Baden-Airpark GmbH
Fläche 270 ha
Terminals 1
Passagiere 1.113.952[1] (2016)
Luftfracht 881 t[2] (2016)
Flug-
bewegungen
36.542[3] (2016)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
1,5 Mio.
Beschäftigte 191 (2010)[4]
Start- und Landebahn
03/21 3000 m × 45 m Asphalt



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Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (IATA-Code FKB, ICAO-Code EDSB) ist der nach Passagierzahlen zweitgrößte Verkehrsflughafen in Baden-Württemberg. Er liegt südwestlich von Rastatt und westlich von Baden-Baden, nahe der französischen Grenze auf dem Areal des Gewerbegebiets Baden-Airpark. Das Gelände war von 1953 bis 1993 ein kanadischer Militärflugplatz mit der Militärbezeichnung CFB Baden-Soellingen, benannt nach dem nahe gelegenen Ort Rheinmünster-Söllingen. Der Flughafen ist eine Basis für die irische Billigfluggesellschaft Ryanair.[5]

Geschichte

RCAF Station Baden-Söllingen / Canadian Forces Base Baden-Söllingen

Der Flugplatz wurde im Rahmen der europäischen Verteidigungsplanung der NATO während des Kalten Krieges zunächst ab 1951 als Militärflugplatz für die Französischen Luftstreitkräfte errichtet.

Noch vor der endgültigen Fertigstellung wurde beschlossen, den Platz an die Royal Canadian Air Force (RCAF) zu übergeben, da sich der Bau des für die Kanadier ursprünglich vorgesehenen Stützpunktes in Pferdsfeld verzögerte. Die Royal Canadian Air Force Station Baden-Söllingen (kurz RCAF Station Baden-Söllingen) unterstand der 1. Air Division (RCAF) in Metz und wurde Anfang September 1953 Heimatbasis des 4. (Jagd-) Geschwaders, 4. (Fighter) Wing, dem drei fliegende Staffeln, die 414., 422. und die 444. Squadron, unterstellt waren. Das Geschwader war zunächst mit 62 Tagjägern vom Typ Sabre Mk.4 (ab 1954 Mk.5 und Mk.6) ausgerüstet.

Die 414. Staffel wurde im Juli 1957 aufgelöst und im folgenden Monat durch die mit allwettertauglichen Abfangjägern CF-100 Canuck Mk.4B ausgerüstete 419. Squadron ersetzt.

Die 419. Staffel wurde Ende 1962 deaktiviert und die beiden übrigen Staffeln wurden zwischen März und Juli 1963 auf die CF-104 Starfighter umgerüstet, einen Aufklärer und nuklearwaffenfähigen Überschall-Jagdbomber. Im Februar 1964 kam die zuvor in Grostenquin stationierte 421. Squadron als dritte Staffel nach Söllingen. Die 444. Staffel ihrerseits wurde Ende März 1967 aufgelöst und dem 4. Wing unterstanden nur noch / nunmehr zwei Staffeln.

Nach Umgliederungen bei den kanadischen Streitkräften wurde der Stützpunkt 1968 in Canadian Forces Base Europe, Det. Baden-Söllingen (kurz CFB Europe, Det. Baden-Söllingen, ab November 1979 CFB Baden-Söllingen) umbenannt und ab 1970 zusätzlich zu den Luftwaffeneinheiten ein Bataillon mechanisierte Infanterie am Standort Söllingen stationiert. Parallel hierzu erfolgte eine drastische Verkleinerung der in Europa stationierten kanadischen Luftstreitkräfte, die als Folge in Söllingen konzentriert wurden. Als Konsequenz wurde das 4. Wing zur Jahresmitte 1970 deaktiviert und die Söllinger Staffeln, inzwischen die 421., 439. und 441. Squadron wurden der in Lahr stationierten neuaufgestellten 1. Canadian Air Group (CAG) direkt unterstellt. Ihr unterstanden die 421., 439. und 441. Squadron.

In Folge der neuen NATO-Strategie der Flexible Response verloren die CF-104 Anfang der 1970er Jahre ihre nukleare Rolle und im weiteren Verlauf des Jahrzehnts errichtete die NATO auch in Söllingen eine Reihe sogenannter Hardened Aircraft Shelter. Das NATO Tiger Meet fand zweimal, 1976 und 1983, in Söllingen statt und im September 1983 fand anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Air Base noch ein großer Tag der offenen Tür statt.

In dieser Zeit begannen auch umfangreiche Umbaumaßnahmen der Basis im Hinblick auf die Stationierung des zweistrahligen Mehrzweckkampfflugzeuges CF-18 (CF-188) als Ersatz der CF-104. Im Mai 1984 operierten vier CF-18 erstmals versuchsweise von Söllingen aus, während die drei CF-104-Staffeln zwischen November 1984 und Februar 1986 deaktiviert wurden. Die Umschulung auf die CF-18 erfolgte in Kanada. Durch technisch bedingte Verzögerungen verlegte anstelle der 441. Staffel die 409. Squadron als erste CF-18-Einheit im Juni 1985 nach Söllingen. Die 439. Staffel wurde im November des gleichen Jahres reaktiviert und mit der Reaktivierung der 421. Staffel im Juli 1986 war die Einführung der CF-18 abgeschlossen.

Das 4. Geschwader wurde im Mai 1988 als Dachverband der Söllinger Staffeln reaktiviert und an Stelle der 1. CAG der in Lahr reaktivierten 1. Air Division unterstellt.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 beendeten die kanadischen Streitkräfte ihr Engagement in Europa. Zunächst kamen Söllinger CF-18 jedoch noch bei der Operation Desert Storm zum Kampfeinsatz. Die Auflösung der Staffeln erfolgte zwischen Juni 1991 und November 1992. Die letzten CF-18 verließen Deutschland Mitte Januar 1993 und der Flugbetrieb wurde im Folgemonat eingestellt. Nach einer Abschlussparade am 31. Juli 1993 schloss die Basis CFB Baden-Soellingen am 31. Dezember 1993.

Zivile Umnutzung

Bis 1994 bemühten sich Städte und Gemeinden, die ehemalige Luftwaffenbasis in einen Regionalflughafen umzuwandeln.[6]

Ein privates Konsortium aus dem Raum Karlsruhe (FlowTex, Vollack Industriebau, Bechtold Ingenieurgesellschaft, Oberle Consulting) gründete im November 1994 die Baden Airpark GmbH (ab 1996: AG) und im Juni 1995 die Baden-Airport GmbH.

Im Februar 1996 erwarb die Baden-Airpark AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flowtex AG, den Flughafen von der regionalen Entwicklungsgesellschaft Söllingen, die inzwischen Besitzerin des Geländes war. Der später als Betrüger verurteilte Manfred Schmider und Klaus Kleiser stiegen mit 38 Millionen DM ein, die öffentliche Hand steuerte 57 Millionen DM bei. Der erste Charterflieger startete im Mai 1997.[6] Neben dem zivilen Flughafen legten die neuen Besitzer auf den 613 Hektar großen Gelände in mehreren Abschnitten ein Gewerbegebiet an, das zum Teil die noch vorhandenen militärischen Gebäude nutzte. Langfristige Investitionen von bis zu 800 Millionen D-Mark wurden angekündigt.[7]

Der Betrieb des kleinen Baden-Badener Flugplatzes Oos wurde 1997 zum Baden-Airport verlagert. Im selben Jahr wickelte Spanair auf dem ehemaligen Militärflugplatz erstmals einen Charterflug ab, das Ziel war der Flughafen Palma de Mallorca. Im September 1998 folgten die ersten Linienflüge durch Crossair nach Basel. Der 100.000ste Fluggast seit Betriebsaufnahme war im Mai 1999 zu verzeichnen, und noch im November der 100.000ste Fluggast des Jahres. Im Jahr 2000 schloss der Flugplatz Karlsruhe-Forchheim, dessen Funktion als Flugplatz für die Allgemeine Luftfahrt in der Region Karlsruhe inzwischen der Baden-Airport übernommen hatte. Im Zuge der FlowTex-Insolvenz musste die Baden-Airpark AG im Juni 2000 Insolvenzantrag stellen. Die Flughafen Stuttgart GmbH übernahm daraufhin eine Zweidrittel-Beteiligung und Kommunen der Region die restlichen Anteile. Am 1. Januar 2001 wurde eine neue Baden-Airpark GmbH gegründet, die den Platz seitdem als Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden betreibt.[8] Medienberichten zufolge war die Airpark-GmbH zu diesem Zeitpunkt mit 90 Millionen Euro verschuldet, insbesondere bei Commerzbank, Hypovereinsbank und Sparkasse Karlsruhe, und der Flughafen Stuttgart zahlte 62 Millionen Euro für die Gesellschaft.[9][10] Neben dem eigentlichen Flughafengelände waren zu diesem Zeitpunkt bereits rund 20 von rund 80 Hektar Gewerbefläche verkauft.

Im Frühjahr 2003 wurde das Airpark Business Center als erster größerer Neubau auf dem Gewerbegelände fertiggestellt. Er umfasst rund 5000 Quadratmeter Büro- und 1000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche, darunter auch den Polizeiposten des Flughafengeländes.[11] Anfang 2009 wurde auf dem Gelände ein Hotel mit 85 Zimmern eingeweiht.

Im September 2005 wurde das neue Terminal des Flughafens in Betrieb genommen, das kurz darauf sämtliche Flugbewegungen abwickelte und auf eine Kapazität von jährlich bis zu zwei Millionen Passagieren ausgelegt ist. Die Baukosten für Das Gebäude mit 20 Check-In-Schaltern lagen bei rund zehn Millionen Euro.[12]

Im Oktober 2011 gab die Billigfluggesellschaft Ryanair bekannt, in Karlsruhe/Baden-Baden ihre vierte deutsche Basis zu eröffnen und zunächst zwei Boeing 737-800 vor Ort zu stationieren.[13] Des Weiteren existiert eine Verbindung mit Eurowings nach Hamburg. Als zweite große ausländische Fluggesellschaft bietet Turkish Airlines seit Juni 2015 Flüge ab Karlsruhe/Baden-Baden nach Istanbul an.[14] Außerdem gibt es vor allem während des Sommers diverse Charter- und Urlaubsflüge zu Ferienzielen in ganz Europa.

Die Verbindung mit Air Berlin nach Berlin wurde im Jahr 2017 wegen Insolvenz eingestellt, wird aber ab dem 15 Januar 2018 von der Lufthansa Tochter Eurowings übernommen.

Betreiber

Die Baden-Airpark GmbH verfügt über ein Stammkapital von 25 Millionen Euro und ist zu 66,6 % eine Tochtergesellschaft der Flughafen Stuttgart GmbH, die wiederum zu 35 % der Stadt Stuttgart und zu 65 % dem Land Baden-Württemberg gehört. Das restliche Drittel wird von der Baden-Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH gehalten,[15] an der die namensgebenden Städte Karlsruhe (43,9 %) und Baden-Baden (15,61 %) sowie die Landkreise Rastatt und Karlsruhe (je 12,68 %), die Gemeinden Hügelsheim und Rheinmünster (je 4,88 %) und die Städte Bühl (4,15 %) und Rheinau (1,22 %) beteiligt sind.[16] Die nahe gelegene Stadt Rastatt entschied sich während der Amtszeit von Oberbürgermeister Klaus-Eckhard Walker gegen eine Beteiligung.

Wirtschaftliche Entwicklung

Der Bekanntheitsgrad des Flughafens stieg im Zusammenhang mit den seit 2003 eingerichteten Linienverbindungen der Fluggesellschaft Ryanair. Nachdem die Zahl der abgefertigten Passagiere pro Jahr von 2001 (188.835) bis 2008 (1.151.853) jedes Jahr gestiegen war, musste der Flughafen im Jahr 2009 einen Rückgang der Passagierzahlen auf 1.101.733 hinnehmen. 2010 konnte mit 1.192.894 wieder ein Wachstum verzeichnet werden. Im Jahr 2011 wurde erneut ein Rückgang auf 1.126.629 Fluggäste registriert. Mit knapp 1,3 Mio. Passagieren wurde 2012 ein neuer Rekordwert erzielt.

2011 verzeichnete der Airport 45.298 Flugbewegungen, was einen Zuwachs darstellt (2010: 44.789 Flugbewegungen).[17]

Im Vergleich der drei baden-württembergischen Verkehrsflughäfen belegt Karlsruhe/Baden-Baden damit den mittleren Platz nach dem Flughafen Stuttgart und vor dem Flughafen Friedrichshafen. Bundesweit steht Karlsruhe/Baden-Baden auf Platz 17 im Vergleich aller Flughäfen. (Siehe auch: Liste der Verkehrsflughäfen in Deutschland)

Im Jahr 2008 wurde am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zudem 2.800 Tonnen Luftfracht und Luftpost be- oder entladen. 2009 wurden 891 t Fracht über den Airport abgewickelt. 2010 waren es 728 t. 2006 wurden 541 t verzeichnet, 2005 waren es 84 t gewesen.

Um an dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden die Allwetterflugbetriebsstufe von CAT I auf CAT III zu erhöhen, wurde die Start- und Landebahn von März 2008 bis September 2009 grundsaniert und entsprechende Markierungen und die für CAT III notwendige Befeuerung installiert. Dafür wurde zunächst der Rollweg G zur Verwendung als Interims-Start- und Landebahn verbreitert, die ab April 2009 die primäre Start- und Landebahn ersetzte. Diese wurde bis September 2009 neu gebaut, nach ihrer Inbetriebnahme wurde die Interims-Start- und Landebahn zum Rollweg G zurückgebaut.

Nächster geplanter Ausbauschritt ist die Erweiterung des Terminals mit Integration einer neuen Besucherterrasse.

Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die Baden-Airpark GmbH einen Verlust (negatives Jahresergebnis) von 3,8 Millionen Euro.[18] Im Geschäftsjahr 2015 lag der Verlust (Jahresfehlbetrag) der Baden-Airpark GmbH bei 5,99 Mio. EUR (2014: Verlust von 5,67 Mio. EUR, 2013: Verlust von 4,5 Mio. EUR).[19][20]

Im März 2016 nahm der ungarische Billigflieger Wizz Air Karlsruhe in sein Programm auf und fliegt von dort Belgrad, Budapest und Târgu Mure an.[21]

Klassifizierung

Seit dem Jahr 2008 bezeichnet der Flughafen sich selbst als internationaler Verkehrsflughafen (IVF). Dies nimmt Bezug auf eine Klassifizierung durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, in deren Direktorium der Flughafen nun vertreten ist.[22] Eine rechtliche Auswirkung hat die Bezeichnung nicht. Von Seiten der Behörden wird FKB weiterhin als Regionalflughafen eingestuft. Das bedeutet, dass die Fluglotsen nicht durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) gestellt werden müssen, was bei offiziellen IVF gesetzlich vorgeschrieben ist.

Ausstattung

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden verfügt über eine 3000 m lange und 45 m breite Start- und Landebahn, die 03 aus Süden kommend sowie die 21, Anflug aus Norden. In der Hauptlanderichtung 21 sind ILS-Anflüge der Kategorie CAT III b möglich.

Die Abfertigungskapazität im 2005 eröffneten Flughafengebäude liegt bei 1,5 Millionen Passagieren pro Jahr, das Abfertigungsgebäude kann je nach Bedarf beidseitig erweitert werden. Die Passagiere werden in einem Terminal abgefertigt, das 20 Check-in-Schalter und acht Flugsteige besitzt. Drei Flugsteige sind für Flüge außerhalb des Schengen-Gebietes (Non-Schengen) vorgesehen, vier Flugsteige für Flüge innerhalb des Schengen-Gebietes. Ein Flugsteig kann wahlweise für Schengen- oder Nicht-Schengen-Flüge benutzt werden. Ankommende Passagiere finden ihr Gepäck auf drei Gepäckbändern vor. Im Terminal befinden sich Schalter von Mietwagenfirmen sowie Reisebüros. Sowohl zur Land- als auch zur Luftseite gibt es ein kleines Bistro. Im Bereich der Luftseite hat man Zugang zu einem Biergarten und einem Kinderspielplatz. Angrenzend an das nördliche Ende des Terminals wurde eine Aussichtsplattform gebaut, die es Besuchern gestattet, die Aktivitäten auf dem Vorfeld zu beobachten.

Das Zentrum für Privatflieger (Private Aviation Center) mit Flugschulen, Restaurant und Stellplätzen für Kleinflugzeuge liegt getrennt vom Terminal im südlichen Bereich des Baden Airpark, dem Sektor E.

Flugziele

Vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden werden hauptsächlich Ziele in Südosteuropa und der Türkei wie Rom, Budapest, Sofia, Istanbul und Antalya angeboten, aber auch die Kanaren, Spanien und Großbritannien werden bedient. Diese Flüge werden von mehrheitlich Billigfluggesellschaften wie Ryanair, Wizz Air, Tuifly und von türkischen Charterfluggesellschaften geflogen. In Deutschland wird nur Hamburg mit Karlsruhe von Eurowingsverbunden.

Verkehrszahlen

Verkehrsreichste Flugstrecken ab FKB[23]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 Spanien Palma de Mallorca 97.512 5,22 % 92.674 628 7,9 % 582
2 Vereinigtes Konigreich London-Stansted 55.122 6,68 % 51.669 334 -0,3 % 335
3 Deutschland Berlin-Tegel 54.546 -5,13 % 57.497 1.060 -2,3 % 1.085
4 Deutschland Hamburg 30.456 -0,37 % 30.570 629 0,96 % 623
5 Spanien Girona 28.090 -3,13 % 28.998 173 -3,35 % 179
6 Spanien Alicante 24.070 2,88 % 23.396 140 1,45 % 138
7 Spanien Malaga 19.698 18,24 % 16.659 119 16,67 % 102
8 Turkei Istanbul-Atatürk 19.324 146,17 % 7.850 219 119 % 100
9 Portugal Porto 18.778 5,75 % 17.757 112 4,67 % 107
10 Italien Bari 17.596 -18,74 % 21.654 103 -24,82 % 137
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)
Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab FKB[24]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 Spanien Spanien 198.270 1,91 % 194.562 1.258 3,03 % 1.221
2 Deutschland Deutschland 87.884 -6,77 % 94.267 5.063 7,86 % 4.694
3 Italien Italien 59.571 -11,57 % 67.367 423 -7,64 % 458
4 Vereinigtes Konigreich Großbritannien 55.421 6,49 % 52.044 517 39,35 % 371
5 Turkei Türkei 36.466 -25,43 % 48.902 347 -8,68 % 380
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Verkehrsanbindung

Aktuell

Per Auto

Per Bus

  • Mit der Bus-Linie 285 (Stadtbus) der Baden-Baden-Linie  eingebunden in den Karlsruher Verkehrsverbund  wird der Flughafen vom Bahnhof Baden-Baden bedient.
  • Mit der Bus-Linie 234 (Regionalbus) wird der Flughafen vom Bahnhof Rastatt angefahren.
  • Mit dem Hahn-Express (Linie 140) von Heidelberg über Karlsruhe.[25] Die Busse der BBK Busse und Bahnen Kurpfalz GmbH & Co KG fahren von Heidelberg und Karlsruhe aus werktags zweimal täglich. Die Fahrzeiten sind an die Abflugszeiten angepasst.
In Planung

Ab Sommer 2018 haben Fluggäste und Beschäftigte die Möglichkeit mit einer Schnellbuslinie im Stundentakt von Rastatt zum Flughafen zu kommen.

Der Landkreis Rastatt plant einen Anschluss des Baden Airparks von Osten an die Autobahn 5 über eine neue Anschlussstelle bei Halberstung, südlich der Anschlussstelle Baden-Baden. Dazu würde die Landesstraße 80 ausgebaut und die Kreisstraße 3761 nördlich an Schiftung vorbei geführt. Ein entsprechender Kreistagsbeschluss wurde am 22. Juli 2014 gefasst. Aufgrund von Naturschutzbelangen wäre eine Ausnahmegenehmigung notwendig und ist die Planung umstritten.[26][27][28][29]

Überlegungen, den Flughafen ans Netz der Stadtbahn Karlsruhe anzubinden, wurden bisher als unwirtschaftlich verworfen.

Besondere Ereignisse

  • Am 24. Juni 2003 landete auf dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden eine Concorde der Air France. Das Überschall-Flugzeug mit der Kennung F-BVFB wurde auf dem Flughafengelände zerlegt und danach in das Auto- und Technikmuseum Sinsheim gebracht, wo es seitdem ausgestellt ist.
  • Am 19. November 2007 landete das größte Flugzeug der Welt, die Antonow 225 in Karlsruhe/Baden-Baden.
  • Aufgrund der langen Start- und Landebahn und der guten technischen Ausstattung des Flughafens bei gleichzeitig relativ geringer Verkehrsdichte finden am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zeitweise Trainingsflüge im Rahmen des Pilotentrainings mit Flugzeugmustern wie der McDonnell Douglas MD-11, der Boeing 747 oder dem Airbus A380 statt. Am 31. Mai und 4. Juni 2010 absolvierte die Lufthansa hier mit ihrem ersten A380 dem größten Passagierflugzeug der Welt Pilotentrainingsflüge. Mehrere Tausend Schaulustige fanden sich ein.[30]

Abschiebungen von Asylbewerbern

Seit dem 12. April 2000 werden Sammelabschiebungen vom Flughafen Karlsruhe/ Baden-Baden aus durchgeführt. Abgelehnte Asylbewerber - meist aus den Balkan-Staaten - werden häufig in eigens gecharterten Flugzeugen in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Bei den mehrmals im Monat stattfindenden Abschiebungen steuern die Flugzeuge Tirana, Pristina, Belgrad oder Skopje an.[31][32] Flüchtlingsorganisationen kritisieren deshalb die Betreibergesellschaft, da diese die Abschiebungen unterstützt und davon auch finanziell profitiert.[33][34]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Entwicklung des Passagieraufkommens. Baden-Airpark GmbH, abgerufen am 10. August 2017 (PDF; 27 kB).
  2. ADV-Monatsstatistik. http://adv.aero/, abgerufen am 11. Februar 2017.
  3. Entwicklung der Flugbewegungen. Baden-Airpark GmbH, abgerufen am 10. August 2017 (PDF; 26 kB).
  4. Nur Betreibergesellschaft; im gesamten Gewerbegebiet Baden-Airpark ca. 2100 Beschäftigte 10 Jahre Baden Airpark Geschäftsbericht 20012010 (PDF; 4,6 MB), S. 25, abgerufen am 9. Dezember 2012.
  5. ryanair.com
  6. a b Meinrad Heck: Der Flowtex-Skandal. 1. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-17080-7, S. 45.
  7. Söllinger Projekt konkretisiert sich Firmenkonsortium wirbt in USA bereits um Investoren In: Immobilien Zeitung 1. Juni 1995. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  8. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Rastatt und Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (Hrsg.): Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg Der Landkreis Rastatt. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-7995-1364-7, Band II, S. 435436.
  9. Flughafen Stuttgart kauft Baden-Airpark In: Immobilien Zeitung 12. Dezember 2000. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  10. Stuttgarter Schaumteppich in Söllingen In: Immobilien Zeitung 4. Januar 2001. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  11. Mit Steigflug in die Zukunft In: Immobilien Zeitung 14. August 2003. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  12. Terminal eingeweiht In: Immobilien Zeitung 8. September 2005. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  13. FKB wird neue Ryanair-Basis. airliners.de, 25. Oktober 2011, abgerufen am 15. Juni 2013.
  14. turkishairlines.com
  15. Baden-Airpark (Memento vom 2. August 2014 im Internet Archive), Landkreis Rastatt, abgerufen am 7. Juni 2012.
  16. 10 Jahre Baden Airpark Geschäftsbericht 20012010 (PDF; 4,6 MB), S. 4, abgerufen am 25. Juni 2012.
  17. Statistik des Flughafens (PDF; 43 kB).
  18. Geschäftsbericht 2011 der Flughafen Stuttgart GmbH (PDF; 1,6 MB), S. 33.
  19. Geschäftsbericht 2015. Flughafen Stuttgart GmbH, 11. April 2016, S. 10, abgerufen am 18. Mai 2016 (PDF).
  20. Beteiligungsbericht des Landkreises Karlsruhe für das Jahr 2014. Kämmereiamt des Landratsamtes Karlsruhe, 29. Oktober 2015, S. 131, abgerufen am 18. Mai 2016 (PDF).
  21. Wizz Air: Neue Direktflüge ab Karlsruhe/Baden-Baden. fluege.de, 13. Oktober 2015, abgerufen am 2. April 2016.
  22. Baden Airpark Chronik Das Jahr 2008 (Memento vom 30. Oktober 2010 im Internet Archive), Aufzeichnung der alten FKB-Website aus der Internet Wayback Machine. Abgerufen am 5. Februar 2012.
  23. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 8. März 2017 (deutsch).
  24. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 8. März 2017 (deutsch).
  25. Website mit Fahrplan des Hahn-Express.
  26. Claus Haberecht: Äußere Erschließung des Baden-Airparks. Landratsamt Rastatt, Dezernat 3, Januar 2016, abgerufen am 31. August 2017 (PDF; 1,6 MB).
  27. Thomas Faltin: Durch ein Vogelschutzgebiet zum Flieger. In: Stuttgarter Zeitung. 10. August 2017, abgerufen am 31. August 2016.
  28. Äußere Erschließung Baden-Airpark. Unterlagen beim Landratsamt Rastatt, abgerufen am 31. August 2017.
  29. A 5 / L 80 - Anbindung Baden-Airpark beim Regierungspräsidium Karlsruhe, abgerufen am 31. August 2017.
  30. Erneut Besucheransturm auf A380 am Flughafen-Karlsruhe/Baden-Baden, abgerufen am 8. Juni 2010.
  31. 16 Jahre Abschiebungen vom Flughafen Karlsruhe Baden-Baden. In: Aktion Bleiberecht. 11. März 2016 (aktionbleiberecht.de [abgerufen am 23. Januar 2017]).
  32. Sammelabschiebung in den Kosovo über Baden-Baden. In: Flüchtlingsrat Niedersachsen. (nds-fluerat.org [abgerufen am 23. Januar 2017]).
  33. Informationen Abschiebungen & Abschiebehaft - Flüchtlingsrat Baden-Württemberg - Flüchtlingsrat Baden-Württemberg. Abgerufen am 23. Januar 2017.
  34. ka-news: Dutzende Flüchtlinge werden am Baden-Airpark abgeschoben | ka-news. In: ka-news.de. 8. Dezember 2014 (ka-news.de [abgerufen am 23. Januar 2017]).

Weblinks

 Commons: Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden  Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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